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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Tamames merkt auf der FENAVIN an: Das Heil des Sektors liegt im Export, aber zu besseren Preisen

Der Professor für Wirtschaftsstruktur hielt am dritten und letzten Tag der Messe einen Vortrag zum Thema "Lässt sich ein önologisches Land mit 100 Weinen und 4000 Weingütern überhaupt regieren?"

12.05.2011 | 

"Das Heil des Sektors liegt im Export, doch man muss die Preise und die Werbung verbessern, da auf den neuen Märkten ein großer Konkurrenzkampf herrscht." Dies war eine der Schlussfolgerungen des Professors für Wirtschaftsstruktur, Ramón Tamames. Er hielt heute auf der FENAVIN einen Vortrag zum Thema "Lässt sich ein önologisches Land mit 100 Weinen und 4000 Weingütern überhaupt regieren?", der unter der Schirmherrschaft von "Vinos de la España de Don Quijote" stand.

Der bedeutende Experte der spanischen Wirtschaft betonte in seiner kritischen Betrachtung auch, dass es besonders wichtig sei, die Weinkultur mit einzubeziehen, die bei der Jugend praktisch nicht existiere. Außerdem bedauerte er den fehlenden Fortschritt im öffentlichen Sektor: Der Wein dürfe nicht mehr als Gift, sondern müsse als Lebensmittel angesehen werden.

Tamames erklärte auch, dass die Zukunft des Sektors in den großen Weinkellereien liege ? "intelligente Unternehmen, die F+E (anwendungsorientierte Forschung) nutzen sowie bestimmte Marken bewerben und verkaufen". In China stecke viel Potential, denn in diesem riesigen Land werden bislang nur rund 0,4 Liter Wein pro Einwohner und Jahr getrunken, "doch wenn man hier auch nur die Hälfte des EU-Durchschnitts erreicht, nämlich 15 Liter, dann wird China zum großen Supermarkt der Welt".

Der Vorsitzende der Beratungsstelle Efectó Dominó, Vicente Dalda, war mit der Moderation des Vortrags beauftragt. Er bezeichnete Tamames mit dem Lehrstuhl Gran Monet als Visionär, der bereits im Jahr 2002 in einem Bericht über das Bauwesen und die Infrastruktur in einem Szenario der wirtschaftlichen Verlangsamung die Krise vorhergesehen habe. Erwähnenswert ist überdies die Verleihung der Ehrendoktorwürde verschiedener Universitäten der Welt an Tamames, unter anderem durch die Universität Peking. Außerdem wurde er mit dem Wirtschaftspreis "Premio Jaime I de Economía" ausgezeichnet.

Tamames ist der Ansicht, dass es sehr schwierig, aber interessant sei, ein Mosaik aus 121 Regionen, 3500 Weinkellereien und 10.000 Marken zu regieren. Dieses herrliche Bild muss einige Grenzen überwinden wie das Stigma der "schlechten Kultur", das ihm die Regierung angeheftet hat. "Die Regierung hat dieses Lebensmittel zu einem Gift gemacht", meinte er und zitierte seinen Freund Félix López Palomero: "Das Problem des Weins ist, dass er keinen Glamour hat."

Neue Produzenten

Während des Vortrags im Rahmen der FENAVIN betonte der Wirtschaftswissenschaftler auch die wachsende Kompetenz bei den Exporten in die neue Welt. Damit meint er nicht nur China, Argentinien oder Brasilien, sondern auch Südafrika, Australien, Neuseeland, Russland und China ? "Länder, die sich zu großen Produzenten entwickeln können, wie das Vereinigte Königreich, das bereits seinen eigenen Wein mit über 100 Weingütern produziert".

Tamames sprach auch über die Millioneninvestitionen in den Sektor, die er größtenteils auf ein fehlerhaftes Marketing zurückführt: "Man muss auch in Werbung, Logistik und Know-how investieren, um sich die Märkte erschließen zu können." So beklagte er, dass es nicht genügend Investitionen in die Marken gebe, und hob exemplarisch die Musterbeispiele "Pingus" und "Freixenet" hervor.

Für Ramón Tamames ist es besonders wichtig, die aktuellen und "beunruhigenden" Exportpreise zu verbessern, die 2010 bei 1,09 Euro pro Liter lagen und bei Wein vom Fass auf 30 Eurocent gesunken sind. Solche Preise sind seiner Ansicht nach "ein absolut unerträgliches Ergebnis einer Exportstruktur, die wir verbessern müssen". Um zu wachsen, muss man sich dem Experten zufolge auf Unternehmen wie García Carrión konzentrieren ? den führenden Anbieter Spaniens und Nummer fünf weltweit in diesem Bereich, der Walmart beliefert und der führende Exporteur in die EU ist ? oder Félix Solís ? einen Pionier, der in Shanghai Unternehmen aufgebaut hat und Weingüter in den wichtigsten Weinanbaugebieten besitzt ?, Freixenet und Marta Romera, die sich für den Einsatz von F+E (anwendungsorientierte Forschung) stark machen.

Gegen Ende betonte er die Leistungsfähigkeit Chinas. Dort hat Spanien einen Marktanteil von 6 % mit einem Preis von durchschnittlich 76 Eurocents, "der sich weiterentwickeln kann". (Frankreich erreicht 40 % mit 3,72 Euro.) In dieser Hinsicht erläuterte er, dass unsere französischen Nachbarn mit drei Millionen Hektolitern die größten Weinkäufer Spaniens seien. Zum Abschluss bedankte Tamames sich für die hervorragende Organisation der FENAVIN.

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