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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der Mikroweinberg – ein Vorstoß zum Umbau des aktuellen Wirtschaftsmodells durch die Wiederbelebung des Kleinbetriebs

Der Initiator des Projekts Juan Cascant Vicent und der Wirtschaftsexperte Francisco Álvarez Molina geben auf der FENAVIN Einzelheiten ihrer Pionierarbeit für die Weinwelt preis

20.04.2011 | 

FENAVIN, die Spanische Weinmesse, die vom 10. bis 12. Mai in Ciudad Real stattfindet, hat am zweiten Messetag den Vortrag von Juan Cascant Vicent, Inhaber von Celler La Muntanya in Alicante, und Francisco Álvarez Molina, Ex-Vizepräsident der Pariser Börse und ehemaliger Generaldirektor der Börse von Valencia eingeplant. Gemeinsam werden sie das Projekt Microviña (Mikroweinberg) vorstellen, eine Initiative zur Wiederbelebung des landwirtschaftlichen Kleinbetriebs und Beispiel für den Umbau von unten unseres derzeitig in der Krise befindlichen Wirtschaftsmodells.

Nach Ansicht von Francisco Álvarez Molina ist unsere aktuelle Wirtschaftskrise eindeutig die Folge eines von ihrer eigentlichen Produktionstätigkeit entfremdeten Modells, obwohl diese ihr tieferer Zweck ist; dabei verwendet er den Begriff der Produktionstätigkeit umfassend mit sämtlichen sozialen, kulturellen und umweltrelevanten Aspekten. Das einseitige Gewinnstreben und vor allem die Entfremdung der makroökonomischen Politik von der Umgebung, in der die landwirtschaftliche Produktion stattfindet, sind die Ideen am Ausgangspunkt des Konzepts für ein neues Wirtschaftsmodell, das vom Eigentlichen ausgeht, nämlich von der unmittelbaren Umgebung der Produktionsstätte und sämtlichen Beziehungen, die durch die Wirtschaftstätigkeit geschaffen werden.

Das erfordere, wie Francisco Álvarez findet, "eine enorme Sensibilisierung des Verbrauchers", damit er sich die Bedeutung der lokalen Wirtschaft und all der von ihr hergestellten Bezüge bewusst wird. In diesem Zusammenhang ist das Projekt Microviña ein Paradigmen-Beispiel dafür, wie die lokale Wein- und Olivenölproduktion und ihr lokaler Verbrauch, als tief in ihrer unmittelbaren Umwelt verwurzelte Erzeugnisse gefördert werden können, wo sie zudem ein großes soziales und wirtschaftliches Netz schaffen, und dabei auf besondere Weise in der Tradition und der Kultur unseres Landes verankert sind.

Francisco Álvarez drückte es so aus: "Sinn und Zweck der Unternehmung ist nicht die Förderung der Vereinzelung, also des Egoismus, sondern es geht uns um die Veränderung eines Wirtschaftsmodells, das uns Maßnahmen ‚von oben nach unten' auferlegt, indem es durch ein Modell ersetzt wird, das ‚von unten nach oben' funktioniert. Das ist übrigens die natürlichste Art, die Dinge zu tun … Wie sonst hat der Mensch seine Errungenschaften gemacht?"

Das Projekt Microviña ist, seinem Vorreiter, dem Inhaber von Celler La Muntanya Juan Cascant Vicent zufolge, eine Initiative zur nachhaltigen Wiederbelebung des landwirtschaftlichen Kleinbetriebs als rentables Agrarmodell. Das vor vier Jahren in seiner Bodega im Hinterland von Alicante entstandene Projekt ist eine soziale, kulturelle und umweltfreundliche Bewegung,die bereits mit verschiedenen öffentlichen Stellen und vor allem dem Verein Elviart kooperiert, wenn es um die kulturelle Aufwertung des landwirtschaftlichen Kleinbetriebs für die Wein- und Speiseölherstellung geht.

Neben der Teilnahme an verschiedenen Kulturevents und der Organisation von Kongressen zum Thema, besteht eine der vom Verein Elviart angestoßenen Aktionen in der Schaffung einer Zertifizierung zur Auszeichnung von Erzeugnissen aus traditioneller, wertorientierter Herstellung im Kleinbetrieb. Wie Juan Cascant berichtet, wendet eine Marke dieser Merkmale, wie derzeit seine Weine des Celler La Muntanya, folgende Prinzipien an:

· Überprüfung, ob der Winzer die Traube zum angemessenen Preis verkauft hat.
· Anwendung umweltschonender landwirtschaftlicher Verfahren und Verwendung einheimischer Rebsorten.
· Begünstigung sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Beziehungen in der Umgebung des jeweiligen Weins.
· Beteiligung an der Verbreitung der Kultur, der Werte und der Tradition des Anbaugebiets.

Am 11. Mai haben die Fachbesucher der Fenavin Gelegenheit, aus erster Hand Einzelheiten dieser Pionierarbeit und ihrer Auswirkungen als Alternative zum derzeitigen Wirtschaftsmodell zu erfahren. Das Konzept Mikroweinberg wurde bereits in verschiedene Gegenden Spaniens mit ähnlichen Merkmalen exportiert, und mehrere Universitäten und öffentliche Einrichtungen haben schon Interesse bekundet, seine Möglichkeiten weiterzuerforschen.

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