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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete tragen Daten und Studien zu den Vorzügen eines gemäßigten Weinkonsums zusammen, der sogar gesünder sei als die Enthaltsamkeit

Der Leiter des Allgemeinen Krankenhauses von Ciudad Real, Jesús Fernández Sanz, wird die Podiumsdiskussion "Wein und Gesundheit" auf der FENAVIN moderieren, deren Botschaft die zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften eines moderaten Weinkonsums sein wird

03.05.2011 | 

Fachärzte für Kardiologie, den Verdauungsapparat, Endokrinologie, Psychiatrie und Rheumatologie werden auf der Spanischen Weinmesse, die vom 10. bis 12. Mai stattfindet, auf den Nutzen von Wein für die Gesundheit zu sprechen kommen, sofern er als Lebensmittel in den angemessenen Mengen getrunken wird.

Die zum zweiten Mal auf der FENAVIN veranstaltete, vom Allgemeinen Krankenhaus von Ciudad Real organisierte und von der Stiftung "Land der Weinberge" gesponserte Podiumsdiskussion zum Thema "Wein und Gesundheit" stellt neue medizinische Arbeitslinien mit interessanten Beiträgen, z.B. aus der Psychiatrie, vor. Der Leiter des städtischen Krankenhauses Jesús Fernández Sanz wird die Podiumsdiskussion moderieren, die am 11. Mai um 12.00 Uhr in Saal 4 stattfindet, und die allgemeine Haltung der vertretenen medizinischen Disziplinen zum Weinkonsum wiedergeben wird, und das sowohl unter dem Ernährungsaspekt als auch im Hinblick auf die Wirkung von Wein auf die Herzgesundheit, seine Rolle als lebenslang genossenes Nahrungsmittel, bzw. der Umgang mit dem Stoff.

Der FENAVIN-Präsident Nemesio de Lara hob die Tragweite dieser bereits bei einer vorangehenden Messeausgabe veranstalteten Diskussion hervor: "Das Zusammenspiel und der Zusammenhang von Wein und Gesundheit, die sind das beste Marketing für unser Erzeugnis". Und er vertraut darauf, dass das Gesundheitspodium mit seinen neuen, interessanten Beiträgen aus der Medizin, regen Zuspruch bekommt.

Die Fachärzte werden in ihren Kurzreferaten die Empfehlung aussprechen, den Wein als Lebensmittel auf den täglichen Speiseplan zu setzen, denn "die Gesundheit ist für den Menschen eine stetige Sorge, und die Leute wollen wissen, ob ihr der Wein zuträglich ist, daher erwarten sie von den Ärzten, über die Vorzüge des Erzeugnisses informiert zu werden", so Fernández.

Nach Ansicht von Jesús Fernández müsste auf den ernährungsphysiologischen Beitrag von Wein auf die Gesundheit mehr Nachdruck gelegt werden, ähnlich wie beim Olivenöl. In dieser Hinsicht vermisst er eine engere Zusammenarbeit zwischen den Verbänden von Maîtres, Gourmets, Verkostern, etc., mit den Medizinern. "Es wäre sehr produktiv, wenn sie uns miteinbeziehen würden", sagt er und dankt daher ausdrücklich für die Einladung auf das Gesundheitspodium der FENAVIN.

Die Podiumsbeiträge wird der Facharzt für Erkrankungen des Verdauungsapparats Eduardo Rodríguez Sánchez eröffnen, indem er den Besuchern der Veranstaltung zunächst die Prämisse vorhält, dass Wein als Bestandteil der Mittelmeerküche ein großer Genuss ist, auf den man nicht verzichten kann, "allerdings darf er nur in Maßen getrunken werden, um der Gesundheit zuträglich zu sein".

In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass die Toleranzgrenzen für Alkohol wissenschaftlich ermittelt wurden, für Männer liegt sie bei einer Tagsdosis von 35 bis 40 Gramm und für Frauen bei 25-30 Gramm. Ein Liter 12-prozentiger Wein, erläutert Rodríguez Sánchez, habe zwischen 100 und 120 Gramm Alkohol, "womit die Grenze bei 200 bis 250 ml Wein liegt, nicht mehr als drei Gläser Wein am Tag".

Außerdem enthält Wein eine geringere Alkoholkonzentration als andere Spirituosen, die durch Gärung zustande kommt, nicht durch Destillierung.

Aus diesem Grund, so der Facharzt für den Verdauungsapparat, sei gegen den täglichen Weinkonsum nichts einzuwenden, sofern die empfohlenen Mengen eingehalten werden, er betonte jedoch: "Es handelt sich nicht um eine Arznei, sondern um ein nützliches Nahrungsmittel, wenn es, wie alles im Leben, im rechten Maß verwendet wird."

Vorzüge für das Herz-Kreislauf-System

Der Kardiologe Ignacio Sánchez wird für seinen Teil die Schlussfolgerungen aus einem Versuch vorlegen, die zeigen, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung durch den gemäßigten Weinkonsum reduziert werden kann, d.h. durch zwei bis drei Gläsern Wein täglich für Männer und ein bis zwei für Frauen, je nach Stoffwechsel. Wein, besonders Rotwein, so erläuterte er, besitze antioxidative Wirkungen, senke das Cholesterin, bremse das Fortschreiten von Arteriosklerose und reduziere allgemein das Risiko für Gefäßerkrankungen.

