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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Pancho Campo: "Wir brauchen einen Obama des spanischen Weins, der uns überzeugt: Yes we can!"

Der einzige spanische "Master of wine" warnte: "Wir vernachlässigen den besten Kunden für unsere Weine - den Spanier", und gab einen Ausblick auf die Winefuture- Rioja 2009, zu der im November Robert Parker nach Spanien kommt

07.05.2009 | 

Pancho Campo, der erste und einzige spanische Master of Wine und Präsident des Kongresses Winefuture-Rioja 2009 setzte dem Veranstaltungsprogramm der FENAVIN 2009 in Ciudad Real den krönenden Abschluss. In seinem Vortrag mit dem Titel "Die Welt in der Krise - Herausforderungen für die Weinindustrie", sagte er in dem voll besetzen Saal zu den aufmerksamen Zuhörern, die Branche bräuchte einen Barack Obama, der sie führt und verteidigt, und er warnte: "Wir sind viel zu sehr auf den Auslandsmarkt fixiert und vernachlässigen dabei den besten Kunden für unsere Weine - den spanischen Verbraucher."

In seinen Darlegungen untersuchte Pancho die größten Herausforderungen für die Welt des Weins und zeigte mögliche Lösungen auf. Pancho ging auch auf die Chancen dieser Krise ein, besonders für den spanischen Wein.

Einheit zwischen uns; die Notwendigkeit einer einzigen Führung, die für einen gemäßigten Weinkonsum als gesundes Nahrungsmittel unter den jungen Leuten werben könnte und die uns außerdem gegen die verteidigt, die den Wein als alkoholisches Getränk verunglimpfen; in Marketing, Promotion und Verkauf investieren, das sind nur ein paar Stichworte zu den von Pancho Campo in seiner engagierten Rede für die spanische Weinbauindustrie genannten Herausforderungen.

"Wein ist klasse"

Wir müssen den jungen Leuten den Wein als etwas Sympathisches vermitteln, natürlich in Maßen genossen. "Wein ist klasse", sagte er als Beispiel für einen Slogan, der das veränderte Image einläuten könnte. Denn dem Wein haften derzeit viele sehr unterschiedliche Botschaften an, die die neuen Verbraucher nicht erreichen.

Den Export in die USA verstärken, weil Spanien dort, durch Leute wie Nadal, Gasol, Penélope Cruz, Alonso, etc., gerade in Mode ist und die Nordamerikaner den spanischen Wein in seinem Preis-Leistungs-Verhältnis dem chilenischen vorziehen. Und den Export voller Vertrauen angehen, etwas wagen, ohne Komplexe, das sind weitere Herausforderungen.

Und vor allem den Binnenverbrauch nicht vernachlässigen. "Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass in Spanien weniger als 20 Liter pro Person im Jahr konsumiert werden, ich glaube, dass wir uns einfach zu sehr auf den Auslandsmarkt fixieren, obwohl der beste Kunde im eigene Land ist - der Spanier", sagte Campo, und fügte hinzu: "Wenn die Weinnachfrage nicht steigt, dann können die Distributoren nichts verkaufen."

Am Anfang beleuchtete der spanische "Master of wine" die weltweite Krise und zeigte auf, wie deren Faktoren auch den Wein beeinflussen. "Es ist offensichtlich, dass der Konsum im Restaurant zurückgeht und zu Hause steigt; teure Weine lassen sich nicht mehr so gut verkaufen und die Krise kann auch zum Rückgang der aus Europa nach Spanien reisenden Touristen führen", sage er. "Auch die Umsätze in den Restaurants mittlerer Kategorie sind rückläufig, dafür steigen sie beim Fast -food, und der Exporthandel bricht ein. In diesen krisengeschüttelten Zeiten ist die Promotion zerstückelt. Wir müssen mit dem spanischen Wein einen einheitlichen globalen Auftritt machen, sonst versickert die Botschaft."

Einheit und gemeinsame Promotion

Das Fehlen einer Führung macht sich in Spanien deutlich bemerkbar. "Wir bräuchten einen Obama des Weins, der die Kellermeister davon überzeugt, dass wir können. Infolge der Krise wird es zu Zusammenschlüssen von Kellereien und Regionen kommen, die gemeinsam für ihre Erzeugnisse werben", prophezeite Pancho Campo.

Dem Experten zufolge sind das die Chancen zur Steigerung des spanischen Weinverkaufs: "Steven Spurrier hat im Decanter Magazine erklärt, dass der spanische Wein weltweit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Das sollten wir ausnutzen und genauso viel verkaufen wie die Italiener oder die Amerikaner. Wenn wir irgendwo auf der Welt in eine Pizzeria oder ein italienisches Restaurant kommen, wird uns Lambrusco angeboten; und wenn wir ins Hamburger-Lokal gehen Pepsi oder Coca-Cola; die Tapas-Bars und die spanischen Restaurants müssen sich überall ausbreiten und auf der ganzen Welt spanischen Wein anbieten."

