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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Die spanische Wirtschaft in Gegenwart und Zukunft: Potenzial des Aufschwungs und Weg des Fortschritts" steht auf der FENAVIN zur Debatte

Die Podiumsdiskussion findet am 13. Mai statt, moderiert von Ramón Tamames, der dazu die namhaften Wirtschaftsprofessoren, Emilio Ontiveros, Juan Torres und Pedro Schwartz, um sich versammelt

03.05.2015 | 

Dem letzten Mitteilungsblatt des Banco de España zufolge erreicht das spanische Wirtschaftswachstum derzeit im Vergleich zum Vorjahr 2,5%, und die europäische Bankenaufsicht prognostiziert Spanien bis zum Jahresende einen Aufschwung von 2,8%. Dennoch und trotz dieser Voraussagen "befindet sich Spanien in einer empfindlichen Lage, die auf verschiedene Faktoren zurückgeht: erstens auf die Auswirkungen der Krise, zweitens auf viele Schwächen unseres ökonomischen Modells und drittens, darauf, dass wir im europäischen und internationalen Kontext stehen und es dadurch sehr schwer haben, Maßnahmen zu ergreifen, um die beiden ersten Faktoren zu lösen".

So definiert Juan Torres, Professor für Angewandte Ökonomie an der Universität von Sevilla, die aktuelle Lage. In ähnlichen Begriffen äußert sich Emilio Ontiveros, Professor für Finanzen der Universidad Autónoma de Madrid. Er betont auf der einen Seite die Abhängigkeit unserer Wirtschaft von Europa und auf der anderen ihre Verwundbarkeit durch die internationale, vor allem europäische Wirtschaft, "weshalb wir Schwierigkeiten haben unsere eigene Erholung voranzutreiben". Gleichzeitig klagt er das Fehlen einer Unterstützung von außen ein, "ich meine einen unterstützenden Rahmen durch der internationalen Wirtschaftsbedingungen, damit die spanische Wirtschaft in Zukunft durch ein nachhaltiges Wachstum gesunden kann."

Für Professor Pedro Schwartz auf dem Lehrstuhl "Rafael del Pino" an der Universität Camilo José Cela, "ist die derzeitige Erholung dagegen "echt", da sie teilweise auf höheren Spareinlagen der Familien beruht, wodurch die Finanzierung größerer privater Investitionen möglich war."

Über diese Themen und die Hauptschwierigkeiten und Herausforderungen unserer Wirtschaft werden im Rahmen der FENAVIN am 13. Mai diese drei Professoren am runden Tisch diskutieren, der moderiert wird von Ramón Tamames, ebenfalls Hochschullehrer, nämlich für ökonomische Struktur. Die Veranstaltung trägt den Titel: "Die spanische Wirtschaft in Gegenwart und Zukunft: Potenzial des Aufschwungs und Weg des Fortschritts" und wird gesponsert vom Banco Sabadell.

Hauptschwierigkeiten und Herausforderungen

Juan Torres sieht das Hauptproblem zurzeit im allmählichen Verlust der Quellen zur Generierung endogener Einkünfte aus der eigenen Ökonomie. Er erläutert: "Die Ungleichheit wächst sehr stark, die Löhne verlieren in der Gesamtheit der Einkünfte an Gewicht, und diese Tatsache zusammen mit den Verlusten im Unternehmensnetz, von Betrieben also, führt dazu, dass der Binnenmarkt und die Nachfrage als Wirtschaftsmotoren sehr geschwächt sind."

Da die Dinge so stünden, betont er, "befinden wir uns in einer Konjunktur, in der wir uns entscheiden müssen, ob wir wirklich Motoren wollen, die die Wirtschaft gar nicht anziehen, oder ob wir bereit sind die Triebkräfte für die spanische Wirtschaft zu ändern", das heißt, "grundsätzlich in Spanien zu entscheiden, ob wir uns weiter darum bemühen wollen, dafür zu sorgen, dass der Motor der Wirtschaft durch Gewinne angeworfen wird oder im Gegenteil durch Löhne."

