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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

"Der Verkaufsansatz für spanischen Wein braucht einen Strategiewechsel"

Paul Wagner ist ein anerkannter Fachmann der internationalen Weinwelt

Paul Wagner ist ein anerkannter Fachmann der internationalen Weinwelt

Bei der 6. Ausgabe der FENAVIN wird der internationale Weinberater und Vorsitzende des Unternehmens Balzac Communications & Marketing Paul Wagner den Weinmarkt der USA untersuchen und sein Hauptaugenmerk auf die ‚Benachteiligung' spanischer Weine legen

28.03.2011 | 

"Die Zukunft des Weins in den USA gehört der neuen 'Milleniumsgeneration' ", lautet Paul Wagners Prämisse im Vortrag Die Zukunft des Weins in den USA, den er im Rahmen des Veranstaltungsprogramms auf der sechsten Edition der Spanischen Weinmesse FENAVIN-2011, die vom 10. bis 12. Mai in Ciudad Real stattfindet, halten wird.

Zweifellos stellen die USA einen riesigen Markt für den Weinexport dar, dieser war allerdings bisher für die spanischen Weine nicht besonders ergiebig. Den ersten Rang nehmen dort nämlich mit Abstand die amerikanischen Weine ein, mit 70% des Gesamtumsatzes. Es folgen Italien und Australien auf der zweiten und dritten Position, dann kommen die französischen Weine. Spanien besetzt, gemeinsam mit anderen Ländern, wie Argentinien, Chile und Neuseeland, die unteren Ränge mit nur knapp 5% des Umsatzes. Immerhin ist laut der Angaben der Spanischen Weinmarktbeobachtung OEMV der spanischen Weinexport Richtung USA im Jahr 2010 auf 1610 Millionen Liter und einen Wert von 1745 Millionen Euro gestiegen.

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage weltweit, wächst der Weinmarkt, dank der gesteigerten Nachfrage einer neuen Konsumentengeneration weiter, die ein großes Interesse am Wein mitbringt - die sog. Milleniumsgeneration. Damit sind Personen beiderlei Geschlechts zwischen 12 und 32 Jahren gemeint, eine Bevölkerungsgruppe von mehr als 70 US-Bürgern. Wagner stellt klar: "Diese jungen Leute haben keine Vorbehalte, sie sind außerdem mit einem Computer unterm Arm und MP3-Player-Stöpseln in den Ohren auf die Welt gekommen. Sie halten nichts von den etablierten Weintraditionen, vielmehr sind sie abenteuerlustig und Wein ist für sie nicht einfach ein Getränk, sondern eine Eintrittskarte in andere Regionen und andere Länder."

"Der Konsument muss kein Önologe sein, um den Wein zu genießen"

Diese neue Generation stellt uns vor eine große Herausforderung: Wie kann man den Wein an diesen Bevölkerungsteil bringen? Paul Wagner glaubt, da gibt es nur ein: Anfangen zu denken wie sie. Dafür ist es grundlegend, die amerikanische Meinung über spanischen Weine zu kennen. Im Allgemeinen betrachten die US-Amerikaner Spanien als Erzeuger interessanter Weine, aber gleichzeitig finden sie, dass sich weder das Land noch seine Weine mit einer positiven Persönlichkeit auf dem Markt hervor getan haben. "Obwohl Spanien auf touristischer Ebene als interessantes, attraktives Reiseziel gilt, besitzt sein Weine kein eigenes Image, um gegen die berühmten Weine aus Kalifornien und Frankreich anzutreten. Dieser Mangel macht sich besonders in den Restaurants bemerkbar, sowohl im Angebot der Karte, als such bei der Nachfrage. So gesehen hat Spanien das gleiche Problem wie Chile: Es hat hervorragende Weine zu bieten, aber die finden nicht die gebührende Wertschätzung".

Wagner stellt fest, dass "im Hinblick auf die Weinqualität viele spanische Bodegas und Weine über sämtliche Voraussetzungen verfügen, um im amerikanischen Markt zu triumphieren. Allerdings haben sich erst sehr wenige die Mühe gemacht, sich von anderen Weinländern abzusetzen. Aus kommerzieller Sicht und was das Marketing angeht, braucht der Verkaufsansatz für spanischen Wein einen Strategiewechsel. Seit Jahren beschränkt man sich auf Barricas, Boden, Klima und Gärung. Umgekehrt braucht der Verbraucher kein Önologe zu sein, um den Wein zu genießen. Der Wein soll die Kultur der Region vermitteln, aus der er stammt, er soll als Symbol für die Musik, die Dichtung, die Architektur, die Geschichte und das wahre Leben der Menschen stehen, die in der betreffenden Gegend wohnen, auf diese Art kann man den Wein auch verkaufen."

Über Paul Wagner

Er gilt als wahrer Weinguru und lebt in Napa Valley, Kalifornien, also in einer der angesehensten Weinbauregionen der Vereinigten Staaten, ist Vorsitzender und Gründer des Unternehmens Balzac Communications & Marketing und bedient einen großen internationalen Kundenstamm. Außerdem lehrt er als Dozent in der Abteilung für Weinbau und Önologie im Napa Valley College der Golden Gate University und ist seit Jahren Gastdozent an der Sonoma State University, an der MIB School of Management in Trieste, an la Universität von Dijon und am Satellitencampus der UC Berkeley mit den Themen Geschichte des Weins, Marketing und Weinerzeugung.

Auf internationalem Niveau ist er ein gefragter Referent über Wein und dessen Vermarktung, auch bei Präsentationen anlässlich der Nationalkonferenz der Society of Wine Educators und der American Wine Society.

Außerdem ist er beteiligt an verschiedenen Fachpublikationen und ein anerkannter Weinverkoster, was ihn als Jurymitglied in bekannten nationalen und internationalen Winzerwettbewerben auszeichnet.

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