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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Es ist dringend notwendig, den spanischen Wein in internationalen Gastronomie- und Sommelierschulen bekannter zu machen"

findet Germán Muñoz, internationaler Weinverkoster und –berater sowie Fachmann für "terroirs", der am 12. Mai mit dem Vortrag "Der Weinmarkt in Belgien", an der FENAVIN mitwirkt.

11.03.2015 | 

"Wein ist vermutlich, das Erzeugnis aus menschlicher Hand mit dem höchsten symbolischen und kulturellen Gehalt, deshalb ist es dringend notwendig, in die Zukunft zu investieren und den spanischen Wein in internationalen Gastronomie- und Sommelierschulen bekannter zu machen". Das findet Germán Muñoz, "courtier" – wie er seine Tätigkeit als Weinmakler zu nennen pflegt –, internationaler Weinverkoster und –berater, sowie Fachmann für "terroirs", vertreten durch sein Unternehmen www.terroir34.com. In einem Vortrag am 12 Mai wird er auf der FENAVIN die Besonderheiten des belgischen Weinmarktes herausstellen.

Das Ehrenmitglied der Laienbruderschaft des Weins von Bordeaux [Cofradía del Vino de Burdeos] ist in einem Interview mit der Messeorganisation überzeugt, dass "es sehr schwierig sein wird, ein anderes Land mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis Spaniens beim Wein zu finden. Vielleicht Chile, wobei hier die Entfernung für hohe Transportkosten sorgt". Nach seiner Ansicht "vereint Spanien moderne Verfahren bei der Herstellung mit einer lange Kultur- und Weinbaugeschichte, und bringt sowohl fluktuierende Weine als auch sehr gut eingeführte Referenzweine hervor."

In diesem Zusammenhang ist er der Ansicht, dass die spanischen Herkunftsbezeichnungen in Belgien verstärkt über ihre jeweiligen "terroirs" in den belgischen Hotel– und Sommelierschulen bekannt gemacht werden müssen. Und ergänzt, dass "es bei dem Thema mindestens zu Dreivierteln um französische Weine geht. Daher sollte es für uns eine Priorität werden, mit Gastronomieschulen zusammen zu arbeiten, weil dort die zukünftigen Botschafter unserer Weine herangezogen werden".

"Ich gehe auch an Schulen und arbeite mit den Jugendlichen"

In diesem Zusammenhang und auf die Frage, ob es möglich ist, in Spanien mit der gleichen Didaktik an die Sache heranzugehen, findet Muñoz: "Man muss nicht nur mit den spanischen Hotelschulen zusammenarbeiten, sondern an die allgemeinbildenden Schulen gehen und mit den Jugendlichen arbeiten, weil das Entscheidende die kulturelle Vermittlung ist. Denn wenn ich etwas nicht lerne, dann kenne ich es nicht und weiß es nicht zu schätzen. Ich habe dann keinen anderen Wertmaßstab als den Preis und werde nicht bereit sein, für eine Flasche mehr zu zahlen. Wir sollten nicht immer so kurzfristig denken und weniger darauf aus sein, den Wein zu "verkaufen" als vielmehr ihn zu vermitteln. Schließlich ist Wein sehr viel mehr als nur eine rötliche Flüssigkeit", argumentiert er.

"Die FENAVIN ist Spaniens beste Weinmesse"

Muñoz, der bereits bei den beiden vorangehenden Ausgaben der FENAVIN mitgewirkt hat, ist überzeugt, dass "dies eine großartige Messe ist. In den Augen des Importeurs, der etwas Neues entdecken will, ist sie wegen der großen Vielfalt der Schau und dem Niveau der Teilnehmer vielleicht die beste Spaniens. Das ist eine exzellente Messe und sehr nützlich, weil hier die meisten Bodegas vertreten sind, weil man hier am besten mit Winzern und Kellermeistern reden kann und dadurch die Philosophie der jeweiligen Bodega am allerbesten verstehen kann. Außerdem findet man hier gute Qualität und fluktuierende Preise, was heißt, dass der Endpreis für den Endverbraucher immer noch attraktiv bleibt."