In diesem Zusammenhang, so erklärt er, würden praktisch alle ökonomischen und wissenschaftlichen Studien "zeigen, dass der Motor der Löhne in Europa und insbesondere in Spanien sehr viel zugkräftiger ist, und dass Gewinne als Motor für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft im Allgemeinen praktisch nicht funktioniert. Denn die Erfahrung und die Daten zeigen uns, dass die kontinuierliche Senkung der Löhne die spanische Gesamtwirtschaftssituation bremst und dazu führt, dass Tausende von Betrieben verschwinden, und dass die öffentlichen Finanzen ebenso einbrechen wie der Konsum und die Ökonomie." Aus diesem Grund, so schließt er, "wird es sehr schwer sein, eine dauerhafte Erholung zu erreichen, wenn diese Gewichtung nicht verlagert wird."

Pedro Schwartz unterstreicht seinerseits die institutionellen Gründe für die Arbeitslosigkeit und prangert als Hauptursache "eine protektionistische Arbeitsgesetzgebung an, einen überhöhten Mindestlohn" und findet in diesem Zusammenhang, dass "die prekäre Lage auf dem Arbeitsmarkt sich regulieren würde, wenn die Festangestellten genauso behandelt würden wie die befristeten." Außerdem fordert er, dass das Rentenalter nicht verpflichtend sein dürfe, "weil das nicht mit der Lebenserwartung durch eine verbesserte Gesundheit übereinstimmt."

Ontiveros wiederum richtet sein Augenmerk auf Europa und führt aus: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die spanische Wirtschaft einerseits anfängt sich zu erholen, weil die Europäische Zentralbank bestimmte Entscheidungen getroffen hat", und andererseits, so ergänzt er, "dank des Exports, unter anderem von Wein, obwohl die Voraussetzung für den Export darin besteht, dass unser Kundenstamm, größtenteils aus Europäern, wächst."

Der Weg der wirtschaftlichen Erholung

Für Pedro Schwartz "ist die Perspektive der spanischen Wirtschaft positiv und die spürbare wirtschaftliche Verbesserung ist zurückzuführen auf die Kürzungen im öffentlichen Haushalt und die Gesetzesreformen, von denen viele Ökonomen fürchteten, dass sie Spanien in eine nie endende Flaute führen würden." In diesem Zusammenhang stellt er fest: "Wer das umgekehrte Verhältnis zwischen Ausgabenkürzungen der öffentlichen Hand und Steigerung des Wohlstands eines Landes nicht versteht, der denkt, dass man, um eine Rezession zu überwinden, die Staatsausgaben und –investitionen erhöhen müsse, selbst wenn man sie durch Schulden finanziert. Aber das Gegenteil ist der Fall. Denn um eine Krise zu überwinden, muss man für den privaten Sektor eine Lücke schaffen, während die Kürzungen durch die Autonomen Regionen und den Staat Steuersenkungen erlauben."

Aus dieser Warte meint Schwartz, die Reformen hätten einen noch größeren Finanztransfer von der öffentlichen Hand zu denen vorsehen müssen, die davon direkt profitieren. "Die spanische Regierung hätte bei ihren Kürzungen noch weiter gehen müssen, bis zur Reduzierung der Staatsschulden, weil die, im Gegensatz zu den Schulden von Familien und Betrieben, pausenlos weiter wachsen."

Emilio Ontiveros für seinen Teil hält die Prognosen der Banco de España für vernünftig, "vor allem wegen der Talsohle, die wir erreicht hatten, aber auch wegen der außergewöhnlichen Entscheidungen, welche von der EZB getroffen wurden." Für Ontiveros hat die EZB alles getan, was sie tun konnte, "weil sie durch die Herabsetzung der Zinsen auf Null sehr viel Liquidität schafft, indem sie öffentliche Schulden kauft. Das ist der Grund, weshalb die finanziellen Bedingungen von Ökonomien wie der spanischen sich spürbar verbessert haben." All das, zusammen mit der Senkung des Ölpreises pro Barrel, "die für die spanische Wirtschaft eine Ersparnis von über 15.000 Millionen Euro bedeutet, bestärkt die Spanier in ihren Entscheidungen Geld auszugeben und zu investieren", erläutert er.

