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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Die spanische Jugend hat die Kultur des Weins nicht", sagte Ramón Tamames

In dem Vortrag aus der Reihe 'Kultur und Wein' griff er das Streitthema Jugend und Wein auf

07.05.2009 | 

Günther Lorenz, Generaldirektor der Industrie- und Handelskammer von Ciudad Real, begrüßte als Referenten für den Vortrag einen bekannten Mann: Ramón Tamames, den er als Ökonom und 'homo universalis' bezeichnete. Professor Tamames beobachtet schon seit einigen Jahrzehnten nicht nur die sozioökonomische Realität Spaniens - oftmals aus privilegierter Warte -, sondern ist auch den Themenfeldern Umweltschutz, Geschichte und Politik interessiert. Da sich diese Interessenlage bei ihm mit einer großen analytischen Fähigkeit, einer rhetorischen Begabung und einer feinen Ironie paart, wird es kaum verwundern, dass seine Vorträge anschaulich und unterhaltsam zugleich sind.

Seinen Vortrag eröffnete er mit einer Botschaft, um den Sektor zu beruhigen. Tamames erzählte, dass er vor kurzem bei einer Tagung mit bedeutenden Vertretern des spanischen Weinbausektors zusammengetroffen sei und die allgemeine Stimmung aus gutem Grund äußerst positiv war. Konkret zitierte er einen der Branchenvertreter mit der Aussage, das aktuelle Exportvolumen (15 Millionen Hektoliter) könne innerhalb von knapp drei oder vier Jahren ohne weiteres auf 20 Millionen gesteigert werden. Und in der Tat - allerdings in einer anderen Konjunkturlage - betrug die spanische Weinexportrate vor fünf Jahren noch 5 Millionen hl.

Der Professor erinnerte auch daran, dass eine einflussreiche Persönlichkeit wie Robert Parker kürzlich wiederholt festgestellt habe, dass Spanien in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren zur Weltmacht des Weinbausektors aufrücken wird,

Eine von der spanischen Weinbranche weniger geliebte Tatsache ist allerdings der anhaltende Rückgang des Binnenverbrauchs, der inzwischen seit etlichen Jahrzehnten beobachtet wird. Tamames führt ihn zu einem guten Teil auf die Tatsache zurück, dass "die spanische Jugend keine Kultur des Weins mehr hat. Sie können einen Cariñena nicht von einem Rioja unterscheiden und einen weißen Katalanen nicht von einem Galizier. Und außerdem", so fügt er hinzu, "gibt es seitens einiger öffentlicher Stellen auch so etwas wie eine Verschwörung gegen den Wein."

Er schlägt vor, die Kultur des Weins auf allen Ebenen einzufordern. Und ihn natürlich nicht als Genussgift zu behandeln, sondern vielmehr seine hedonistischen, sozialen und gesunden Werte anzupreisen. Günther Lorenz führte in diesem Zusammenhang Deutschland an, wo der jährliche Weinverbrauch um die 25 Liter pro Kopf liegt und schon vor fast 40 Jahren das Punktesystem auf den Führerschein eingeführt wurde. Es kam auch zur Sprache, dass der Wein ein Generationsproblem ist, das im Fall vom Schnaps eingehend untersucht wurde: Man trinkt nicht dasselbe wie der eigene Vater. Schließlich wurde auch der Fall des Weins "Red Guitar" erwähnt, nach intensiven Marktstudien unter den jungen Verbrauchern in den USA von Constellation hergestellt: Sein Absatz beträgt jährlich eine Million Kisten.

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