Le informamos que utilizamos cookies propias y de terceros para ofrecerle un mejor servicio, de acuerdo con sus hábitos de navegación. Si continúa navegando, consideramos que acepta su uso. Puede consultar nuestra Política de Cookies aquí.

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Buscador

Buscar

SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Die biologisch-dynamische Weinbereitung bringt den Charakter des Terroirs zurück ins Glas

Paloma Escribano von den Bodegas Valsardo und Ricardo Pérez Palacios von der Bodega J. Palacios Nachfahren werden auf der FENAVIN erläutern, wie man unter Berücksichtigung der natürlichen Zyklen "wahren Wein" bereitet

27.04.2011 | 

Zwei von Spaniens bekanntesten Vertretern des biologisch-dynamischen Weinbaus Paloma Escribano Sáez, Gründerin der Bodegas Valsardo in Peñafiel, und Ricardo Pérez Palacios, mit Onkel Álvaro Palacios Gründer der Bodega in El Bierzo J. Palacios Nachfahren, werden beim Seminar Biologisch-dynamische Weine - Realität oder Fiktion die Eigenschaften des biodynamischen Landbaus und die Vorzüge seiner Weine auf der FENAVIN 2011 entdecken.

Aus zwei verschiedenen Perspektiven, der Reife und Erfahrung von Paloma Escribano - erste Winzerin in Ribera del Duero - und der Jugend und unternehmerischen Begeisterung von Ricardo Pérez Palacios, werden die beiden Referenten die Vorteile dieser schon von unseren Vorfahren angewandten Verfahren im Detail beleuchten, weil sie uns Weine von großer Reinheit und ungewöhnlichen Eigenschaften bescheren, in denen sich das Terroir ihrer Herkunft widerspiegelt.

Die Prinzipien des biologisch-dynamischen Landbaus stammen aus den Schriften und Vorträgen des österreichischen Philosophen Rudolph Steiner von der zweiten Hälfte des 20. Jh., dem Begründer der Anthroposophie und einer ganzheitlichen Weltsicht, die weitere Disziplinen, wie Heilkunde, Ernährung und Spiritualität, einschließt. Kern seiner Landwirtschaft ist der Bauernhof als Selbstversorgerbetrieb. Im Seminar wird es aber auch um saisonbedingte Tätigkeiten, wie das Pflanzen nach den Mond- und Planetenphasen, und das Vorbereiten des Bodens mit sog. Präparaten - natürliche Stoffe, die auf besondere Weise aufbereitet sind - gehen.

Einer der bedeutendsten Vertreter der internationalen Bewegung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist derzeit Nicolas Joly, ein französischer Winzer an der Loire. Für ihn gibt es auf der Welt nur zwei Arten von Wein: den echten, der den "Charakter des Terroirs ins Glas bringt", und den industriellen, für dessen Herstellung chemische Produkte eingesetzt werden.

Als Anhängerin dieser Philosophie begann Paloma Escribano Sáez ihre Winzerlaufbahn 1985, unterstützt von ihrer Familie und der Landwirte in Castilla und León und im Penedés. Diese Leute seien für sie wie offene Bücher gewesen, erzählt sie, die all ihr Wissen und ihre Erfahrungen an sie weitergaben und sich bei der Arbeit im Weinberg von den Mondphasen leiten ließen. Der biologisch-dynamische Landbau ist für sie keine Neuentdeckung, er ist vielmehr die Rückkehr zum traditionellen Weinbau und der entsprechenden Weinbereitung, wie sie vor der industriellen Entwicklung und dem Einsatz von Herbiziden, Pestiziden, Nitraten … praktiziert wurde. Dabei bleiben die neuen Technologien und Fortschritte in Forschung und Entwicklung, die in den Bodegas Valsardo seit der Gründung eingeführt wurden, nicht außen vor, vielmehr werden die handwerklichen Traditionen durch technologische Innovation ergänzt. Dank dieser Verfahren konnte die Bodega den Nachweis führen, dass es möglich ist, echte, vorzügliche und durch und durch gesunde Weine herzustellen, ohne kalte Mazeration, ohne Klärung, ohne Filtration, vom Erzeuger abgefüllt und voller Kraft, denn in Valsardo darf der Wein noch Wein sein.

Ricardo Pérez Palacios, Nachfahre einer alten Familie von Kellermeistern entdeckte sein Interesse an der biologisch-dynamischen Landwirtschaft während seines Weinbaustudiums in Bordeaux, und setzte es bei der Gründung der Bodega J. Palacios Nachfahren in El Bierzo ab 1999 mit seinem Onkel Álvaro Palacios in die Tat um. Den Boden dort erachtet er als außergewöhnlich, und kombiniert mit den in jender Gegen herrschenden traditionellen Strukturen, den wechselnden Fruchtfolgen und dem familiären Wirtschaften, fand er es sehr einfach, die Vorgaben des biologisch-dynamischen Weinbaus anzuwenden.

Pérez Palacios betrachtet den Boden als lebendigen Organismus und plädiert für die ausschließliche Nutzung von Dünger und anderen Zusätzen aus mineralischer, pflanzlicher oder tierischer Herkunft - niemals für chemische Stoffe. Er begreift diese Art von Weinbau aus einer ganz und gar humanistischen Perspektive, in der der Mensch zu einem ganzheitlichen Agrarsystem gehört - mit Boden, Tieren, Pflanzen, Kosmos, natürlichen Zyklen etc. Durch einen schonenden, natürlichen Umgang mit der Erde, den achtsamen Anbau, z.B. unter Verweindung von Pferden statt Traktoren, und der sorgfältigen traditionellen Weinbereitung ohne irgendwelche Zusatzstoff, bis auf eine winzige Spur Schwefel, erhalte man die reinsten Weine, die ihre Herkunft, das Terroir ihres Ursprung widerspiegeln, so Palacios, und das sei definitiv das klassische Konzept der D.O. ist. Seine Weine sind der beste Beleg für seine önologische Zurück-aufs-Land- und zur Weisheit des Volkes -Philosophie.

Volver