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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der US-amerikanische Blogger Robin Goldstein hinterfragt die Empfehlungen in Weinführern

"Der Markt verlangt nach Qualitätswein unter 10 Euro"

10.05.2011 | 

Der US-amerikanische Blogger Robin Goldstein hielt diesen morgen einen Vortrag auf der Spanischen Weinmesse FENAVIN, die von heute bis zum kommenden Donnerstag in Ciudad Real veranstaltet wird. Goldstein kritisierte Weinführer und die Bewertungen internationaler Wein-Gurus, wie Robert Parker, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind und die Preise und Trends auf dem Weinmarkt beeinflussen

Goldstein hat in Harvard Neurologie studiert und besitzt einen Abschluss in Jura von der Universität Yale. Auf seinem Blog spricht er sich für eine Doppelblindverkostung aus - nur so könne die ehrliche Bewertung eines Weins garantiert werden. "Das wichtigste ist doch, dass man den Wein genießt, nicht welchen Preis oder welches Etikett er hat", so Goldstein. Er erzählt von seiner Erfahrung, dass die meisten Leute sich bei einer Blindverkostung eher für die günstigen Weine entscheiden. "Ich will damit nicht behaupten, dass teurer Wein schlecht ist, sondern dass wir eine künstliche Verbindung zwischen Qualität und Preis eines Weins herstellen. Man muss sich also bewusst machen, dass der Preis kein objektiver Faktor für die Bewertung eines Weins ist - das wichtigste Kriterium ist, dass er schmeckt", erklärt der Blogger.

In der momentanen Finanzkrise haben Weinkunden andere Ansprüche und ziehen preiswerte Weine vor. Mit Blindverkostungen und anderen Verfahren konnte der Weinkritiker beweisen, dass günstige Weine bei der Verkostung mehr Zuspruch finden, als die teuren Weine, die von großen Wein-Gurus empfohlen werden. "Die Experimente haben ergeben, dass der Genuss bei Weinen über 25,- US-Dollar pro Flasche drastisch abnimmt. Die besten Ergebnisse haben in den USA Weine unter 15.- US-Dollar und in Europa Weine unter 10,- US-Dollar erzielt", so Goldstein.

Er glaubt, dass der Parkers Weinführer für Wein unter 15,- US-Dollar möglicherweise die Bewertungen seines Teams bei The Wine Trials 2011 beeinflusst haben könnte. Der Blogger fragt aber auch, ob die Kunden Weinführer wirklich brauchen und kommt zu dem Schluss, dass die Meisten sich für Wein interessieren, der weniger als 15,- US-Dollar kostet.

Goldstein weist auch darauf hin, dass es schwer ist, Weinkritiker mit einem seriösen Zertifikat zu finden, das ihre Weinkenntnisse bestätigt. Er berichtet, dass einige der Prüfungen für Kritiker viel zu wünschen übrig lassen. Dahinter stünden oft die persönlichen Interessen von Winzern und Industrie, denen viel daran gelegen ist, dass in Weinführern teure Marken gelobt werden.

Auf seinem Vortrag kritisierte der Blogger außerdem die Literatur zur Weinbestimmung. Als Beispiel nennt er die vielen Begriffe für organoleptische Definitionen und Beschreibung von Sinneswahrnehmungen, die von Kritikern gerne genutzt werden: "Quittennote, Erdbeernote, Milchschokolade, Bratapfel, Winterbirne… Haben Sie wirklich diese Empfindungen, wenn Sie während des Abendessens einen Wein trinken? Sind diese Bezeichnungen treffend?"

Darauf sprach Goldstein von Weinen, denen Kritiker, wie Parker wenig Beachtung schenken. Dabei nennt er den katalanische Cava, den er für eine günstige Alternative zum Champagner hält, und den Roséwein aus der Provence. Der Blogger hofft, dass die Weinkritiker ihren Kurs bald ändern werden und ihre Arbeit besser auf die Bedürfnisse des Durchschnitts-Verbrauchers abstimmen.

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