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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Die Winzer sollen den Verbraucher nicht erziehen, sie sollen ihn verführen"

10.05.2011 | 

Paul Wagner, internationaler Weinberater und Vorsitzender des Unternehmens Balzac Communications & Marketing, legte meisterhaft die Merkmale und Eigenheiten des US-amerikanischen Verbrauchers dar, sowie die aktuelle Lage des größten Weinmarktes der Welt.

Wagner stellt ohne Umschweife fest, dass die Zukunft des Weins in den USA der "Milleniumsgeneratin" gehört, junge Leute beiderlei Gescchlechts, zwischen 16 und 32 Jahren, "die furchtlos sind, die modernen Medien und die Vernetzung beherrschen und die Welt anders sehen." Diese neue Generation stellt uns vor eine große Heruasforderung: Wie sollen wir diesem Bevölkerungssegment Wein verkaufen. Aber es gibt nur eine Art, es zu schaffen: zu denken wie sie. Was für einen Wein mögen diese jungen Leute? Sie wollen eine Geschichte, sie wollen sich in den Wein verlieben, eine Flasche öffnen, abdriften und irgendwohin reisen, wo es schön ist. Denn für sie ist Wein nicht nur ein Getränk, er ist das Ticket für eine Reise an fremde Orte, in andere Länder. Aber "die Winzer ent- und verführen sie nicht, sie reden nur von ihrem Wein, obwohl sie eigentlich diesen Traum verkaufen müssten, diese Reise, und zwar mit dem Herzen, nicht mit den Sinnen. Es ist wichtig zu begreifen, dass der Verbraucher kein Önologe sein muss, um einen Wein zu genießen."

Wagner stellt fest, dass "im Hinblick auf die Weinqualität viele spanische Bodegas und Weine über sämtliche Voraussetzungen verfügen, um im amerikanischen Markt zu triumphieren. Allerdings haben sich erst sehr wenige die Mühe gemacht, sich von anderen Weinländern abzusetzen. Aus kommerzieller Sicht und was das Marketing angeht, braucht der Verkaufsansatz für spanischen Wein einen Strategiewechsel. Seit Jahren beschränkt man sich auf Barricas, Boden, Klima und Gärung. Umgekehrt braucht der Verbraucher kein Önologe zu sein, um den Wein zu genießen. Der Wein soll die Kultur der Region vermitteln, aus der er stammt, er soll als Symbol für die Musik, die Dichtung, die Architektur, die Geschichte und das wahre Leben der Menschen stehen, die in der betreffenden Gegend wohnen, auf diese Art kann man den Wein auch verkaufen."

Ohne jeden Zweifel ein interessanter Vortrag, der durch seine wichtigste Schlussfolgerung erfrischte: "Beim Wein geht es nicht um Kenntnisse und Daten, und der Winzer soll den Verbraucher nicht erziehen, er soll ihn verführen". Eine Behauptung die die Marketing-Strategien der meisten Weingüter über den Haufen wirft, die nur von Weinanbau, Geologie, Botanik, organoleptischen Eigenschaften … sprechen. So gesehen ist das "Hintertreffen" spanischer Weine in diesem Markt kaum verwunderlich.

Über Paul Wagner

Er gilt als wahrer Weinguru und lebt in Napa Valley, Kalifornien, also in einer der angesehensten Weinbauregionen der Vereinigten Staaten, ist Vorsitzender und Gründer des Unternehmens Balzac Communications & Marketing und bedient einen großen internationalen Kundenstamm. Außerdem lehrt er als Dozent in der Abteilung für Weinbau und Önologie im Napa Valley College der Golden Gate University und ist seit Jahren Gastdozent an der Sonoma State University, an der MIB School of Management in Trieste, an la Universität von Dijon und am Satellitencampus der UC Berkeley mit den Themen Geschichte des Weins, Marketing und Weinerzeugung.

Auf internationalem Niveau ist er ein gefragter Referent über Wein und dessen Vermarktung, auch bei Präsentationen anlässlich der Nationalkonferenz der Society of Wine Educators und der American Wine Society.

Außerdem ist er beteiligt an verschiedenen Fachpublikationen und ein anerkannter Weinverkoster, was ihn als Jurymitglied in bekannten nationalen und internationalen Winzerwettbewerben auszeichnet.

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