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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Der Journalist und Blogger Robin Goldstein plädiert für die Blindverkostung, um die eine ehrliche Weinkritik zu gewährleisten

Zur Untermauerung seines Votums erfand er ein Restaurant und gewann mit dessen fiktiver Weinkarte im vergangenen Sommer einen begehrten Preis

05.05.2009 | 

Der Journalist und Blogger aus den USA Robin Goldstein nahm an der FENAVIN teil, wo er für die Blindverkostung als einzige ehrliche Methode plädierte, einen Wein zu bewerten und eine Kritik zu verfassen. Nur dann werde vermieden, was nach seiner Erfahrung unvermeidlich ist: "Wir verkosten einen Wein, aber ebenso, das, was wir von ihm wissen."

Goldstein ist studierter Neurologe aus Harvard hat einen Universitätsabschluss in Jura von der Uni Yale und berichtet, dass ihn seine Recherchen in der Weinwelt wieder zur Neurologie zurückgeführt haben, um zu erforschen, was er den "Palcebo-Effekt oder den Geschmack des Geldes" nennt, nämlich, dass uns ein Wein besser oder schlechter vorkommt, je nach den Vorinformationen, die wir von ihm haben, zum Beispiel zu Preis, Jahrgang, Rebsorte, Terroir, um nur einige zu nennen. "Wenn eine Verkostung nicht bild durchgeführt wird, dann ist es so gut wie unmöglich, den Geschmack des Weins von dem des Geldes zu unterscheiden", lautet seine Erkenntnis.

Der Name Goldstein wurde in der internationalen Weinwelt bekannt, nachdem der Mann 2008 den 'Award of Excellence' gewann, eine begehrte Auszeichnung des angesehenen Magazins Wine Spectator für die besten Weinkarten in Restaurants. Goldstein nahm an der Ausschreibung mit einer 'Liste von Reservas' teil, die er dem mailändischen Restaurant 'Osteria L'Intrepido' zuordnete. Die Weinkarte bestand hauptsächlich aus italienischen Weinen, die während der letzten Jahre in den Beurteilungen des Wine Spectaror mäßig bis schlecht abgeschnitten hatten. Dazu Goldstein: "Das Interessante ist nicht, dass die Weine meiner Karte angeblich kaum der Rede wert waren, entscheidend ist, dass es das Restaurant gar nicht gibt. In Mailand gibt es kein Restaurant mit dem Namen 'Osteria L'Intrepido'". Die Schlussfolgerung daraus ist vernichtend: "Es ist kaum anzunehmen, dass ich der erste war, der mit einer Weinkarte am Wettbewerb teilnahm, die überhaupt nicht dem Weinkeller des betreffenden Restaurants entspricht."

Robin Goldstein betont, dass er gar nichts gegen Weinkritiker habe und genauso wenig gegen teure Weine - auf diese simple Formel hatten einige Medien sein Anliegen reduziert -, sondern er habe was gegen Leute, die Weinkritiken mit sichtbaren Etiketten durchführen und dafür Geld oder öffentliche Aufmerksamkeit bekämen. Diese Vorgehensweise schädige gute Weine aus kleineren Herkunftsbezeichnungen und bevorzuge mittelmäßige Weine aus bekannteren Herkunftsbezeichnungen, versichert er.

Die blinde Doppelverkostung "als einzig brauchbare Methode, um einen Wein richtig zu beurteilen"

Alle diese Überlegungen haben Goldstein dazu veranlasst, eine neue Form der Beurteilung von Wein vorzuschlagen. Seither macht es sich die 'Honest Wine Movement' ('Aufrichtige Weinbewegung') zur Aufgabe, die blinde Doppelverkostung als einzig brauchbare Methode anzupreisen, um einen Wein richtig zu beurteilen. Bei dieser Methode erhält der Verkoster vorab keinerlei Informationen über den Wein (und kennt weder Anbaugebiet noch Jahrgang), so dass die Punktvergabe echt ist und den Maßstab setzen kann für einen angemessenen Marktpreis. Um zu verhindern, dass der Verbraucher desorientiert ist und die Weinpreise nicht die Realität des Marktes widerspiegeln, sei diese Methode konzipiert worden, so Goldstein.

Goldstein hat in mehreren Ländern eingehende Recherchen und Studien durchgeführt, die beweisen, dass die Experten bei der Blindverkostung nicht unbedingt die teuren Weine besser einstufen als die preiswerten. Außerdem versichert er, es gebe wissenschaftliche Beweise dafür, dass sich die Wahrnehmung sowohl von Experten als auch von Laien unbewusst von der Erwartung beeinflussen lässt, die verkostete Flasche enthalte einen teuren Wein.

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