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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der Autor José López Martínez stellt Überlegungen zur Bedeutung des Weins in der Menschheitsgeschichte an

Ein Kenner und Experte unserer Weinbaugebiete und ihrer Erzeugnisse wird die Besucher der FENAVIN in eine faszinierende Welt sozialer Facetten und historischer Eigentümlichkeiten entführen, bei denen es immer um Wein geht

12.04.2011 | 

Der Buchautor, Dichter, Journalist und Literaturkritiker José López Martínez wird auf der FENAVIN, die vom 10. bis 12. Mai stattfindet, die Rolle des Weins in der Menschheitsgeschichte auf interessante, präzise Weise in den Blick nehmen, besonders in Spanien und den hispanoamerikanischen Ländern, und die Verwurzelung des Rebensafts in den Gesellschaften sämtlicher Epochen aufzeigen. In seinem Vortrag wird der Vorstandsvorsitzende des Spanischen Schriftsteller- und Künstlerverbandes Überlegungen zum Wein in den Schönen Künsten anstellen, insbesondere in Essay, Roman und Gedicht, und dann die Soziologie des Weins streifen, d.h. seine Verbindung zu verschiedenen Gesellschaftsschichten und seine Stoßkraft für die nationale und regionale Wirtschaft, was in Castilla-La Mancha besonders wichtig ist.

In seinem Vortrag 'Wein und Gesellschaft', am 10. Mai um 17.00 Uhr, wird der aus Tomelloso - einem Weinbaugebiet par excellence - stammende Autor auf das Charisma des Weins in der spanischen Gesellschaft eingehen und die ganze Bandbreite weinseliger oder -unseliger Umstände und Eigentümlichkeiten ansprechen, die die bürgerliche Gesellschaft anlässlich der herausragendsten historischen Ereignisse miterlebt hat, denn "der Wein war stets Bestandteil der Zivilisation. In jeder Epoche und unter allen Umständen, daher die unzähligen Loblieder, die im Laufe der Zeit auf ihn verfasst wurden", erläutert López Martínez.

Zu den Anekdoten und Kuriositäten, die der Dichter seinem Publikum ins Gedächtnis rufen will, gehört das in der Antike verhängte Verbot des Weingenusses für Frauen, "vielleicht aus ökonomischen Gründen oder wegen der Sicherheit der Ehemänner, aber in Catos Zeit war es dann jedem erlaubt Wein zu trinken, sogar den Bediensteten". Der Referent wird auch einen Blick zurück werfen auf die Ursprünge des Weinbaus in Spanien und dabei entdecken, dass das Volk der Turdetaner 600 Jahre vor Christus im heutigen Andalusien bereits Weinberge anlegte "und das Erzeugnis von ihren Weingütern so hoch schätzte, dass es in silbernen Bechern gereicht wurde", weiß der Autor zu berichten.

In der Tat ist López Martínez der Ansicht, dass der Weinbau der spanischen Gesellschaft in gewisser Weise "Zusammenhalt und Stil" gab, schließlich bestanden vor der politischen Einteilung des Landes in Autonome Regionen bereits die "demokratischen Weingebiete", dazu zählten die Charaktere des Ribeiro, oder die der kräftigen, blumigen Weißweine aus Santander, die in Torrelavega und Cabezón de la Sal angebaut wurden; ferner Navarras Rotwein-Charaktere von Corella und Los Arcos; die Aragoneser aus Cariñena und die Weincharaktere Castilla-La Manchas, "die Väter all der vielen Weine, die unter anderen Namen kreuz und quer durchs ganze Land zogen".

Was die FENAVIN angeht, so findet der ebenfalls als iberoamerikanischer Pressekorrespondent tätige López Martínez, dass dies eine wirklich notwendige Ausstellung sei, die einen dringenden Bedarf der Weinindustrie erfülle, vor allem in Zeiten wie dieser. "Die Messe hat jedenfalls bewiesen, dass sie ein riesiges Echo im ganzen Land findet", lautet seine Begründung.

José López Martínez ist zwar als Referent ein Neuling auf der FENAVIN, nicht aber beim Wein, denn durch seine Herkunft kennt er der Winzerwelt von klein auf (seine Familie produzierte um die 65.000 Liter aus der Ernte der eigenen Weinberge) und hat sich seit jeher für die Qualität und für den guten Wein stark gemacht, auch in Zeiten, als eher weniger Qualität produziert wurde. Als Mann aus Tomelloso pflegt er seine Freundschaften aus Kindertagen, zum Beispiel zu dem Maler Antonio López.

López Martínez (Tomelloso, 1931) ist Schriftsteller, Dichter, Journalist und Literaturkritiker. Er lebt seit 1955 in Madrid, wo er sich ausschließlich der Literatur und dem Journalismus widmet. Er ist Leitartikler der mexikanischen Zeitung "El Informador", Mitarbeiter bei den Kultursendungen von Radio Nacional de España und bei den Zeitschriften "Mundo Hispánico" und "La Estafeta Literaria". Er ist 2. Vorsitzender des Verbands der Iberoamerikanischen Pressekorrespondenten und Vorstandsvorsitzender des Spanischen Schriftsteller- und Künstlerverbands. Er ist Autor von fast 20 Büchern und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, für Journalismus, Dichtung und Prosa. Kürzlich wurde er an der Königlichen Universitätsschule San Luca in Deutschland, einer der ältesten und angesehensten akademischen Einrichtungen Europas, zum "Professor honoris causa" ernannt. Außerdem ist er Vorstandssprecher und Mitbegründer des Schriftstellerverbands von Castilla-La Mancha, und war dessen 2. Vorsitzender. Zu seinen im Jahresrhythmus erscheinenden Büchern gehören Titel wie En el mar riguroso de la muerte (Preis Rabindranath Tagore), Lugares de La Mancha (empfohlen für den einheimischen Tourismus). Als letztes ist beim Verlag Ediciones Vitruvio von ihm Memoria de nuestros clásicos erschienen, während er gerade eine Ausgabe seiner gesammelten Erzählungen vorbereitet.

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