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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

"Über 20 % des in Brasilien getrunkenen Weins stammen aus Italien. Wieso kommen nur 3 % aus Spanien?"

Dario Taibo, Hauptgeschäftsführer der Sociedade Da Mesa, einer Filiale des spanischen Unternehmens Vino Selección sprach auf der Fenavin darüber, wie man den brasilianischen Markt erobert.

06.05.2009 | 

Der Hauptgeschäftsführer der Sociedad Da Mesa, der brasilianischen Filiale von Vino Selección, Dario Taibo, hielt am heutigen Mittwoch, den 6. Mai, auf dem Messegelände von Ciudad Real, im Rahmen der FENAVIN 2009, eine Vortrag über "Positionierung und Image des spanischen Weins in Brasilien". Zusammenfassend ermutigte Taibo die spanischen Weinhändler, sich auf den internationalen Märkten aggressiver zu gebärden.

Taibo sprach in seinem Referat über den brasilianischen Weinmarkt von dessen groben Merkmalen, seiner Größe, den Perspektiven und den Hauptkonkurrenten, die, wenn man dem Brasilianer glauben will, die Spanier selbst sind. Er gab auch einen kurzen Rückblick über die Entwicklung und die Verbreitung von spanischem Wein in Brasilien, sowie über den Export der vergangenen Jahre, der sich nach Taibos Ansicht noch "in den Kinderschuhen befindet, aber mehr kann, denn wir können und müssen ihn ausweiten." Der Markt wächst, jedoch sehr langsam. Diese Langsamkeit ist heutzutage, wo der spanische Wein auf dem internationalen Markt sehr wettbewerbsfähig ist, nicht mehr zu rechtfertigen", fügte er hinzu.

Taibo ist der Ansicht: "Der spanische Erzeuger hat keinen ernstzunehmenden Versuch unternommen, seinen Wein in Brasilien zu verkaufen, und das trotz des großartigen Preis-Leistungs-Verhältnisses spanischer Weine." Gleichzeitig stellte er seinem Publikum die Frage: "Um nach England zu kommen, was tut man da? Genau dasselbe wie, um nach Brasilien zu kommen. Man setzt sich ins Flugzeug und fertig. Der einzige Unterschied ist, dass das amerikanische Land ein bisschen weiter weg ist, aber ich persönlich finde es merkwürdig, dass 20 % des in Brasilien getrunkenen Weins aus Italien stammen, Denn wenn ich mich nicht täusche, liegt das sogar noch weiter entfernt als Spanien."

Es gibt kaum Vorstellungen des spanischen Weins in Brasilien

Der Hauptgeschäftsführer von der Sociedade Da Mesa sprach dann über die Vorstellungen von spanischem Wein in der Wahrnehmung des brasilianischen Verbrauchers. "Spanischer Wein kann und muss bekannter gemacht werden. Ein Bild des spanischen Weins existiert in Brasilien schlichtweg nicht, es ist daher weder schlecht noch gut, sondern nicht vorhanden. Es ist ein Jammer, dass sich seine Herkunftsbezeichnungen, sich sogar aus dem Mund von Kennern, auf Rioja und Ribera beschränken", fand er.

Außerdem ging er darauf ein, welche Perspektiven der brasilianische Markt den ausstellenden Weingütern bieten kann. Schließlich gab er Spanien und seinen Bodegas einige Empfehlungen, damit sie im brasilianischen Markt bekannter werden und sich durchsetzen. Für Taibo "fehlt es den Spaniern weder an Wein noch am guten Preis. Sie sollten einmal versuchen ihn zu verkaufen, das wäre der richtige Anfang." Der Brasilianer findet, dass die spanischen Weinkellereien "Unrecht haben, wenn sie sich über fehlende staatliche Hilfen beschweren, denn das ICEX bietet ihnen eine großartige Plattform und zahlreiche Hilfestellungen an, aber sie wissen diese nicht richtig zu nutzen."

In Brasilien werden 60 % der verbrauchten Weine im Supermarkt abgesetzt, weitere 25 % über den Distributionsweg HORECA (Hotels und Restaurants) und 12 % über den Direktverkauf (Kataloge, Internet, usw.). Was die Einfuhren angeht, so kommen diese hauptsächlich aus Chile, wegen der geographischen Nähe und die Zollvorteile, gefolgt von Argentinien, und Italien schafft es spgar, mit über 20 % des konsumierten Weins dabei zu sein. "Wieso ist Spanien dann nur mit 3 %" dabei?", fragte Taibo noch einmal in die Runde. Dann lobte er Initiativen wie die Weinmesse FENAVIN, "um Handel zu treiben, und damit die spanischen Weinhändler mitbekommen, was in anderen Breiten los ist und sich auf Märkte wie Brasilien verlegen."

Abgesehen von seiner Rolle als Weinclub betreibt die Sociedade da Mesa den Direktimport des größten Teils der unter seinen Mitgliedern und Kunden verkauften Weine. Der Club wählt europäische und lateinamerikanische Weine aus und veröffentlicht seine Beurteilungen monatlich in einem Mitteilungsblatt http://www.sociedadedamesa.com.br/informativos/.

Dario Taibo ist gleichzeitig Herausgeber des Weinmagazins Sociedade da Mesa, das in Brasilien zu den auflagenstärksten zählt. Er ist auch Kolumnist und freier Mitarbeiter an verschiedenen Weinpublikationen, sowohl brasilianischen als auch internationalen, und wird regelmäßig als Mitglied in die Jurys der verschiedenen internationalen Weinwettbewerbe berufen. Taibo ist Autor des Buches "Sobre vinos, hombres y el arte de beber" (Über Wein, Männer und Trinkkunst) und Herausgeber des ersten brasilianischen Wein-Podcast. Er organisiert Kurse für Weinliebhaber und professionelle Sommeliers.

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