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Der Importeur Dan Siebers tritt als Referent beim Seminar ‚China, zwei Märkte für den Flaschenwein: Empfehlungen für spanische Bodegas', auf

Auf einem Seminar, das von dem Institut für Auslandspromotion von Castilla-La Mancha (IPEX) und der Stiftung Tierra de Viñedos veranstaltet wurde, erfuhren die Besucher mehr über Asiens Geschmäcker und seinen sichtbaren und unsichtbaren Markt.

11.05.2011 | 

Der Experte Dan Siebers, Sommelier, Leiter von ‚Summergate Wines' im Norden Chinas und ehemaliger China-Importeur, fasste auf der FENAVIN die Lage und das Potenzial des chinesischen Weinmarkts zusammen. Bei der Veranstaltung, die großen Anklang beim Publikum fand, sprach er von zwei potenziellen Märkten in China.

Der Vortrag begann mit guten Neuigkeiten: Der Konsum in China steigt schneller als das Bruttosozialprodukt des Landes. Zugleich warnte der Experte aber auch, dass viele Weinimporteure im Land der Mitte nach drei Jahren aufgeben müssten und nur wenige Weinvertriebsfirmen, wie Torres oder Solís, sich durch Geduld langfristig einen Platz haben erobern können.

Sichtbarer und unsichtbarer Markt

Laut Siebers gibt es zwei unterschiedliche Märkte in China, einen sichtbaren, der aus Restaurants und Supermärkten besteht, aber gerade mal 2% des Marktanteils ausmacht, und einen unsichtbaren, der persönliche und Firmengeschenke betrifft und einen großen Marktanteil ausmacht. Allerdings sei es sehr schwierig darin Fuß zu fassen, da er auf persönlichen Beziehungen basiere.

Siebers bestritt das Seminar gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Handelsreferenten des Spanischen Wirtschafts- und Handelsbüros in Beijing, Ignacio Mezquita, mit IPEX-Direktor Javier Vega und der Asien-Leiterin des IPEX, Marisa Flores. Mezquita betonte, dass der Verbrauch in China dieses Jahr 10% wachsen werde, während IPEX-Direktor von Castilla-La Mancha, Javier Vega, darauf hinwies: "Im Wirtschaftsjahr 2010 ist der Weinexport nach China beträchtlich gestiegen. Das Handelsvolumen von Castilla-La Mancha war in China größer, als in den USA. Auch der Verkauf von Bordeaux-Weinen an den asiatischen Riesen hat stark zugenommen."

"Spanien ist das Land mit dem größten Importwachstum für Flaschenwein in China", so Marisa Flores

Marisa Flores wies auf die Zahlen des chinesischen Zolls hin, die belegen, dass der Import von Flaschenwein im Jahr 2010 ein Volumen von 146 Millionen Litern erreicht hat, was gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 61% darstellt. Über 90% des Flaschenweins stammen aus Frankreich, Australien, Italien, Chile und Spanien, in der Reihenfolge ihres Exportvolumens. Im Fall von Spanien bedeutet das eine Zuwachsrate von 105% - also der höchsten. Trotzdem liege Spaniens Marktanteil zurzeit noch bei nur 6,5%.

Flores spricht auch über den Inlandsmarkt: "Es wird geschätzt, dass 90% des Weins, der in China konsumiert wird, von großen chinesischen Abfüllern stammt, die offene Weine aus Chile, Spanien und anderen Ländern kaufen. Marktführer sind hier die Firmen Great Wall, Dynasty und Changyu. Dieser Wein beherrscht das Marktsegment für preisgünstigen Wein."

Importierter Flaschenwein hat einen Marktanteil von 10%. Das Marktsegment hat gute Aussichten und reale Wachstumschancen, sowohl in Umsatz als auch in Volumen. Und hier gebe es, laut Marisa Flores, auch die besten Handelsmöglichkeiten, sowohl zwischen für Marktführer als auch für Newcomer.

Die Marke ist sehr wichtig

Als wichtigen Aspekt betonte Flores, wie zuvor Mezquita, die Marke. Um als Nation wertgeschätzt zu werden, komme es darauf an, entweder eine Weinmarke für den chinesischen Markt zu kreieren oder den Ruf der Marke Spanien international zu verwerten.

In mehreren zweitrangigen Städten entstehen Vertriebsnetzwerke, da nicht alle chinesischen Städte von den Importeuren beliefert werden können und diese auch nicht alle Marktnischen, wie etwa die ökologische bedienen.

Zum chinesischen Geschmack sagten die Experten, dass man im Land der Mitte Rotwein dem Weißwein vorzöge, auch wenn der Konsum des Letzteren in der gehobenen Mittelschicht steige. Es gebe außerdem unter chinesischen Verbrauchern eine große Nachfrage nach Kursen, Zertifikaten und Seminaren zu allgemeinem Weinwissen und Weinverkostungen sowie umweltverträglichem Tourismus.

Etikettendesign nach chinesischem Gusto

Die Experten machten klar, dass man sich beim Design der Flaschenetiketten an die Gewohnheiten und den Geschmack des chinesischen Weinkunden anpassen müsse. Die Farben, die hier auf viel Anklang stoßen, sind vor allem Rot- und Goldtöne. "Wir müssen uns in den asiatischen Konsumenten hineinversetzen und nicht nur vom Geschmack des westlichen Verbrauchers ausgehen", meint Javier Vega.

Die beliebtesten Rebsorten in China sind Cabernet, Merlot, Syrah und Pinot Noir bei Rotwein und Chardonnay uns Savingnon Blanc bei Weißwein.

Wichtige Firmen und einflussreiche Zeitungen

Dem IPEX von Castilla-La Mancha ist es gelungen, an die hundert asiatische Einkäufer zur FENAVIN einzuladen. Darunter seien bedeutende Firmen, wie ASC Fine Wines, COFCO, Maxford Wines und Grupo TEMPUS, fügt IPEX-Direktor von Castilla-La Mancha hinzu. Und er gibt zu bedenken: "China gehört zu den höchstnotierten Märkten, in diesem Land gilt der Weinkonsum als ein Zeichen für Gesundheit. 20% des insgesamt von China konsumierten Weins, wird importiert - ein Bereich, in dem Spanien viel zu bieten hat", so Javier Vega.

Außerdem sind Fachjournalisten wichtiger Zeitschriften, wie Food and Wine aus Beijing; Wine and Spirits aus Shenzhen und Wine aus Guangzhou - beide aus Südchina - oder Wine News, eine Online-Zeitschrift, zur Messe angereist.

Der Experte fügt hinzu: "Über 600 Millionen Chinesen sind in den letzten 30 Jahren aus der Armut aufgestiegen und durch ihre neuen finanziellen Möglichkeiten zu sehr attraktiven potenziellen Kunden geworden."

Der chinesische Markt wird heute ohne Zweifel sehr hoch gehandelt, wie man bereits in den letzten Jahren auf der FENAVIN sehen konnte. Zu einem beliebten Ziel für Export und Investition machen ihn seine zwar eigenwillige, aber konstante Annäherung an den Weinkonsum und seine überwältigende Bevölkerung von 1.300 Millionen Menschen.

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