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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Wir Frauen haben einen spontaneren Zugang zum Wein, mit mehr Instinkt als die Männer", versicherte Nativel Preciado auf der Fenavin

Sie nahm mit Irene Lozano, Marta Rivera de la Cruz und Espido Freire an einem ebenso kurzweiligen wie informativen Gespräch über Frauen und Wein teil, unter der Moderation von Marta Robles

12.05.2011 | 

"Mitten im Labyrinth geht es nicht darum, ob weiß oder rot" lautete der Titel dieser letzten Veranstaltung im Rahmenprogramm der Spanischen Weinmesse 2011, bei der die säkulare Auseinadersetzung zwischen Männern und Frauen auf den Tisch kam, diesmal rund um das Thema Wein. Dieses erste von der Journalistin Marta Robles moderierte Podiumsgespräch führten die Schriftstellerinnen Nativel Preciado, Irene Lozano, Marta Rivera de la Cruz und Espido Freire, um mit brillanten Momenten das begeisterte Publikum zu überraschen.

Zum Einstieg sagte Marta Robles', bis vor kurzem seien es "nur die schlechten Frauen gewesen", die Wein tranken, ein heute sicher genauso ungerechter Satz wie der des Filmregisseurs Huston, als er sagte, "Vertraue keinem Mann, der nicht trinkt".

Marta Robles: Es gibt gute und schlechte Weine, nicht Frauen- und Männerweine

Marta Robles, die nach eigenen Aussagen, ihren Wein ‚on the rocks' trinkt und wie es ihr passt, fand, dass Männer eher auf die Etiketten achten, während Frauen ihn degustieren. "Wir finden im Wein alle Geschmacksnuancen, auch ohne Verkostungsexpertinnen zu sein", um schließlich festzustellen: "Es gibt gute und schlechte Weine, nicht Frauen und Männerweine".

Die witzigste Einlage des Nachmittags kam von Nativel Preciado, nach einem Beitrag von Irene Lozano über die wunderbare Entstehungsgeschichte der Weingelage, die den Leuten vor Stauen die Münder offen stehen ließ.

Nativel Preciado: Ich war eine Jugendliche mit Söckchen und trank Wein, um Anstoß zu erregen

Nativel Preciado erzählte von ihrer ersten Bekanntschaft mit Wein, als sie noch jugendlich war und Söckchen trug. Sie trank ihn in kleinen Gläsern, um Anstoß zu erregen, bis sie sich in eine junge Frau ihrer Zeit verwandelt habe, die andere alkoholische Getränke wie Cuba libre oder Cavas vorzog. Und jetzt, in ihrer Reife genießt sie die ruhigeren Weine.

"Ich passe in jede Verbraucherstatistik: Ich tränke Weißwein und versuche, zum Rotwein zu wechseln, weil der gut fürs Herz ist; ich trinke Wein, in traurigen Stimmungen und in freudigen Augenblicken, wenn ich schreibe und wenn ich zu schreiben aufhöre; und meinen Romanen kommt das Wort Wein bis zu 100 Mal vor", sagte sie.

Es stimmt, dass früher in Spanien mehr Wein getrunken wurde, aber sie findet, "dass er damals nicht so wertgeschätzt wurde, weil er von schlechterer Qualität war", und plötzlich "hat man angefangen, ihn auf intelligente Art, als Ritual zu nehmen, da kamen Weine von höherer Qualität auf den Markt, denen merkt man die Mühe und die Ästhetik, die jede Flasche beinhaltet, richtig an", fügte die kürzlich aus La Rioja zurückgekommene Liebhaberin von Verdejos hinzu, um dann auf dem Podium fest zu stellen: "Wir Frauen haben einen spontaneren Zugang zum Wein, mit mehr Instinkt als die Männer, die trinken, um sich als Machos zu fühlen, während es für uns der reine Genuss ist", womit sie allgemeines Gelächter auslöste.

Die Bloggerin Irene Lozano ließ den Leuten vor Staunen die Münder offen stehen, als sie von der Geschichte des Weingelages erzählte

Die Bloggerin Irene Lozano überraschte das Publikum und ihre Kolleginnen des "Symposiums" ("was soviel bedeutet, wie zusammen zu trinken, und heute angemessener wäre als Podiumsdiskussion", fand sie) auf der Fenavin, als sie die Geschichte der Weingelage erzählte, ganz allmählich, von ihren Ursprüngen an, als Zeus seinen Sohn als Dionysos verkleidete, um ihn zu schützen, und ihn in die Obhut von Nymphen, Satyren und Musen gab, also in ein "sehr feminines Umfeld, das früher als weibisch bezeichnet worden wäre und heute als kosmopolitisch und metrosexuell gilt", sagte die Journalistin.

Die Geschichte ging im Römischen Reich weiter, als Dionysos sich in Bacchus verwandelte und zum Namensgeber der Bacchanalen, also Weingelage wurde, die eigentlich nur Zusammenkünfte von Frauen waren, um zu lachen und zu trinken, bis soviel Frohsinn die Machthaber verunsicherte, die begannen diese Treffen zu unterdrücken.

Marta Rivera de la Cruz: Heutzutage gehen wir Frauen mit dem Trinken besser um als die Männer

Die Schriftstellerin und Journalistin Marta Rivera de la Cruz, Autorin von "La vida después" (Das Leben danach) und "Que veinte años no es nada" (Zwanzig Jahre sind nichts), frischte Familienerinnerungen auf und erzählte eine Anekdote ihrer Großmutter, die ihr vor Jahren berichtete, wie eine Freundin in ihrer Jugend gewagt habe, in Galizien vor ihrem Freund ein Glas Wein zu bestellen und lauter bitterböse Reaktionen erntete, weil es sich für eine Frau nicht geziemte, Alkohol zu trinken.

Von dieser Begebenheit ausgehend kam sie auf Frauen zu sprechen, die sich im Wein verlieren, und nannte als Beispiel Madame Bovary, und dass sich das Blättchen in der westlichen Welt gewendet habe, und jetzt "wir Frauen mit dem Trinken besser umgehen als die Männer", wie die Journalistin fand.

Espido Freire: Der Weinwelt fehlen berühmte Leute, die ihn anpreisen

Die Romanautorin Espido Freire, Premio Planeta, begann ihren Beitrag mit der Bemerkung, dass es kaum etwas Verdächtigeres gebe, als drei lachende Frauen vor einem Glas Wein. Die Autorin liebt es, von Wein zu sprechen und sie nannte einige gängige Klischees. Für sie "trinken Frauen, die schon mit der Welt des Weins Bekanntschaft geschlossen haben, nicht anders als Männer, aber Anfängerinnen schon, denen schmecken eher die leichten Weine".

Bei diesem ersten Besuch auf der FENAVIN lobte sie die Messe, weil "die Weinwelt mehr Marketing von berühmten Leuten braucht, die den Wein und seine Derivate anpreisen". Und sie zeigte sich nicht abgeneigt gehen Cava zum Frühstück, Sherryweine und Weinen aus Ribera Sacra in Galicia.

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