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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Kurze Weinkarten, annehmbare Preise, so lauteten die Empfehlungen von Experten für "den aktuellen Weinmoment"

Die Podiumsgäste appellierten daran, nicht die Identität der verschiedenen spanischen Weine aufzugeben, um Ähnliches zu bereiten

07.05.2009 | 

Es gibt Gelegenheiten für den Weißen, den Roten und den Rosé ... Es gibt zahlreiche Weinmomente, je nach der Bedeutung, die wir dem Wort "Moment" geben. Einige dieser Momente wurden bei der Gesprächsrunde von Antonio Jiménez, Programmdirektor der Sendung "El gato al agua" auf Intereconomía TV beleuchtet.

Auf dem Podium saßen die Gäste Pedro Larumbe, bekannter Koch und Inhaber des Restaurants Pedro Larumbe; María José Monterrubio, Mitinhaberin, Sommelier und Oberkellnerin des Restaurants Chantarella (Madrid), ausgezeichnet mit dem ersten Preis als Oberkellnerin auf dem Gastronomiekongress "Madrid Fusión 2008"; Javier Gila, Sommelier von Lavinia , vorher Sommelier en chef im Hotel Ritz von Madrid, sowie Preisträger des "Custodio Zamarra"-Sommelier-Preises des "Madrid Fusión 2008."

Die vier sprachen über Gastronomie, den Fachhandel und die Tischbedienung und warfen Schlaglichter auf unterschiedliche "Weinmomente", ob sie nun die angespannte aktuelle Situation des Weinmarkts in der Wirtschaftskrise betreffen oder die Auswahl einer bestimmten Weinsorte zu einem Menü.

Schade, dass das spanische Kino keinen weiteren Film über den Wein gemacht hat wie "Entre copas"

Jiménez eröffnete das Gespräch und erklärte sich vorneweg zum "Weinliebhaber groß geschrieben", eine Branche, deren Philosophie er teile. Dann dankte er noch vor Beginn der Diskussion der Ministerin Elena Salgado dafür, dass "wir in unserer Sendung als einzige Talk-Show vor einem Glas Wein sitzen - das trägt zu unserem Erfolg bei". Nachdem er seine Begeisterung für den Film "Entre copas" bekundet hatte, bedauerte er, dass sich kein weiterer spansicher Regisseur des Themas "Wein" angenommen habe.

Für den Moderator "ist der spanische Wein kerngesund mit der ganzen Vielfalt und seinem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis", dem die anderen Podiumsteilnehmer zustimmten, bis auf Gila, die einwendete: "Es stimmt zwar, dass wir bei der Weinherstellung und der Vielfalt von Weinen einen großartigen Moment erleben, allerdings nicht beim Verbrauch, dessen Rate wir steigern müssen, indem wir die jungen Generationen in die Weinkultur einbeziehen."

María José Monterrubio (Chantarella): "Die Hälfte der Tischgäste verlangen Wein nach der Rebsorte nicht nach der Herkunft "

María José Monterrubio wies darauf hin, dass heutzutage nicht nur die Auswahl an Wein groß sei, sondern auch der "Gast immer mehr besser über Wein Bescheid weiß, sich aber gerne vom Sommelier oder einem anderen Kenner beraten lässt." Der weibliche Sommelier beobachtet im Verhalten der Gäste einen Wandel: "Meine Gäste verlangen inzwischen genauso häufig eine bestimmte Rebsorte wie einen Wein aus einem Anbaugebiet, während vorher nur das Anbaugebiet Ausschlag gebend war." Und sie appellierte an eine vernünftige Preispolitik der Restaurants, "die Gäste wollen nicht 'ausgezogen' werden, wenn die Rechnung für den Wein kommt."

Pedro Larumbe: Neue kurze Weinkarte mit wechselnden Weinen zu annehmbaren Preisen

Pedro Larumbe gehört als Koch zur kreativen Küche und eröffnet im Mai ein neues Restaurant mit dem Namen "El Plató" (das Plateau), weil es die Möglichkeit bietet, während des Essens an einer Fernsehsendung teilzunehmen. Seine Weinkarten will er der Nachfrage anpassen. "In diesem neuen Restaurant habe ich eine kurze Weinkarte mit 30 Marken, deren Preise zwischen 10 und 17 Euro liegen. Damit will ich die Formel vom ‚Gläschen Wein' propagieren, weil ich glaube, dass sie die jungen Leute animieren kann, sich an den Wein heranzuwagen, und weil wir es uns in der momentanen Lage nicht erlauben können, teure Weine auf die Karte zu setzen", sagte Larumbe.

Dann beschwerte sich der Koch darüber, dass die "Bodegas einfach zu viele Marken herausbringen, dabei ist der Markt schon völlig übersättigt."

Bei den Marken kannte sich vor allem Javier Gila aus, Manager für 4500 Weinreferenzen des Lavinia (der wohl besten Ladenkette für Wein in Europa), er versicherte: "Wir versuchen die spanischen Weine zu unterstützen", dann sagte er mit Blick auf die Kellermeister: "Guter Wein stammt aus alten Weingärten, wir dürfen unsere Identität nicht aufgeben." Für Gila "ist die Vielfalt das eine, aber das andere ist, dass Spanien nicht die Identität seiner Anbauzonen und Rebsorten verlieren darf, denn wenn wir dann alle die gleichen Weine bereiten, unter Verwendung der gleichen vermehrten Rebsorten, verarmen wir."

Er sprach sich dafür aus, ausgewogene Weine herzustellen und sowohl den Binnenverbrauch als auch den Exporthandel anzutreiben, und gestand seine Vorliebe für die "Coupages" der sonnenreicheren Zonen ab Madrid südwärts.

Javier Gila: "Der Sommelier und der Kellner zeichnet sich durch Zurückhaltung aus, und Obacht auf das Glas, in das er einschenkt und wie er das tun!"

Gila erteilte Sommeliers und Kellnern einen Ratschlag: "Der Profi zeichnet sich bei der Beratung durch Zurückhaltung aus und muss gut auf das Glas acht geben, in das er einschenkt und darauf wie er einschenkt. Wenn dieses Ritual nicht vollendet ist, kann dadurch die Vorstellung, die ein Gast oder Konsument vom Wein hat, beeinträchtigt werden."

In der anschließenden Saaldiskussion wurde infolge von Beiträgen aus dem Publikum über Roséweine gesprochen, die unter jungen Leuten durch den Einfluss italienischer Moste beliebt sind; die Vorstellung, dass Weinvorlieben oder Weinherstellung vom Geschlecht beeinflusst werden, wurde verworfen; und es kam ganz deutlich zum Ausdruck, dass wir in der aktuellen Lage mit dem Weinpreisen im Restaurant nicht übertreiben dürfen, weil hierzulande, anders als in anderen Ländern Europas zuerst das Essen bestellt wird und dann der Wein, den man dazu trinkt.

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