"Um unsere Chancen zu nutzen, müssen wir den Konsumenten erforschen", sagte Campo, "dessen Werteskala sich verändert hat." Wir müssen unsere Kampagne darauf konzentrieren, dass "Wein ein gesundes Grundnahrungsmittel ist und auf die Werte der Familie setzen. Genauso wie sich die Kommunikations- und Werbesysteme anpassen müssen, wir müssen gemeinsam arbeiten, die Promotions- und Werbeausgaben teilen, die Marketingabteilungen der aktuellen Lage anpassen, so überleben wir die Krise; und in gewissen Abständen die Produktpalette erneuern, damit sie nicht zu verstaubt wirkt."

Die Bodegas müssen die Distribution und den HORECA-Kanal unterstützten, neue Preisstrategien entwickeln (die tatsächliche Rolle von Promotionen und Preisnachlässen berücksichtigen); nicht die Preise systematisch senken und auf den Mehrwert und unseren Service Nachdruck legen.

Wir sollten die Frauen und den Weintourismus ins Visier nehmen

Die Suche nach neuen "Nischen" für den Verbrauch ist eine weitere Strategie, unterschiedliche Märkte, wenige aber klare, ohne sich zu verzetteln; die Frauen ins Visier nehmen, das ist eine wichtige Gruppe, die den Wein für die Familie einkauft und ihn trinkt und die bisher vernachlässigt wurde; den Weintourismus ins Visier nehmen, und "für eine eigene Identität werben, eine Botschaft, die uns von den anderen unterscheidet." Ebenso betonte er, "dass wir in Spanien viel Wein produzieren, aber wir sind nicht darauf vorbereitet, ihn auf die richtige Weise im Lokal zu servieren, und wir müssen mehr an der Formel 'ein Gläschen Wein' arbeiten, schließlich wollen die Gäste nicht immer eine ganze Flasche trinken."

Nach Beeidigung seines Vortrags stellte der Master of Wine offiziell den Kongress WineFuture Rioja 09 vor, eine Veranstaltung, für die Robert Parker zu seiner ersten Spanienreise gewonnen werden konnte. Neben Parker versammelt der Kongress die einflussreichsten Persönlichkeiten des Sektors, um die derzeitigen Herausforderungen für die globale Weinindustrie zu analysieren und Lösungen, Ideen und Orientierungen einzubringen. Zu den illustren Gästen gehören Jancis Robinson, Mel Dick, Oz Clarke, Robert Joseph, Dan Jago, Steven Spurrier und viele andere.

Der internationale Kongress WineFuture 2009 wird veranstaltet von The Wine Academy of Spain und lädt im November die bedeutendsten Persönlichkeiten der globalen Weinindustrie nach Spanien ein, um die akuten Herausforderungen für den Sektor zu analysieren. Zur spanischen Delegation gehören neben weiteren Weinexperten der Direktor der FENAVIN Manuel Juliá sowie José Peñín, der Herausgeber des gleichnamigen spanischen Weinführers, des Guía Peñín.

Pancho Campo trägt als einziger Spanier den Titel Master of Wine. Er hat Weinbau und Wein-Marketing an der namhaften Kalifornischen Universität Davis studiert. Er schreibt für zahlreiche Publikationen zum Thema Wein, darunter angesehene Magazine wie die Australia & New Zealand Wine Industry Journal, und äußert seine fundierte und differenzierte Meinung in Reportagen der BBC und der Times. Er hat Schulungen und Fortbildungen in Bordeaux, London und Österreich absolviert und ist Dozent im Kursangebot des WSET (Wine and Spirit Education Trust) in Spanien. Außerdem hat er das Internationale Weinsymposium ins Leben gerufen.

Aber damit nicht genug, denn Campo berief auch das erste weltweite Treffen zum Thema "Klimaerwärmung und Wein" ein und schuf das Madrid Wine Festival und das Barcelona Wine Festival. Außerdem veranstaltete er den Weltkongress "Klimaerwärmung und Wein" mit der Beteiligung von Al Gore und der Unterstützung der OIV (Internationale Organisation für Rebe und Wein) und des Umweltministeriums.

The Wine Academy

TWA widmet sich der Schulung und Betitelung von Fachleuten für die Weinindustrie und ist in Spanien offizieller Träger des Wine & Spirit Education Trust (WSET). Ihr Kursangebot richtet sich an Fachleute aus den Kontrollräten und den Weinkellereien, sowie an Winzer, Wein-Marketing und Exportmitarbeiter, Sommeliers usw. Die Akademie veranstaltet fortlaufend die benannten Events, und zwar in der Regel in Zusammenarbeit mit den Kontrollräten beispielsweise von Jerez, Ribera del Duero, Rías Baixas, Somontano und Ribera del Guadiana, sowie Unternehmen wie Bodegas Miguel Torres, Castillo de Perelada, Codorniú oder Allied Domecq.

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