Le informamos que utilizamos cookies propias y de terceros para ofrecerle un mejor servicio, de acuerdo con sus hábitos de navegación. Si continúa navegando, consideramos que acepta su uso. Puede consultar nuestra Política de Cookies aquí.

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Buscador

Buscar

SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

'Vinos Naturales' - traditionell hergestellte Weine zeigen sich auf der FENAVIN als Trend mit Zukunft

10.05.2011 | 

Der erste Tag der Spanischen Weinmesse FENAVIN begann mit der Vorstellung eines vielversprechenden Trends: 'Vinos Naturales', besondere Weinsorten, die nach den traditionellen Weinbaumethoden hergestellt werden. Unter dem Titel "Vinos Naturales, die wahren Terroir-Weine" gaben Julián Ruiz Villanueva, Gründungsmitglied der spanischen Vereinigung der Erzeuger der 'Vinos Naturales' (PVN), Jorgen Ljostad, Weinbauer von italienischen 'Vinos Naturales', Álvaro Marcos, Chefsommelier im Restaurant Home House Londres und Manuel Villanueva vom Weingut Barranco Oscuro, eine Einführung in die Besonderheiten und Bedeutung dieser Art von Weinen in Europa. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung von Esencia Rural durchgeführt.

Julián Ruiz erklärte zunächst, was man unter einem 'Vino Natural' versteht: einen Wein, der mit möglichst wenig äußerer Einwirkung hergestellt wurde. Das Ergebnis ist ein getreues Abbild des Bodens, auf dem der Wein gewachsen ist. Der Unterschied zu biologisch angebauten Weinen besteht darin, dass diese orthodoxer sind, was das Verbot von mineralischen und chemischen Produkten angeht. "Unser Ziel ist es, den Anbau möglichst einfach zu halten und keinerlei Produkte zu verwenden, die das Naturprodukt Wein verändern könnten."

Manuel Valenzuela vom Weingut Barranco Oscuro berichtete von seinen Erfahrungen als Pionier bei dieser Art von Weinbau: "Man muss vergessene Traditionen wiederentdecken und sie an neue Gegebenheiten anpassen, ohne dabei die Natur aus den Augen zu verlieren."

Im Anschluss daran präsentierte Jorgen Ljostad, der im italienischen Piemont 'Vinos Naturales' anbaut, einen internationalen Ansatz und berichtete von seinen Erfahrungen als Erzeuger und norwegischer Importeur. Ljostad hält es für "wichtig, diese Art von Weinen vorzustellen, denn sie kommen bei Weintrinkern sehr gut an. Die Entwicklung in diesem Bereich in Spanien ist sehr vielversprechend, und auch international ist ein positiver Trend für diese Art von Produkten zu beobachten."

Der Chefsommelier des Restaurant Home House de Londres bestätigt diesen Trend: "Es gibt heute immer mehr 'Vinos Naturales', das Wachstum in den letzten fünf bis sechs Jahren war spektakulär. Beim ersten Mal sind diese Weine vielleicht ungewohnt zu trinken, aber sie lassen sich hervorragend kombinieren."

Ungefähr 30 Weingüter in Spanien

Gemäß den Vorgaben der spanischen Vereinigung der Erzeuger von 'Vinos Naturales', der momentan 30 Weingüter angehören, müssen diese Weine folgende Kriterien erfüllen: umweltfreundlicher Anbau; Erhalt der natürlichen Umgebung; der Weinbauer ist verantwortlich für den gesamten Herstellungsprozess, den Weinberg, sowie alle Arbeiten und Entscheidungen; Authentizität und Einzigartigkeit durch das Verbot des Einkaufs von Weinen und durch das Festhalten an Handarbeit; außerdem darf der Gesamtgehalt an Schwefelanhydrid nicht mehr als 20 mg/l betragen.

Julián Ruiz sprach zum Abschluss über Markttendenzen hin zu natürlichem Anbau und natürlicher Erzeugung von Weinen und Nahrungsmitteln. Ruiz ist Gründer der Bodega Ecologica Bruno Ruiz, dem ersten Weingut in der Provinz Toledo, das Weine biologisch anbaut, Gründungsmitglied der Vereinigung PVN und Generaldirektor der Firma Esencia Rural, die sich auf in Handarbeit hergestellte Produkte spezialisiert hat. Er erklärte, Spanien habe gegenüber anderen Erzeugerländern wie Frankreich oder Italien noch einiges aufzuholen, auch wenn in der Region La Mancha bereits einige außergewöhnliche und strukturierte Weine, elegant in Nase und Mund, angebaut würden.

"Als Weinbauland hat Spanien ohne Zweifel viele Möglichkeiten und ein großes Potenzial, doch es fehlt uns an Erfahrung." Spanien muss darauf achten, nicht den Anschluss zu anderen europäischen Ländern zu verlieren, bei der aktuellen Tendenz hin zu biologischen, natürlichen und biodynamischen Weinen. Diese drei Bezeichnungen beruhen auf ähnlichen Parametern, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Was sie gemeinsam haben, ist die Ablehnung der Homogenisierung und der 'industriellen' Bearbeitung von Weinen, mit dem Ziel einen Wein zu erhalten, der seine eigene Persönlichkeit von Terroir und Rebsorte entfaltet.

Volver