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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der russische Botschafter in Spanien bestätigt die zunehmende Präsenz von spanischem Wein in seinem Land und betont, wie wichtig es ist, einen Markt für die Mittelschicht zu schaffen

Der Diplomat Alexander I Kuznetsov hat die FENAVIN besucht an einem Podium teilgenommen, bei dem Winzer und Aussteller sämtliche Optionen und Aspekte des Weinexports von Spanien nach Russland kennen lernen konnten

10.05.2011 | 

In diesem Jahr hat die Spanische Weinmesse (FENAVIN), die vom 10. bis 12. Mai in Ciudad Real stattfindet, namhafte Experten und Fachleute zu einem Vortrag über die Stellung des spanischen Weins in Russland einberufen; als Ehrengast war der russische Botschafter von Spanien, Alexander I Kuznetsov, dabei, der die zunehmende Präsenz von spanischem Wein in seinem Land bestätigte und betonte, wie wichtig es ist, einen Markt für die Mittelschicht zu schaffen.

In diesem Sinne hat die informative Veranstaltung 'Spanischer Wein in Russland' vom heutigen Morgen mit ihren verschiedenen Beiträgen Winzern und Ausstellern der Messe sämtliche Optionen und Aspekte des Weinexports von Spanien nach Russland nahe gebracht. Die Beiträge kamen, außer von dem russischen Diplomaten; von Alesia Slizhava, Expertin für den russischen Weinmarkt; von José Manuel Pérez Pascuas, Winzer; von Javier Gila, Sommelier in Lavinia; und von Javier Sánchez Lázaro, Unternehmer. Der Historiker und Journalist Jesús Palacios hatte die Leitung.

Als Diplomat mit einer brillanten Laufbahn, promovierter Historiker und großer Kenner des spanischen Weins, räumte Botschafter Kuznetsov dem spanischen Wein in seinem Land sehr gute Aussichten ein, sofern ein größerer Werbeeinsatz unternommen werde und der Mittelklasse Weine zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden könnten, denn die fehlten bisher in der Russischen Föderation.

531 Millionen Liter Wein im Jahr 2010

Zahlenmäßig stellt sich das so dar: Russland importierte im Jahr 2010 insgesamt 531 Millionen Liter Wein aus aller Welt. Die Präsenz des spanischen Erzeugnisses stieg auf über 40%, womit es mengenmäßig den dritten Platz einnimmt, aber vom Umsatz her nur den siebten. Diese Differenz, so erklärte Kuznetsov, sei darauf zurückzuführen, dass fast die Hälfte des von Russland importierten spanischen Weins im Gebinde kommt, obwohl der Import von abgefülltem Wein und Schaumwein aktuell steige. Der Diplomat erklärt, dass Wein für den russischen Bürger etwas Neues darstelle, aber seine Kultur befinde sich derzeit in einer rasanten Entwicklung und daher sei der Weinmarkt sehr dynamisch, "weshalb der Weinhandel zwischen Russland und Spanien gute Aussichten hat".

Der russische Botschafter erklärte, dass im Markt seines Landes ein starker Wettbewerb herrscht, wo sämtliche Weinerzeugerländer präsent sein wollten. Der beste Maßstab für die Position eines Weins seien die großen Supermärkte, betonte Kuznetsov. Was Spanien betrifft, so liege der Widerspruch darin, dass es einerseits viel Wein im Gebinde gebe, "aber das ist sozusagen anonymer Wein, da wird die Marke Spanien gar nicht wahrgenommen", und andererseits Marken, wie Rioja, Ribera de Duero, Priorato, sehr bekannt sind.

Der russische Diplomat findet aber: "Es fehlen spanische Weine mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis für die Mittelklasse. Dieses Produkt ist in den Regalen der Lebensmittelmärkte nicht zu finden". Derzeit beherrschen die Weine aus Chile, Argentinien und anderen Ländern das Angebot und dominieren den Markt.

