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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Die jungen Leute für Wein zu begeistern, könnte die Lösung sein für den rückläufigen Binnenverkauf

Der Gastronomieexperte Gonzalo Sol leitete ein Podiumsgespräch über den rückläufigen Binnenkonsum von Wein und die möglichen Gründe und Lösungen

12.05.2011 | 

Während des letzten Messetags fand auf der FENAVIN 2011, unter dem Titel 'Rückläufiger Binnenverbrauch. Was haben wir falsch gemacht?', eine interessante Podiumsdiskussion statt, moderiert von dem Schriftsteller, Gastronomie- und Weinexperten Gonzalo Sol, der als Referenten den Winzer José Joaquín Moreno Chocano, Vorsitzender der Kooperative Los Pozos in Daimiel, und den Kellermeister Jesús Cantarero, Inhaber der Bodegas Fontana, auf dem Podium begrüßen konnte. Alle drei kamen zu einer ähnlichen Schlussfolgerung: Wenn es gelingt, die jungen Leute für Wein zu begeistern, wäre der Anstieg des Binnenverbrauchs garantiert.

Gonzalo Sol begann seinen Beitrag mit der Zeile aus einem Volkslied, um anschließend aus seinen Anschauungen keinen Hehl zu machen: "Hat einer drei Weingärten und das Wetter nimmt ihm zwei, der geb' sich zufrieden mit einem und dafür dankbar sei. Also ich will nicht dankbar sein. Wir müssen darum kämpfen, aus dieser Talsohle beim Binnenkonsum heraus zu kommen. Ein Land wie Dänemark, das den Wein erst kennen gelernt hat, nachdem es der Europäischen Union beigetreten ist, trinkt viermal soviel Wein wie wir. Was ich will, ist eine Studie anregen, in der die Situation diagnostizerit damit wir Lösungsansätze finden können."

Für den Träger des Spanischen Nationalen Gastronomiepreises ist es erforderlich, unsere Weine aufzuwerten und die Jugend davon zu überzeugen, sie zu trinken, denn er geht nicht davon aus, dass sich die Ursache für den dramatischen Rückgang bei Leuten jenseits der 40 finden kann. Allerdings ist er sich auch darüber im Klaren, dass der Verbrauch der 1970er Jahre nicht wieder zu erreichen ist, das um die 50 Liter lag, "aber 30 Liter pro Kopf, die müssten zu schaffen sein".

Wenn noch deutlichere Worte möglich waren, so suchte Jesús Cantarero sie, als er sagte: "Eine Zeitlang haben wir unsere Erzeugnisse in der Werbung regelrecht mystifiziert, als wir darum gekämpft haben, dass die Qualität der Weine anerkannt wird, die wir hier in Castilla-La Mancha herstellen. Im Zuge dieses Prozesses sind aber die Verbraucher auf der Stecke geblieben. Jetzt geht es darum, die jungen Leute wieder an Bord zu bekommen".

Der gleichen Meinung war José Joaquín Moreno Chocano und fand, dass man Wein "mit der Muttermilch" aufnehmen müsse. Der Winzer erinnerte sich an die Weinlesen seiner Jugend, wo während der Mittagspause der Weinschlauch herumgereicht wurde und zwar an jeden, ganz gleich wie alt.

"Wir haben uns angepasst und wollten von den Erträgen, von der Tradition leben, aber die neuen Generationen haben sich dafür entschieden, andere Erzeugnisse zu konsumieren, deshalb muss die Wiederbelebung der Tradition des Weintrinkens in den Familien beginnen", urteilte der Vorsitzende der Kooperative Los Pozos.

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