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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Ramón Tamames: "Wir müssen unsere Situation auf den Weltmärkten verbessern"

Wichtige spanische Unternehmer und Kellermeister wie José Luis Bonet (Freixenet), José García Carrión (Gruppe García Carrión), Félix Solís (Félix Solís) und Carlos Falcó (Pagos de Familia Marqués de Griñón) sowie Pau Roca, Sekretär des Spanischen Weinverbands, untersuchen bei einer Podiumsdiskussion auf der FENAVIN Produktions- und Exportmodelle für Wein

13.05.2015 | 

Der Wirtschaftsprofessor Ramón Tamames übernahm die Moderation bei der Diskussion über "Export- und Produktionsmodelle" am heutigen Morgen im Rahmen der FENAVIN, der Spanischen Weinmesse, die vom 12. bis 14. Mai in Ciudad Real stattfindet.

Mit dem Ziel, sich über diese Aspekte des Weinsektors auszutauschen, folgten bekannte Unternehmer und Kellermeister aus dem Weinbausektor der Einladung zu dieser Diskussion, nämlich José Luis Bonet (Freixenet), José García Carrión (Gruppe García Carrión), Félix Solís (Félix Solís) und Carlos Falcó (Pagos de Familia Marqués de Griñón) sowie Pau Roca, Sekretär des Spanischen Weinverbands.

"Wir sind von der Menge her das stärkste Weinexportland, aber wir müssen unsere Stellung auf den Weltmärkten verbessern", forderte Tamames in seinen einführenden Worten zu dieser Veranstaltung. Und er betonte, "die Fassweine machen bei uns das Gros aus, und die gehen für sehr niedrige Preise weg. Damit bringt die Hälfte all unserer Verkäufe um die 1,1 Euro/Liter ein, den niedrigsten Preis auf dem Weltmarkt."

Bevor Tamames seine Gäste vorstellte, fragte er in die Runde und ins Publikum, ob es sich dabei um einen Fluch oder die falsche Politik handelte. "Wie auch immer man diese Frage beantwortet, Wein ist ein flüssiges Lebensmittel, das, in Maßen genossen, der Gesundheit zuträglich ist", stellte er fest.

José Luis Bonet, der Präsident von Freixenet, beklagte, dass der spanische Binnenkonsum von Wein sinkt, obwohl jeder weiß, dass Wein zur Gesundheit beiträgt. "Wir haben den besten Wein der Welt zu einem billigen Preis", sagte er. Dann bemerkte er, dass man statt von Export von Internationalisierung sprechen sollte. "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass sich unsere Wirtschaft gerade erst erholt, nun hängt es von den Unternehmen ab, den Handel voranzubringen, deshalb müssen wir den Karren noch eine Weile weiter aus dem Dreck ziehen, damit der Sektor in Zukunft wieder den Menschen zugute kommt."

Carlos Falcó legte nochmal Nachdruck darauf, dass Spanien seinen Wein weit unter dem Preisniveau anderer Länder verkaufe. Er machte den Vorschlag eines Wachstumsmodells über zehn Jahre, in diesem Zeitraum will er seinen Umsatz und den Preis pro Liter verdoppeln, so wie es seinerzeit Italien gemacht hat, nämlich zwischen 2000 und 2014. "Wir berechnen die Hälfte von Italien, obwohl wir mehr produzieren. Der Weg müsste sein, die offenen oder Fassweine zu reduzieren und mehr auf Flaschenweine zu setzen", schloss er.

Für García Carrión besteht das Problem ebenfalls im Verkauf von Fassweinen. Er sprach sich dafür aus, dass sich der Sektor darauf einigt, die Marke "España" zu exportieren. Er erwähnte auch die Jugend als potenziellen Verbrauchermarkt. Dazu müssten auf diese Bevölkerungsgruppe zugeschnittene Kampagnen geführt werden, die für einen verantwortungsbewussten Weinkonsum werben. Er forderte aber ebenfalls die Senkung der Weinpreise in Restaurants, "denn mit der Krise sind zwar die Preise für die Speisen gesunken, nicht aber für Wein."

Zu guter Letzt sagte er, zum Thema Export, man müsse Europa als lokalen Markt begreifen und sich mehr um die Internationalisierung über die Grenzen der Europäischen Union hinaus bemühen, z.B. in Schwellenländern wie Nigeria oder China.

Félix Solís konzentrierte sich bei seinen Einlassungen auf die Weine aus Castilla-La Mancha und sprach sich dafür aus, die Preise für den Fasswein zu erhöhen, denn bis der spanische Wein einen angemessenen Preis erziele, müsse man schließlich weiterverkaufen. "Wir haben wegen unserer meteorologischen Bedingungen das beste Erzeugnis Spaniens, wir haben viel Wein und Qualitätswein zu einem mittleren Preis, und damit haben wir alle Voraussetzung, um bessere Umsätze zu erzielen."

Die Gesprächsrunde endete mit Pau Roca, dem Sekretär des Spanischen Weinverbands (FEV), der auf das von staatlichen Interventionen basierende Produktionsmodell einging. "Wir verkaufen so preiswert, weil wir nicht über eine renommierte Marke verfügen, die sich gegen die Konkurrenz aus Drittländern durchsetzten kann, wo der Staat kaum in die Produktionsmodelle eingreift, und im spanischen Binnenmarkt ist das Wachstum nur geringfügig." Er wies darauf hin, dass der Sektor gestützt werden müsse, denn so wie der Markt sei, könne er nicht gegen Italien oder Frankreich antreten, die einen starken Binnenverbrauch haben, ein als Land klar definiertes Image sowie einen anderen gesetzlichen Rahmen.

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