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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der Schriftsteller José Luis Morales lässt die Weinlese seiner Kindheit in den Fünfziger Jahren auf der FENAVIN wiederaufleben

Der Dichter aus Ciudad Real und Träger des internationalen Miguel-Hernández- Preises wird die Gäste seines Vortrags mit erinnerten Anekdoten aus seiner Kindheit auf dem Weingut der Großeltern bestimmt nicht enttäuschen.

07.05.2011 | 

Der Journalist, Buchautor und Professor José Luis Morales wird die Fachbesucher der Spanischen Weinmesse, die vom 10. bis 12. Mai stattfindet, in die Erinnerungen seiner Kindheit rund um die Weinlese auf dem großelterlichen Gut entführen.

Der Lyriker und Träger der Internationalen Miguel-Hernández-Preises für Dichtkunst, wird in seinem Vortrag 'Weinlese in meiner Kindheit (50er Jahre)', am 10. Mai um 18.00 Uhr Kuriositäten und gelebte Erfahrungen eines Kindes von damals, als ein Weinberg noch härteste Arbeit bedeutete, aus seinem Gedächtnis pflücken.

Der Gründer der Gruppe Guadiana und des Magazins Manxa von Ciudad Real bezeichnet sich selbst als Weinliebhaber, "und fleißigen Genießer" der guten Weine aus der Mancha und Spanien.

Morales (Fernán Caballero, Ciudad Real, 1955) wird seine Zuhörer mit den vor über 50 Jahren erlebten Höhen und Tiefen auf dem Weingut der Großeltern 'La Puebla' (Ciudad Real) unterhalten, das am anderen Ufer des Flusses Jabalón, an der Landstraße Calzada de Calatrava lag, "und wo es weder fließendes Wasser, noch Strom und auch keinen Lehrer gab", berichtet er.

Damals, erinnert er sich, gehörte die Weinlese zu den gemeinschaftlichsten Aufgaben, an denen sich die ganze Familie beteiligte: von den Kindern, die wie Wasserträger den Kübel oder den Korb hielten, über die Väter und Mütter der Familie, die "von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang" schufteten, um die Ernte einzubringen, und die Großeltern, die sich um das Essen kümmerten, "ein Brei oder in der Pfanne auf einem Dreifuß gebackene Mehlspeisen, die mit einem Brotkanten verzehrt wurden". Anschießend kehrte man mehrere Kilometer weit an die Arbeit zurück, zu Fuß, um das Vieh nicht zu sehr zu ermüden, fügt er hinzu.

Weiße und rote Trauben auf ein- und demselben Weinberg

Aus seiner persönlichen Erfahrung und Erinnerungen, "denen die Literatur bisweilen mehr auf die Sprünge hilft als das Gedächtnis", war die Weinlese ein Fest, denn es kamen zahlreiche Tagelöhner aus einem Dorf von Toledo auf das Weingut seiner Familie, und "zu den 50 bis 60 Arbeitern gesellten sich weitere, meist junge Leute, so dass in den Schlafsälen immer was los war, auch fehlte es nicht an sexuellen Begehrlichkeiten". Er erinnert sich, dass es in jenen Jahren "eine ernstzunehmende Angelegenheit war", wenn man die Wade einer Frau erblickte, die damals noch mit Kopftüchern und in langen Röcken zur Messe gingen. "Man stelle sich vor, was es für einen Jungen bedeutete, den Arbeiterinnen bei ihrer Körperwäsche im Fluss zuzusehen".

Er erzählt, dass es auf dem Weingut seiner Familie keinen Weinkeller gab, "nur die Pflanzung, wie es in meiner Familie hieß". Die Trauben wurden auf Esels- und Pferdekarren zur Genossenschaft nach Miguelturra oder Fernán Caballero gebracht. Es waren zum Großteil helle Trauben der Rebsorte Macabeo oder Airén, sehr viel weniger rote Cencibel oder Tempranillo, "sie wuchsen alle zusammen auf demselben Weinberg, wurden aber getrennt gelesen, trotzdem kamen wir manchmal durcheinander".

Diese und viele andere, teils witzige und kuriose Begebenheiten, wie die mit dem Eis, oder die vom über die Ufer tretenden Fluss Jabalón, oder die von einem Lastwagen aus dem 2. Weltkrieg und die vom Papststuhl, werden ihre Wirkung beim Publikum dieses Vortrags nicht verfehlen, der nach Aussagen des Referenten nur eins zum Ziel hat: Den Zuhörern ein Lächeln aus Gesicht zu zaubern, "Beschwerden", so sagt er, "werden nur entgegengenommen, wenn einer nicht zum lachen gebracht worden ist."

Bei seinem Vortrag im Rahmen der FENAVIN wird Morales von dem Rechtsanwalt und Miteigentümer der Bodegas Arúspide (Valdepeñas), Agustín Gil del Pino, begleitet werden, mit dem er literarische Vorlieben und Freundschaften teilt, z.B. die zum verschwundenen und oft erinnerten Paco Creis, der mit Gil die Gruppe A7 ins Leben rief.

José Luis Morales hat Philosophie und Geschischte studiert, ist "Journalist auf dem Papier, nicht von Beruf", Schriftsteller und Dichter. Er hat sechs Gedichtbände veröffentlicht - für die er mit vier nationalen (darunter den Spanischen Preis José Hierro) und einen internationalen Preis (den 'Miguel-Hernández-Preis') ausgezeichnet wurde -, zwei Kritiken, zwei Theaterstücke und zahlreiche Reisebücher.

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