Viel versprechende Zukunft für Weine aus Castilla-La Mancha

Was das Weinbaugebiet von Castilla-La Mancha betrifft, so versicherte Botschafter Kuznetsov, dass die Region eine große und viel versprechende Zukunft als Weinexporteur nach Russland habe, "aus dem einfachen Grund des beeindruckenden technologischen Fortschritts, den die Weingüter gerade erleben. Flaschenweine von hoher Qualität kommen aus Provinzen wie Ciudad Real und Toledo. Ich glaube", fügte er hinzu, "dass genau dies der Wein ist, der dem chilenischen Angebot Konkurrenz machen kann, das ja ein hervorragendes Preis-Qualitäts-Verhältnis hat". Er betonte allerdings, dass man an eine einheitlichere, intelligentere, nachdrücklichere und aggressivere Handelsstrategie brauche, "um sich einen Platz im russischen Markt zu sichern, schließlich habt Ihr doch alles, was ihr für eure größere Präsenz dort braucht".

Zum Abschluss bekannte sich der russische Botschafter zum mäßigen Weingenuss, er schätze Wein besonders als Möglichkeit, Freundschaften zu pflegen, für die zwischenmenschlichen Beziehungen und wegen seiner Kultur. Er verriet, dass er viele Freundschaften zu Winzern in Castilla-La Mancha sowie in Castilla und León unterhalte, wo er (von Valdepeñas und Ribera de Duero) zum Ehrenbruder ernannt worden sei. Er sagte, dass es ihm eine Freude sei, die FENAVIN zu besuchen, "ich war schon häufig auf Weingütern in Castilla-La Mancha und schätze die Qualität des Weins".

Der Leiter der Veranstaltung Jesús Palacios findet, dass sich der spanische Wein in Russland steigend, aber sehr sprunghaft, entwickelt habe. Nach seiner Meinung sind die Aussichten auf dem russischen Markt mittelfristig sehr viel interessanter als in anderen wachsenden Weinmärkten wie China, Japan oder Australien. Allerdings gesteht er, um den spanischen Qualitätswein in Spitzenpositionen zu befördern, wie die spanischen Oliven oder das kaltgepresste Olivenöl, "muss man sehr viel tun, die Klippen der russischen Zollbürokratie überwinden und vor allem immer wieder auf Qualität setzen und sie fördern und bekannt machen, damit der spanische Wein zu einer stabilen, wachsenden und für den russischen Verbraucher klar definierten Größe wird".

Pro-Kopf-Verbrauch zwischen 5 und 7 Liter

Der durchschnittliche Weinverbrauch liegt bei 5 bis 7 Litern pro Person und Jahr, "obwohl sich diese Tendenz graduell verändert", gibt er an. In Großstädten wie Moskau oder Sankt Petersburg, erklärt der Önologe, werden zum Großteil billige Tafelweine unter drei Euro umgesetzt, obwohl es durchaus eine Bevölkerungsschicht mit einer starken Kaufkraft gebe, die teure und sehr teure Weine trinkt, ohne auf den Preis zu achten, und eine aufsteigenden Mittelschicht, die regelmäßig Weine mittlerer oder hoher Kategorie konsumiert.

Was die Erzeugnisse aus der Mancha angeht, lobt Palacios Initiativen wie die der Vinos de la España del Quijote (Weine aus dem Land des Quijote), "das ist eine gute Visitenkarte, aber solche Initiativen müssen mit der guten Qualität und der Vorzüglichkeit verknüpft werden". Ebenso, ist er davon überzeugt, dass die Marke Spanien in Russland mit staatlich geförderten Werbekampagnen bekannt gemacht werden sollte.

"Für die Weine des oberen und Spitzensegments muss geworben werden "

Die promovierte Politikwissenschaftlerin Alesia Slizhava und Fachfrau für die Einführung spanischer Weine nach Russland, hat ihrerseits in einem Beitrag auf die Schwierigkeiten und die Hindernisse hingewiesen, mit denen sich der spanischer Wein in Russland auseinander setzen muss.