Der "courtier" und Fachmann für "terroirs" stellt fest, dass der spanische Wein nach Anzahl der verkauften Flaschen in Belgien bereits den zweiten Rang einnimmt hinter dem französischen, während spanischer Schaumwein schon die Nummer eins ist, weil der Cava beim Verbraucher in Flandern mental den Champagner ersetzt hat. "Das ist deutlich zu erkennen an den Weinkarten in flämischen Restaurants, wo inzwischen die Liste der Schaumweine mit den Cavas beginnt, zu Ungunsten des Champagners, also das Gegenteil dessen, was vorher der Fall war." Und er führt aus, dass der "besonders unter den jungen Flamen im Norden Belgiens attraktiv ist, die gleich einen Cava bestellen, wo ihre Großeltern einen Champagner orderten. Der Rioja und der Jerez folgen als spanische Weine mit der höchsten Wertschätzung direkt dahinter."

Was die Gepflogenheiten der Belgier beim Wein angeht, so erläutert Muñoz, dass drei von vier der dort verkauften Flaschen aus dem Sortiment großer Supermärkte stammen. "Die Leute vollen Qualität zu einem vernünftigen Preis und merken, dass die großen Lebensmittelmärkte eine Auswahl großer Weine zu guten Preisen anbieten. Die Belgier entdecken gerne neue Weine und Weinbauregionen, aber auch das, was sich dahinter verbirgt: Kultur und Wein sind nicht voneinander zu trennen", sagt er.

"Spanische Erzeuger müssen dreierlei zu bieten haben: Qualität, Qualität und Qualität"

So müssten spanische Erzeuger, die unbedingt auf den belgischen Markt möchten, dreierlei zu bieten haben: "Qualität, Qualität und Qualität", versichert er, selbst in den schwierigsten Weinjahren. Aber ebenso wichtig sei für den belgischen Einkäufer, "dass die Preise seriös sind, das heißt Preiskontinuität", und als letztes betont er, wie wichtig es sei, sich in den Hotel- und Sommelierschulen verstärkt um die Verbreitung spanischer Weine zu bemühen.

Muñoz betont auch, dass "der Belgier eine größere Kaufkraft hat, denn Belgien ist dem Pro-Kopf-Einkommen nach etwa 50% reicher als Spanien, und es kennt eine reiche Weinkultur - vor allem aus Frankreich." Was die Unterschiede zwischen einem belgischen und einem spanischen Weinkonsumenten angehe, so erklärt er: "Da sie in der Mitte Euroopas angesiedelt sind, fällt es den Belgiern leicht, große Weine, beispielsweise aus Deutschland, zu entdecken, während wir uns in Spanien mehr auf unsere eigenen Weine konzentrieren, aus geografischen Gründen und weil wir ein großes Erzeugerland sind." Daher, so betont er, "ist in Belgien die Begierde nach Neuheiten größer, weil das Land selbst kaum Wein anbaut, allerdings sind seine Bewohner dadurch noch objektiver. In La Rioja würde man dagegen stets behaupten, der beste Wein sei der eigene, ebenso wie in jedem anderen Anbaugebiet – der Beste ist immer der eigene –, womit im Grunde alle recht haben, denn wir sprechen ja nicht nur von Qualität, sondern auch von der Kultur", betont er. "Und aus diesem Grund werden die Leute, solange wir nicht imstande sind, die Kultur zu vermitteln, nicht sehen, was sich hinter der jeweiligen Flasche spanischen Weins verbirgt - das Klima, die Varietäten, die Böden, die Weinbauverfahren und die Geschichte der Erzeuger - und diesen großen Mehrwert nicht zu schätzen wissen", unterstreicht er.

Über die Weine aus Castilla-La Mancha

Nach dem Wein aus Castilla-La Mancha gefragt, hebt Muñoz "deren fabelhaftes "terroir" für frische und fruchtige Weine hervor, sowie ihr enormes Potenzial auf den internationalen Märken. Aber", so fügt er hinzu, „wir brauchen offenbar immer wieder die Bestätigung von außen, dass wir gut sind, damit wir es selbst auch glauben."

Nach seinem Urteil "besitzt Castilla-La Mancha eins der besten Weinbau-"terroirs" weltweit. Es ist und war seit der Römerzeit stets ein Paradies für den Weinstock." Da es sich um eine riesige Region mit allgemein kargen Böden handelt, ist sein Ertrag pro Hektar zwar niedrig, aber die Komplexität seiner Weine sehr hoch. Die fruchtige Note seiner Weine kommt außerdem, vor allem bei jungen Leuten, gut an, die Weine mit zuviel Holz nicht mögen, und ebenso bei Frauen, deren Einfluss auf die Weinauswahl innerhalb und außerhalb des Restaurants weiter wächst, ganz im Gegenteil zur Generation unserer Väter oder Großväter", schließt er.

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