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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"In Spanien gab es schon immer gute Weine, aber Qualität und Forschung machen sie noch besser"

Andrea Alonso, Sommelier und Nariz de Oro 2010 (Goldene Nase 2010), leitet auf der FENAVIN eine Verkostung großer Pago-Weine, zusätzlich gibt es Verkostungen für Blinde, für Universitätsangehörige und für das allgemeine Publikum

20.04.2011 | 

Sie gilt als die Frau mit der berühmtesten Nasenschleimhaut Spaniens, denn sie erkennt sämtliche Aromen, Geschmäcker und Gerüche eines Weines und kann sie benennen. Die Weinverkosterin aus Alicante, eine geborene Uruguayerin und Nariz de Oro 2010, Andrea Alonso Castaño, wird auf der Spanischen Weinmesse (FENAVIN) vom 10. bis 12. Mai mit einer Verkostung von vier großen Vinos de Pago - davon drei aus La Mancha - dabei sein.

Für Andrea Alonso hat es in Spanien schon immer gute Weine gegeben, die mit dem Entschluss der Weinkellereien zur Steigerung ihrer Qualität noch bessert geworden seien, aber ebenso durch einen größeren wissenschaftlichen und menschlichen Einsatz im Sektor. Außerdem, so fügt die Fachfrau hinzu, sei der Weinmarkt, "sehr lebendig und groß - eine Tendenz die zunimmt -, verfügt über mehr Informationen für die Kunden durch das Internet, daher sollte man versuchen, diesen eine bessere Qualität anzubieten und im gleichen Zug ihren Geldbeutel zu schonen".

Durch die Dynamik des Sektors müsse sich eine Goldene Nase stetig weiterbilden, räumt Alonso ein, und "abgesehen von Professionalität, einer fundierten Ausbildung und Motivation, braucht man auch die Berufung dazu. Schließlich wollen wir niemandem was aufdrängen und auch keine akademischen Vorlesungen halten, sondern haben den Auftrag, den Gast bzw. Kunden zu informieren, ihm Orientierung zu geben. Und das", setzt sie auf ihre dynamische, fröhliche Art hinzu, " sollten wir auf eine Weise machen, dass die Leute den Mut haben, etwas zum Wein, den sie gerade trinken, zu sagen, ebenso wie man ein Stück Fleisch auf seinem Teller kommentiert". Ihrer Ansicht nach sollte man bei Mahlzeiten oder anderen Gelegenheiten mit Wein, " nicht die Verantwortung für die Auswahl an die Leute delegieren, die davon die meiste Ahnung haben, sondern die Angst überwinden und seine Meinung äußern, weil Wein ein Vehikel ist für Freundschaft".

"Die FENAVIN ist großartig"

Als FENAVIN-Kennerin vorangehender Ausgaben, an denen sie als Sommelier teilgenommen hat, versichert die Goldene Nase 2010, dass die Messe "großartig ist und von beeindruckenden Ausmaßen, eine der wenigen Ausstellungen, auf denen man die Erzeugnisse der meisten Bodegas tatsächlich kennen lernen und etliche geschäftliche Absprachen treffen kann, dank der vielen dort anwesenden Vertriebskanäle für In- und Ausland".

Was die Verkostung angeht, die sie am 11. Mai um 10.00 Uhr im Saal 'Custodio Zamarra' des Messezentrums leiten wird, betont Alonso die Exklusivität der großen Lagenweine, Vinos de pago, und deren Genuss zu besonderen Anlässen, "es sind teure Weine wegen der riesigen Arbeit, die darin steckt". Ein Luxusgut also, das die FENAVIN-Besucher durch die denkbar beste Verkosterin kennen lernen können. Andrea Alonso arbeitet derzeit in der Vinithek des Einkaufszentrums Makro in Alicante und hat 2010 die Ausschreibung für die Goldene Nase der Zeitschrift Vinos+Gastronomía von mehr als 400 Sommeliers aus ganz Spanien gewonnen.

Aber nicht nur Spitzenweine stehen zur Verkostung bereit, vielmehr bietet das Messeprogramm auch didaktische Verkostungen, um u. a. Blinden oder Universitätsangehörigen einen Zugang zur Welt der Weinkultur zu ermöglichen. Nach dem Erfolg der erstmal vor zwei Jahren durchgeführten Verkostung für Blinde, wird diese auf der FENAVIN-2011 wiederholt, in der Erwartung einer ebenso großen Begeisterung darüber, dass die Teilnehmer die verschiedenen Aromen, Farben und Geschmäcker der verkosteten Weine erleben und erkennen, die vom 1. Vorsitzenden des Madrider Sommelierverbands Luis García de la Navarra ausgewählt werden; dieser kündigt Weißweine der Bodega Hacienda Albae in Argamasilla de Alba an; und von Mustiguillo aus Utiel (Valencia), "eine junge Kellerei, die aber einige interessante Arbeiten vorgelegt hat", und der Bodegas Teso la Monja in Toro (Zamora).

Bei dieser Messeausgabe sollen die 30 Verkostungsteilnehmer die Merkmale der Weine ein- und derselben Familie unterscheiden lernen, die aber einen unterschiedlichen Ausleseverfahren unterzogen wurden. "Auf diese Weise sollen sie merken, dass ein Chardonnay von 2010 frischere, fruchtigere Aromen hat und im Mund leichter schmeckt, als ein Wein derselben Rebsorte, der im Barriquefass gereift ist". Dazu hat der Sommelier des Restaurants Aldaba und Träger des Spanischen Gastronomiepreises 2004 für die Verkostung einen jungen Weißen der Hacienda Albae Chardonnay und einen weißen Chardonnay barrica der Hacienda Albae, ausgewählt, dazu die Valencia-Weine Mestizaje und Finca Terrerazo, sowie die Zamora-Weine Almirez und Alabaster.