Obwohl es bisher keine genügend aussagekräftigen Untersuchungen gebe, "weiß man und ist einem klar, dass Wein in kleinen Mengen bzw. in Maßen getrunken, Vorzüge für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems besitzt." Er erwähnt, dass sich mehrere Universitäten auf der ganzen Welt der Erforschung der biochemischen Auswirkungen von Wein widmen, Spanien sei in diesem Bereich führend mit Granada, mehreren Universitäten im Norden und der von Castilla-La Mancha.

Der Endokrinologe Miguel Aguirre wird den Weinkonsum im Hinblick auf Ernährung und Stoffwechsel betrachten, und schickt voraus, dass bestimmte Phenol-Komponenten im Wein einem erhöhten Cholesterinspiegel entgegenwirken und damit das Gerinnungsrisiko senken und Thrombosen vorbeugen.

Aber der Leiter der Endokrinologie im städtischen Krankenhaus geht noch weiter und behauptet, dass ein gemäßigter Weinkonsum für die Gesundheit sogar noch vorteilhafter sei, als die völlige Enthaltsamkeit. Bestärkt wird er durch das Wissenschaftsblatt British Medical Journal, in dem verschiedene Studien zitiert werden und die Vorteile des Erzeugnisses zur Senkung des Cholesterinspiegels und der adipösen Fette beschrieben sind.

Der optimale Weinverbrauch variiere je nach Alter und Geschlecht. "Frauen vertragen weniger, haben ebenso wie ältere Menschen in der Körpermasse mehr Fett und weniger Wasser, was sie für den Alkoholgehalt empfindlicher macht".

Genetische Dispositionen

Man hat selten die Gelegenheit, zu hören, was ein Psychiater von den gesundheitlichen Wirkungen des Weins hält. Die FENAVIN konnte den Leiter der Abteilung für Essstörungen im Krankenhaus von Ciudad Real, Luis Beato, für das Podiumsgespräch "Wein und Gesundheit" gewinnen. Der Facharzt vertritt die Meinung, der Wert des Erzeugnisses darin bestehe, dass es den Menschen Wohlbefinden verschaffe und ihre Beziehungen unterstütze, "wir fühlen uns besser, wenn wir zu einem Essen mit der Familie oder Freunden ein Glas Wein trinken".

Er wird auch auf die medizinische Wirkung von Weins als Suchtmittel bei bestimmten Menschen zu sprechen kommen, weist allerdings darauf hin, dass es nicht der Stoff selbst sei, die eine Sucht auslöse, vielmehr bestehe in den Betroffenen selbst eine genetische Suchtdisposition: "Das Problem liegt im Süchtigen, nicht im Stoff; wenn jemand süchtig ist nach körperlicher Bewegung, geht das Zwangsverhalten von der Person aus, nicht vom ausgeübten Sport". Daher, so Beato, "geht es darum, nicht bestimmte Dinge zu verteufeln, sondern sie in den zuträglichen Mengen zu genießen."

Auch der Rheumatologe Javier Paulino Tévar wird bei dieser "Vermählung von Wein und Gesundheit" zu Wort kommen und auf die Vorzüge des Weintrinkens in kleinen Mengen für ältere Menschen mit Arthrose eingehen. Er zitiert dafür eine in Frankreich durchgeführte Studie über die Folgen der französischen bzw. der US-amerikanischen Ernährung. Daraus ergibt sich, dass Franzosen eine niedrigere Herzinfarkt- und Gefäßerkrankungsrate haben und zwar wegen des Konsums von Wein und anderen Nahrungsmitteln, wie z.B. Leber.

Für Javier Paulino, der schon einmal am Podiumsgespräch über Wein und Gesundheit teilgenommen hat, ist es notwendig, auch der Jugend die Liebe zum Wein nahezubringen, wie es in La Rioja geschieht, "denn Wein ist sicherer und weniger schädlich als jedes andere alkoholische Getränk, das die spanische Jugend bei ihren öffentlichen Trinkgelagen konsumieren", stellte er fest.

"FENAVIN ist spektakulär und überrascht mich immer wieder"

Zu guter Letzt stellte Jesús Fernández Sanz fest, dass die FENAVIN eine spektakuläre Messe sei und in den letzten Jahren das wichtigste Event für Ciudad Real und Castilla-La Mancha. "Die Messe überrascht mich immer wieder und ich bin sicher, dass es den anderen genauso geht; sie öffnet Grenzen und zeigt Ciudad Real aus einem ganz anderen Blickwinkel", sagt er. Der Leiter des städtischen Krankenhauses möchte dazu beitragen, das große Diskussionsforum zum Thema Wein und Gesundheit auf der FENAVIN weiterzuentwickeln, indem die internationale Beteiligung ruhig verstärkt werden könne, auf keinen Fall aber die lokalen Anliegen aus dem Blick verloren werden dürften.

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