Natürlich, so räumt Ontiveros ein, dürfe man die EZB nicht allein lassen und könne sich auch nicht vom Rohölpreis abhängig machen, deshalb betont er die Notwendigkeit: "Europa muss gemeinsame Investitionsentscheidungen konkretisieren, wie jene, die der Kommissionspräsident für Bereiche angekündigt hat, die der Gemeinschaft zugute kommen, also Stromnetze, technologische Netze. Denn diese können nicht nur die Nachfrage anregen und den von der Krise am schwersten getroffenen Ökonomien nützen, sondern auch die europäische Idee selbst stärken, den europäischen Binnenmarkt also." Aber es sei gleichzeitig nötig, so ergänzt er, "dass die spanische Wirtschaft wächst wie in der Vergangenheit, wenn vielleicht auch etwa weniger, aber dafür umso besser."

Letztlich ist die Situation, im Vergleich zu den sechs langen Krisenjahren, für diesen Professor eindeutig sehr viel günstiger, weshalb Optimismus angemessen sei. "Mindestens ein gemäßigter Optimismus, weil in Europa die Fehler, die in diesen Jahren in den Volkswirtschaften gemacht wurden, angegangen ist, und weil das Hauptaugenmerk dem europäischen Zusammenhalt gilt, und natürlich der Intensivierung von Investitionen."

Skeptischer hört sich da Juan Torres an, der "die Banco de España und die spanische Regierung als Institutionen anprangert, die sich in den vergangenen Jahren am meisten in ihren Voraussagen geirrt haben und hoffentlich jetzt zum ersten Mal richtig liegen, denn ein größeres Wirtschaftswachstum und mehr Arbeit ist etwas, was wir Spanier uns alle wünschen, ohne Ausnahme."

Für Torres "erleben wir gerade die typische Phase des Vorwahlkampfs, und die Regierung lockert die Zügel, die die Ausgaben gebremst haben, denn ganz offensichtlich muss man sich Gedanken über eine gewisse Verbesserung der Lage machen." Allerdings ist er nicht so sicher, dass die Wirtschaft schon so stark ist, wie allgemein behauptet wird: "Ich glaube, dass wir uns in einer Phase befinden, die offensichtlich ein paar Anzeichen einer Erholung der Wirtschaftstätigkeit trägt, aber dennoch bezweifelt werden kann, ob diese so groß ist, wie wir es gerne hätten und ob sie andauert." Gleichzeitig hebt er hervor, dass "die Erholung wirklich sehr ungleich und asymmetrisch ist, und nicht auf einem grundlegenden Richtungswechsel beruht", was er warnend hinzufügt.

FENAVIN – Treffpunkt für Synergien

Für Juan Torres sind Veranstaltungen in der Art der FENAVIN "sehr wichtig, weil sie Netzwerke schaffen, Empathien, Synergien und gemeinsame Erfahrungen ermöglichen", und damit "Verbindungen, die im Geschäftsleben ungeheuer wichtig sind." Außerdem habe eine solche Veranstaltung "eine weithin sichtbare Außenwirkung, zudem für ein Erzeugnis, das wie der ganze Weinsektor für die spanische Wirtschaft von größter Bedeutung ist", hebt er hervor.

Dieser Ansicht schließt sich Emilio Ontiveros an, für den dieser Messe-Typ die Gelegenheit bietet, "den Erfahrungsaustausch anzuregen und definitiv die Qualität und die Internationalisierung des Handels zu steigern." Gleichzeitig äußert er seine Hochachtung und Bewunderung für die Bemühungen der spanischen Weinhändler.

Pedro Schwartz seinerseits erlebt den Besuch der FENAVIN, "als würde ich die Entwicklung einer Veranstaltung miterleben, die sich in ihrer Qualität und ihrem guten Ruf eindeutig immer weiter nach vorn bewegt", und er unterstreicht, dass "der spanische Wein eine Erfolgsgeschichte der spanischen Landwirtschaft und des spanischen Handels ist."

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