"Wein kennt keine Grenzen"

García de la Navarra betont die positive Erfahrung von vor zwei Jahren, wo das Interesse, die Erwartungen und die Motivation der Teilnehmer hoch waren, und davon habe er selbst profitiert. Er findet nämlich, dass " Wein keine Grenzen kennt und keine bestimmte Sprache spricht. Es ist eher so, dass man versucht, die Vorlieben von jedem herauszufinden und festzustellen, wieso ihm genau die Weine am besten schmecken". Es gehe im Grunde darum, so fügt er hinzu, den Gaumen zu schulen, damit die Leute, wenn sie in einem Restaurant sind, "fähig sind, Wein zu bestellen". Aber es wird nichts ausgelassen, betont der Sommelier aus Madrid, "die Blinden mögen es zum Beispiel, wenn man ihnen die Farben beschreibt, und stellen sich gerne vor, wie die Weine aussehen, "es geht doch beim Weingenuss im Grunde weder um Farben noch um Formen, sondern um Menschen mit Gefühlen", betont er.

Der Vertreter der Madrider Sommeliers schätzt die FENAVIN als Spaniens wichtigste Weinmesse, wegen ihrer Resonanz im In- und Ausland, "es ist die Messe, die die meisten Leute von außen anzieht, also für die Weingüter ein Riesengeschäft".

Gr0ßer Zuspruch unter den Universitätsangehörigen

Die Universität von Castilla-La Mancha wird auch in diesem Jahr eine Einführung in die Weinprobe auf der Messe veranstalten, die bei der vergangenen Ausgabe unter Dozenten und Studierenden großen Zuspruch fand. In Zusammenarbeit mit dem Projekt Mejor con Vino (Besser mit Wein) des Hotel- und Tourismusverbands von Ciudad Real und dem Unternehmerverband der Weinbauindustrie soll die für den 10. Mai, um 13.00 Uhr geplante Einführung, den Universitätsangehörigen die Kultur des Weins nahe bringen, indem die organoleptischen Eigenschaften, der Einsatz der fünf Sinne, die Führung des Glases, das Erschmecken von Aroma- und Geschmackspotenzialen etc. anhand von vier bis fünf Weinen aus Castilla-La Mancha auf dem Programm stehen. In den Worten des Professors für Lebensmitteltechnologie an der Chemischen Fakultät Miguel Ángel González Viñas "geht es darum, dass die 30 teilnehmenden Dozenten und Studierenden die Besonderheiten jedes Weines unterscheiden lernen. Dafür wollen wir versuchen, ihnen die Merkmale von Weißweinen, Rosé-Weinen, jungen Rotweinen, Crianza-Weinen … vorzuführen, damit sie die ganze Bandbreite kennen lernen." Für González Viñas sind Boden und Klima maßgeblich für den besonderen Charakter der Weine aus der Mancha, wo sich neue Rebsorten mit einer großen Diversifizierung und einem bedeutenden Phenol-Potenzial implantiert haben, "was ihnen eine andere Qualität verleiht, vergleichbar mit jedem anderen Wein der Welt". Die Abteilung für Lebensmitteltechnologie, die ebenfalls an anderen FENAVIN-Veranstaltungen mitwirkt, hat mehrere Gruppen von Biotechnikern, die Projekte, z.B. zur Erforschung der aromatischen Merkmale von Wein, der Bedeutung des Holzes beim Eichenfass, der minoritären Rebsorten wie Moravia agria, und des Phenol-Potenzials einiger roter Rebsorten betreuen.

Eine weitere interessante Verkostung der diesjährigen Messe wird von dem Önologen und 1. Vorsitzenden des Weinclubs von Ciudad Real Celedonio Muñoz geleitet und zwar am 12. Mai um 10.00 Uhr im Bereich der Gastronomieausstellungen. Bis zu 35 Personen werden drei noch genau festzulegende Weine vom Typ junger Rotwein, Reserva und Crianza bzw. Pago verkosten. Muñoz wird die Teilnehmer mit einer sensorischen Untersuchung, zunächst theoretisch, dann praktisch in den Weinbau und den verantwortungsvollen Weinkonsum einführen, wobei jedes Weinattribut ausführlich besprochen wird.

Celedonio Muñoz hat bereits zahlreiche Weinansprachen gehalten, darunter die des Projekts Delibo Vinum des Hotelverbands und des Instituts für Wirtschaftsförderung, Ausbildung und Beschäftigung der Stadt Ciudad Real, IMPEFE, aus dem vor einem Jahr der Weinclub mit über 130 Mitgliedern hervorging. Als Bürger von Ciudad Real und Önologe, bekennt Muñoz, dass es ihn stolz mache, an der FENAVIN mitzuwirken, "einer außergewöhnlichen Messe, und besonders stolz macht mich natürlich, dass sie in Ciudad Real stattfindet. Sie hat sich sehr positiv entwickelt und die Winzerwelt hat auf untrüglich darauf reagiert, sogar in Krisenzeiten", schließt er.

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