Momentan arbeiten über 80 spanische Weingüter mit Russland, und die bekanntesten und beliebtesten Weine dort stammen aus La Rioja, Ribera del Duero, Priorato, Navarra, Jerez und Penedés, wobei Weine aus mehr als 30 Regionen in Russland verkauft werden. Für die Expertin, "liegt es auf der Hand, dass andere Herkunftsbezeichnungen eingeführt werden müssen und der spanische Wein des oberen und Spitzensegments sehr viel bekannter gemacht werden muss. Denn der Russe mag neue Dinge, das was in Mode ist; hinzu kommt, dass die Kaufkraft der russischen Mittelklasse steigt".

Unter den Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt, nennt Slizhava "das schlechte Image des spanischen Weins, wegen der billigen Exportweine schlechtester Güte, die ein Großteil der Nachfrage abdecken, "viele von diesen Exportweinen im Gebinde werden in Russland abgefüllt und oft in unterschiedlichen Mischungen als 'spanischer Wein' verkauft, was langfristig dem spanischen Wein mächtig schaden kann".

Nach Ansicht der weißrussischen Expertin könnten gute Marktaktionen für den spanischen Wein diesen fördern, und natürlich die Niederlassung spanischer Firmen.

"Es wäre spannend, von der Gastronomie unterstützt zu werden, zum Beispiel mit der Kombination von Käse, Schinken und Olivenöl".

Der bekannte spanische Sommelier Javier Gila beschrieb auf der FENAVIN-Veranstaltung den Weingeschmack der Bewohner Russlands. "Sie bevorzugen kräftige, strukturierte Weine aus anerkannten Weinbaugebieten und haben eindeutig eine Vorliebe für Spitzenweine und Exklusivität". Als Sommelier im Hotel Ritz und in Lavinia, gab er dem Publikum einen Einblick in die Konsumgewohnheiten seiner russischen Gäste in diesen renommierten Einrichtungen.

Gila bekräftige seinerseits die Notwendigkeit, einen Markt für die aufstrebende Mittelschicht in Russland zu schaffen, denn "Wir haben hervorragende Weine, die wir mit der Mittelschicht teilen könnten, nachdem sich die Konsumneigungen dieses Marktes verändert haben. Vor 20 Jahren verlangte er nämlich nur nach Wodka, heute will er Wein. Und es gibt auch schon mehr Wissen zu diesem Erzeugnis, wo bis vor kurzem noch der Preis mit der Qualität gleichgesetzt wurde".

Auch der Unternehmer José Manuel Pérez Pascuas hat als Exporteur des Weinguts in Ribera de Duero (Hermanos Pérez Pascuas) von Wein nach Russland, zu dieser Veranstaltung der FENAVIN interessantes beigetragen. Pérez Pascuas erklärte, dass er gleichzeitig "begeistert und überrascht" über seinen Erfolg in der Oberschicht sei, bei Privatkunden, Fachgeschäften und Restaurants der oberen Kategorie. "Wir hätten nie mit soviel Erfolg gerechnet", betonte er. Im Unterschied zu anderen Ländern, so der Winzer, könne er in Russland teuren Wein zu hohen Preisen verkaufen.

Pérez Pascuas verrät, dass er von den auf seinem Weingut insgesamt produzierten 550.000 bis 600.000 Flaschen 20.000 Flaschen in Russland absetzt. "Das ist eine bemerkenswerte Rate, die trotz der Krise noch steigt, denn wer in Russland Geld hat, hat viel Geld". Der Unternehmer aus Kastilien glaubt, dass die russischen Importeure und Handelsagenten die Unterstützung und "die Liebe" der Weingüter brauchen, weshalb er diesen auch rät, direkt ins Land zu gehen und sich dort mit Verkostungen, Präsentationen etc. einen Namen zu verschaffen.

Von den 35 Ländern, in die dieses Weingut aus Castilla y León exportiert, nimmt die Russische Föderation den 3. oder 5. Platz ein. Das Weingut wurde 1980 gegründet und seine Marken sind u.a. 'Viña Pedrosa' und 'Pérez Pascuas', neben 'Cepa Gavilán' und 'Finca la Navilla'.

Nach Ansicht von José Manuel Pérez, "brauchen wir uns in einem so kompetenten Markt nicht mit dem Elite-Segment zufrieden geben. Jetzt geht es darum, uns dafür stark zu machen, dass wir das Niveau von Ländern wie Frankreich und Italien erreichen".

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