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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Robert Joseph riet den Aussstellern auf der FENAVIN, dem Verbraucher gut zuzuhören, die Konkurrenz zu erkennen und eine Geschichte zu erzählen

Der Weinexperte und Chefredakteur von Wine Bussiness International sprach über die Globalisierung der Supermärkte

12.05.2015 | 

Dem Verbraucher und den Markttendenzen gut zuhören; eine klare und präzise Power-point-Präsentation, die deutlich macht, worin sich der eigene Wein von dem unterscheidet, den man verdrängen will, und Verpackung und/oder Etikett mindestens alle drei Jahre erneuern, waren einige der Ratschläge, die der britische Weinexperte und -autor Robert Joseph, Chefredakteur der Zeitschrift Wine Bussiness International, am heutigen Morgen auf der FENAVIN gab.

„Unflexible Regalsysteme –Globalisierung im Supermarkt" war der Titel seines Vortrags, der den Saal füllte. Dabei ging es darum, ob die Regalsysteme der Supermärkte dem darin ausgestellten Wein ihre Maße aufzwingen oder ob es die Weine und ihr neuen Verpackungen sind, die vorgeben, wie ihre Ausstellungsflächen eingerichtet werden. In diesem Zusammenhang gab er sich überzeugt, dass "die meisten Verbraucher keine Lust haben, endlose Reihen von Wein abzusuchen. Sie mögen Angebote oder das, was wie ein Angebot ins Auge springt und zum schnellen Kauf einlädt."

Auf dieser unterhaltsamen Veranstaltung erklärte Joseph, er sei nicht sonderlich experimentierfreudig, eine "menage a trois" sei schließlich nicht immer ratsam. Auch beim Weinverkauf sollte man nicht zuviel riskieren. Er führte als Beispiel Brad Pit und Angelina Jolie an und plauderte aus seiner Erfahrung als Winzer und Kellermeister im Languedoc (Frankreich) und in Kalifornien (USA), um uns einen Einblick zu geben, wie man Geschäfte macht und warum die Leute kaufen oder auch nicht.

"In den Vereinigten Staaten verkauft man nichts ohne eine schlüssige Power- Point-Präsentation von 2 bis 7 Minuten Länge, die enthält, was der jeweilige Verbraucher wissen will. Eine Power-Point-Präsentation, die klar zeigt, wer wir sind, wie unsere Weine beschaffen sind, die von ihrer Qualität redet, die benennt, was uns von der Konkurrenz unterscheidet und die uns vor allem eine Geschichte erzählt. Man muss eine Geschichte über die Bodega oder den Wein zu erzählen haben."

Joseph beharrte darauf, dass jedes Etikett und jede Verpackungsmodalität den anvisierten Verbrauchern angepasst werden müsse, seien diese Schlemmer, Kenner, Frauen oder Liebhaber. "Schließlich ist ein gehobenes Restaurant nicht dasselbe wie eine einfache Gaststätte. Und wie steht es mit einem Rosé zum Picknick? Was hat ein Korkenzieher auf einem Picknick verloren? Da gehört eher ein einfacher Schraubverschluss hin, das ist praktischer, ohne Korken", sagte er.

Für diesen Fachmann gelten die einfachen Formeln: "Wenn du weißt, wer deine Verbraucher sind, weißt du auch, wie du sie ansprechen musst. Wenn du weißt, wer deine Konkurrenten sind, weißt du auch, wie du dich von ihnen unterscheiden kannst, um sie beim Verkauf zu überbieten. Und dein Handelsagent oder Lieferant muss auch genau wissen, wie viel Wein du hast und in den Markt einführen wirst."

In seinem Beitrag ging es um "unflexible Regalsysteme" und um die Bodega in jedem Laden oder Restaurant. „Viele vergessen, dass sie, wenn sie eine neue Weinkarte möchten, eigentlich die alte auswechseln müssen mit ihren Weinen, die das Personal und die Kunden kennen und mögen. Die neuen Erzeugnisse müssen den Einkäufer nicht nur mit Qualität und einem guten Preis bestechen, sondern ihn auch davon überzeugen, dass er besser ist, als der, der schon in Regal steht."

Dazu glaubt er, sei es eine wesentlich bessere Methode, um beim Verbraucher Erfolg zu haben, einen Weinliebhaber zur Entdeckung eines Tropfen einzuladen, den er noch nicht kennt, denn: "die Mund-zu-Mund-Propaganda der sozialen Netzwerke kann nicht mehr ignoriert werden. Alles ist sind soziale Netzwerke, das müssen wir uns immer bewusst machen."

Aber bei der Empfehlung, wie man einen Einsteiger in die Weinwelt einführen könnte, wurde der internationale Weinfachmann kategorisch: "Ich sage nein zu allen Bemühungen, einen Einsteiger zu erziehen. Sie brauchen und sie wünschen keine Erziehung. Was man tun muss ist, eine Verbindung schaffen zwischen dem Wein und etwas, was den Neuling bereits interessiert, wie die Musik oder die Mode."

Ich habe in Spanien beeindruckende Weine entdeckt

Robert Joseph sprach der FENAVIN seine Hochachtung aus. Schon am heutigen Morgen habe er "beeindruckende Weine" entdeckt, erklärte er beim Interview mit dem spanischen Fernsehen TVE. Bei dieser Gelegenheit riet er den spanischen Bodegas auch dazu, ihren Weinen einen höheren Mehrwert zu geben und bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse effektiver zu sein.

Und in der Märzausgabe seiner Zeitschrift – die zweimonatig in einer Auflage von 10.330 Exemplaren erscheint – erschien ein Artikel mit dem Titel: "Fenavin, Spaniens bedeutendste Messe."

Er führt in diesem Artikel aus: "Nun, da es an Wein zu mangeln beginnt, wird Spanien zum idealen Ziel für Einkäufer, die eine große Weinauswahl zu allen möglichen Preisen suchen. Die FENAVIN ist der Ort, wo die Erzeuger sich versammeln, um ihre Produkte der Welt vorzustellen."

Er lobte die Effizienz der Fenavin überschwänglich: „Weil man dort in kürzester Zeit eine Menge unbekannter Weine entdecken und gleichzeitig deren Erzeuger kennen lernen kann." Und er ermutigte die spanischen Winzer, ihre Erzeugnisse höher zu bewerten, „denn viele spanische Regionen sind noch gänzlich unbekannt und haben hervorragende Weine."

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