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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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"Wenn der Weinsektor nicht versucht, um die neuen Generationen zu werben und sie in Sachen Wein zu erziehen, verliert er seinen Kundenstamm im europäischen Markt"

Das sagt Liam Campbell, Weinjournalist der Zeitung Irish Independent, der am 12. Mai um 10.00 Uhr auf der FENAVIN den Vortrag "Irlands Weinmarkt" halten wird

21.04.2015 | 

Liam Campbell, Weinjournalist beim Irish Independent und Jurymitglied bei internationalen Weinwettbewerben wie dem Concours Mondial de Bruxelles, dem südafrikanischen Michelangelo-Preis, dem Bacchus in Madrid und dem International Taste & Quality Institute von Brüssel, gibt sich überzeugt, dass die Werbebemühungen sowie die Erziehung in Sachen Wein der nächsten Generationen von Europäern eine der Hauptaufgaben sein wird, "wenn wir nicht den ganzen Kundenstamm des europäischen Weinmarktes verlieren wollen".

Campbell, der auf der diesjährigen FENAVIN am 12. Mai um 10.00 Uhr einen Vortrag zum Thema "Irlands Weinmarkt" halten wird, blickt jedoch über den irischen Weinmarkt hinaus, wenn er von der Notwendigkeit spricht, nicht nachzulassen in der Bemühung von Werbekampagnen und bei der Erziehung der jungen Generationen der herkömmlichen Verbraucherländer in Sachen Wein.

In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, "dass in den letzten Jahren große Investitionen in die Werbung und Vermarktung von Wein in den sogenannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) geflossen sind, während sie in den bereits stehenden traditionellen Weinmärkten ausblieben. Diese kurzsichtige Fokussierung könnte das über Jahre langsam aufgebaute Vertrauen und die Loyalität dieser Absatzmärkte zerstören", versichert er. Aus diesem Grund empfiehlt er, sehr dich dran zu bleiben an den neuen Generationen, "die jetzt anfangen, Erfahrungen zu machen und ihre Lieblingsgetränke bereits anderswo suchen. Die große Absatzsteigerung bei Bier und Spirituosen ist ein Beispiel für diese Suche. Wenn der Weinsektor die nächste Generation also nicht miteinbezieht und in deren Werbung und Erziehung investiert, wird er seinen Kundenstamm im europäischen Weinmarkt verlieren."

Der irische Markt gleicht zunehmend dem englischen

Was den irischen Markt selbst angeht, so stellt Campbell fest, dass dieser immer mehr seinem Nachbarn des Vereinigten Königreichs gleicht, wo Supermärkte den Verkauf des deregulierten Weinsektors beherrschen. Die Umsätze vom Dezember 2014 weisen in Irland zwar einen kleinen Anstieg des Verkaufsvolumens von Wein um etwa 1,2% auf und der Wert seines Marktanteils sei auf 9,5% gestiegen, allerdings sei das größtenteils auf die Steuererhöhungen zurückzuführen.

Was den Pro-Kopf-Verbrauch Irlands angeht, so berichtet Campbell, dass sich dieser im Jahr 2012 auf 17 Liter belief, eine mit dem Verbrauch von 21 Litern im Nachbarland, dem Vereinigten Königreich, vergleichbare Zahl, oder auch mit den 30 Litern, die in Dänemark getrunken wird, dessen Bevölkerung in etwa der irischen entspricht und wo auch kein eigener Wein hergestellt wird. Frankreich steht mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch von 45 Litern an der Spitze Europas, während Irlands Konsum pro Kopf mit zu den niedrigsten der Europäischen Union gehört, weit unter dem Durchschnitt.

Gefragt nach seinen Empfehlungen für spanische Erzeuger, die im irischen Markt Fuß fassen wollen, erläutert Campbell: "Der Preis ist Ausschlag gebend, wenn man in Irland Wein verkaufen will. Der Schlüssel ist ein Preis zwischen 9,00 und 9,99 €, auf den 23,7% des Verkaufs fallen. Auch das Gesehenwerden ist von Bedeutung, und ein guter Vertrieb ist natürlich grundlegend, daher ist es notwendig, über ein Budget zu verfügen, damit man sich bekannt machen kann."

Campbell betont, dass "mehr als 68% des insgesamt auf dem irischen Markt verkauften Weins aus der Produktion der sogenannten Neuen Welt stammen. Größtenteils handelt es sich hierbei um Markenweine, die einiges in den irischen Markt für Werbung und investiert haben und über ein gutes Vermarktungsbudget verfügen. Aber es werden auch Discount-Weine über gewöhnliche Werbekampagnen im Einzelhandel angeboten."

Nach seiner Ansicht sollte ein spanisches Weingut, das seine Weine auf dem irischen Markt verkaufen will, vor allem "einen guten Importeur suchen mit fundierten Marktkenntnissen, guten Verkaufszahlen und einem fähigen Marketing-Team. Zudem muss es realistisch bleiben und bereit sein, langfristig in die Entwicklung seines Kundenstamms auf dem irischen Markt zu investieren. Außerdem", so fügt er hinzu, "muss es in der Lage sein, sich bei der einschlägigen Fachpresse und den einflussreichsten Abnehmern einzubringen, und das bedeutet, regelmäßig nach Irland zu reisen, um die Kunden kennen zu lernen und mit ihnen eine persönliche Beziehung aufzubauen."

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