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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Die Architektur ist ein wichtiger Bestandteil und ein Hinweis auf die Qualität des verkauften Weines"

Der bekannte Architekt Diego Peris zeigt in einer Ausstellung von großformatigen Fotographien die Baudenkmäler von Castilla-La Manchas und Spaniens Weinbau im Verlauf der Jahrhunderte.

05.05.2009 | 

Die FENAVIN gibt in der Ausstellung "Architektur und Wein" des angesehenen Architekten Diego Peris der Architektur die Ehre. Zu sehen ist sie im Ausstellungssaal der Messe (im Anschluss an die Halle Ganímedes), und zwar zu dem von Peris eindeutig formulierten Zweck, "die industriellen Baudenkmäler ersten Ranges der vergangenen Jahrhunderte, die nicht einmal vom eigenen Sektor angemessen geschätzt werden, ans Licht zu bringen." Und darüber hinaus zu zeigen, dass "die Architektur ein wichtiger Bestandteil" sei und ein Hinweis auf die Qualität des verkauften Weines, also sozusagen das Image des Produkts darstellt, das man vermarkten möchte", erklärt Peris.

Castilla-La Mancha und andere autonome Regionen des Landes müssen jetzt, im 21. Jahrhundert, auf den Zug der Architektur aufspringen und deren Attraktivität für den Weintourismus entdecken. Dazu stellt die Spanische Weinmesse diese Sammlung von 54 großformatigen Bildtafeln und den dazugehörigen Texten über die bauliche Entwicklung der Weingüter im Laufe der Jahrhunderte aus, angefangen in der Zeit, als der Wein noch in Höhlen gelagert wurde, bis zu den heutigen, sorgfältig entworfenen Bauten. Die Fotos stammen sowohl vom Architekten Diego Peris als auch vom Fotografen Rafael Turnes.

Die sehr gut besuchte Ausstellung befindet sich in dem an die Halle Ganímedes anschließenden Saal und besteht aus vier Abschnitten. Der erste gilt der Zeit, als der Wein noch in Höhlen ausgebaut und gelagert wurde, "wo man sich die natürlichen Gegebenheiten zunutze machte", wie Diego Peris erläutert, was übrigens 1800 Jahre lang in Cuenca, in Valdepeñas, etc. der Fall war.

Im zweiten Abschnitt dokumentiert er die bis zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Bodegas, für deren Konstruktionen Holz, Beton und schließlich Stahl verwendet wurde. Da sieht man Weingüter aus Tomelloso und der Mancha, etc. Dieser stellt Peris z. B. die großartige von Katalonien unter Denkmalschutz gestellte Bodega Codorniu des Arquitekten Puig i Cadafalch gegenüber.

Der dritte Abschnitt der Ausstellung widmet sich der Architektur nach der Industrialisierung des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts, hier stehen Castilla-La Manchas Kooperativen, nach Provinzen angeordnet, im Mittelpunkt.

Dann kommt ein Abschnitt, in dem mehrere Weingüter mit besonders durchdachten Entwürfen gezeigt werden sowie neue Bodegas und Kooperativen. Darunter die Abfüllanlage der Bodegas Félix Solís in Valdepeñas (C.Real), Bodegas wie 14 Viñas (Casalobos) in Picón (C.Real) oder Pagos del Marqués de Griñón in Malpica oder Dehesa del Carrizal in Cabañeros.

Abschließend geht er besonders auf die modernere Architektur ein, z, B. Bodegas Pago del Vicario von den Architekten Juan Sánchez und Luz Gallego; Bodegas Real, geschaffen von Ignacio García Pedrosa und Angela García de Paredes; die Finca Antigua, vom Architekturbüro LKS; Bodegas Naranjo, entworfen von den Architekten Javier Bernalte und José Luis León; Bodegas Celaya, ein Werk von Eloy Celaya, und schließlich die Bodega Uribes Madero in Huete (Cuenca) mit ihrer preziösen Flaschenhalle.

Zum Vergleich zeigt die Ausstellung auch einige Tafeln mit bemerkenswerten Weingütern aus dem restlichen Land, so Julián Chivite in Navarra, ein Werk von Rafael Moneo; Bodega Ysios des Architekten Santiago Calatrava oder Bodega Marqués de Riscal von Ghery, beide in Alava. Dazu Bodegas López Heredia in Logroño; Bodega Protos, das Werk von Rogers Stirk Harbour, in Valladolid.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Einbettung der Architektur in die Geschichte des Weinbaus und deren Bedeutung für Castilla-La Manchas Wirtschaft und Kultur. Hier wird gezeigt dass diese Baukunst untrennbar zur Landschaft gehört und an Beispielen deutlich gemacht, wie sie sich Weinbergen, nachhaltigem Anbau, der typische Landschaft der Mancha etc. anpasst, so in Alcázar, Herencia oder Criptana, das übersät ist von Weingärten und Mühlen; von Mühlen und Weingärten; und im Fall von Consuegra von Mühlen und Burgen; oder von Weinbergen und den für das 21. Jahrhundert typischen Windrädern.

Bauten als Spiegel der Entwicklung der Bodegas

Für Diego Peris besitzen die Bodegas der heutigen Zeit mit ihrer modernen Ausstattung als gut durchdachte Bauten durchaus einen ästhetischen Aspekt, doch sei der nur ein Ausdruck der darin stattfindenden Prozesse auf hohem qualitativen Niveau. Und er fügt hinzu: "Wir verfügen in Castilla-La Mancha über ein Schatz an Baudenkmälern der Industrie, die an verschiedenen Stellen stehen und ihre ganz eigene Besonderheit besitzt. Diese werden ergänzt durch die modernere Architektur, die zwar weniger Aufsehen erregend ist als in Nordspanien, aber sehr wohl ein Merkmal unserer Gegend ist und vom Weintourismus berücksichtigt werden sollte."

Nach Ansicht des Architekten ändert sich die bauliche Landschaft mit den veränderten Anforderungen eines modernen önologischen Weinmarktes, der sich längst nicht mehr auf die bloße Weinbereitung beschränkt, sondern Kultur und Freizeitangebote integriert. Dazu brauche man dann die entsprechenden Räumlichkeiten, wie einen Saal für die Weinprobe oder ein Hotel, denn es sei wichtig, die richtigen Signale zu setzen.

Peris erklärt, die internationale Weinmesse sei "ein großartiger Ort", um seine neue Ausstellung zu den Bauwerken dieses Typs zu zeigen, die nach Ansicht des Künstlers, wegen der Stellung des Sektors in der Region, ein wichtiger Aspekt der industriellen Architektur von Castilla-La Mancha sind.

Die letzte Ausgabe der FENAVIN nutzte Peris bereits als Plattform für die Präsentation seines Bandes "Arquitectura y Cultura del Vino" (Weinarchitektur und -kultur), eine bebilderte Dokumentation über die Bodegas von Castilla-La Mancha, die das Gewicht der Weinkultur dieser Region besonders schön zur Geltung bringt und für die Peris mehr als zwei Jahre vor Ort recherchiert hat.

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