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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Javier Rioyo, Almudena Grandes, Luis García Montero und José Manuel Caballero Bonald sind der engen und ewigen Beziehung zwischen Wein und Literatur auf der Spur

Almudena Grandes und Luis García Montero

Almudena Grandes und Luis García Montero

Der Autor und Journalist Manuel Juliá moderiert am 5. Mai, um 18.00 Uhr die Podiumsdiskussion 'Wein und Literatur'

02.05.2009 | 

Die Beziehung zwischen Wein und Dichtkunst reicht weit zurück in die Vergangenheit und schlug sich unter anderem im ersten Gedicht spanischer Sprache nieder, "als schon Gonzalo de Berceo von der großartigen Begleitung eines guten Weines für jeden einzuschlagenden Weg sprach". Diese Feststellung trifft der Autor José Manuel Caballero Bonald, 2006 ausgezeichnet mit dem Premio Nacional de Poesía, der an der Podiumsdiskussion "Wein und Literatur" beteiligt sein wird. Dem Journalisten und Autor Manuel Juliá ist es gelungen, außer diesem für die Diskussion, die eine der interessantesten Veranstaltungen im Rahmenprogramm der FENAVIN zu werden verspricht, den Schriftsteller und Kolumnist von El País Javier Rioyo sowie die Autoren Almudena Grandes und Luis García Montero zu gewinnen. Stattfinden wird das Ganze auf der FENAVIN, die am 5. Mai im Messezentrum von Ciudad Real ihre Tore öffnet.

Bonald drückt es so aus: "Der Wein war in der Literaturgeschichte stets sehr gegenwärtig, sowohl als Objekt des Lobens, wie auch als wichtiger Teil der Kultur, was ja die beiden Kanäle ein und desselben Lebensstroms sind," wie der Dichter aus Jerez findet. Für den im Jahr 1926 geborenen Schriftsteller ist der Wein ein Nahrungsmittel, das er zu sich nimmt, "aber genauso ein für den vollständigen Lebensgenuss unerlässliches geistiges Gut."

Nach seiner Ansicht praktizieren die neuen Generationen eine "Abwertung des edlen Weintrinkens durch die so genannten 'Botellónes' (öffentliche Trinkgelage. Anm. d. Übers.), obwohl diese ein legitimes Vergnügen ist, aber, "so gibt er betrübt zu bedenken, "das ästhetische Konzept des Weins als Schönheit und Fülle bleibt dabei auf der Strecke."

Was die FENAVIN betrifft, so wartet er schon mit Ungeduld darauf, eine Messe zu besuchen, auf der er neue Weine probieren möchte, denn erfindet, dass in allen Gegenden der Halbinsel gute Weine bereitet werden, ist aber ganz besonders neugierig auf die Weine aus den Anbaugebieten der Mancha, "eine Gegend, von der ich weiß, dass sie großartige Weine hervorbringt, deshalb hoffe ich, dass mir jemand dabei hilft, sie zu entdecken."

Der Autor und Kolumnist von El País Javier Rioyo glaubt seinerseits, dass "der Wein so eng mit den Anfängen der Literatur verknüpft ist, dass sie eine untrennbare Einheit bilden: Er ist in der Mythologie, in der Bibel, beim ersten Kastilier ... Er kommt überall in der Kultur vor, in der gesprochenen, gemalten, geschriebenen, mythologischen ...", führt er aus.

Für Rioyo, "hilft uns der Wein, aus uns herauszugehen, er fördert die Kommunikation unter den Menschen, er verhilft uns zu mehr Entspanntheit, zu mehr Fröhlichkeit, zu dem Gefühl, gar nicht so viele Probleme zu haben ... Die Suche nach dem Genuss ist dem Menschen angeboren, und der Wein steht in direkter Beziehung dazu", sagt er.

Zur FENAVIN, die er seit ihrer zweiten Ausgabe kennt, äußert sich der Autor so: "Sie ist eine wichtige Messe und hat eine Menge Kapazitäten, um den Handel anzuregen und alle zwei Jahre neue Weine vorzustellen." Nach seiner Ansicht ist die Vorstellung, nur zwei spanische Regionen würden guten Wein hervorbringen, inzwischen überholt. "Heute", so Rioyo, "wird in vielen Gegenden Spaniens guter Wein erzeugt, der vielerorts der Natur sogar regelrecht abgerungen wird." Während seines Messebesuchs hat er vor, "nicht nur gute Weine zu genießen, die ich schon kennen, sondern natürlich auch andere zu entdecken."

Ein weiterer Podiumsteilnehmer, der große Dichter aus Granada Luis García Montero, versichert: "Wein ist ein Teil des Lebens, schon seit der Antike, und die Literatur ist der Handel mit dem Leben, von daher ist ihre Verbindung seit jeher sehr eng." Nach seiner Meinung, "bietet sich der Wein als Metapher geradezu an, sei es in kritischen Momenten, wie in den Rimas von Bécquer, sei es als Metapher von Glück und Optimismus, wie in der Dichtung des 18. Jahrhunderts bei José Cadalso, Meléndez Valdés oder aktueller, in Werken wie Borges' Poema al vino".

Seine eigene Beziehung zum Wein weiche von diesem letztgenannten Beispiel gar nicht so sehr ab, "denn er sei eine Einladung zum Glücklichsein." Seiner Meinung nach, "schätzen Leute gute Weine, die das Leben selbst zu schätzen wissen, und das ist die große Würde des Menschen", schlussfolgert er.

Auf die Frage, was er von der FENAVIN erwartet, antwortet er rundheraus: "Mich mit Freunden über die Literatur austauschen und ein Gläschen auf die Gesundheit trinken, und zwar auf die Gesundheit beider - der Literatur und des Weins."

Almudena Grandes: "Ich habe noch nie zwei Personen erfunden, die sich bei einem Glas Wasser verführen, bei einem Glas Rotwein schon eher."

Die Schriftstellerin Almudena Grandes gehört auch zur Prominenz auf dem Podium: "Literatur und Wein", und ist von dieser Beziehung überzeugt, seit "Noah sich betrunken hat, weil der Wein schon immer Objekt und Subjekt der Literatur war, so dass viele Schriftsteller große Weintrinker und große Autoren gewesen sind."

In allen ihren Büchern gibt es Bezüge zwischen ihren Figuren und dem Wein. "Ich habe noch nie zwei Personen erfunden, die sich bei einem Glas Wasser verführen, bei einem Glas Rotwein schon eher", weshalb die Absolventin eines Geschichts- und Geographiestudiums zu Hause Rotwein zum Essen trinkt, "einerseits wegen des mit dem Wein assoziierten Genusses und zum anderen wegen des Weingenusses an sich."

Die Autorin von bekannten Romanen wie "Lulu - die Geschichte einer Frau", "Malena", "Ich werde dich Freitag nennen" oder "Das gefrorene Herz" (zum Besten Buch des Jahres 2008 gekürt), neigt eher zum Rotwein. "Ich gehöre zu den Leuten, die finden, der beste Weißwein ist ein Rotwein." Gleichzeitig ist sie bei ihren Weinvorlieben eindeutig patriotisch: "Für mich ist der Wein aus Spanien der beste im Qualitäts-Preis-Verhältnis der Welt."

Sie wählt ihren Wein aus Gegenden, die ein besonders günstiges Klima für den Weinbau haben, wie Castilla-La Mancha, Rioja, Ribera del Duero und andere. "Die Weine aus diesen Erzeugergebieten sprechen mich am meisten an, weil der Wein dort weitestgehend natürlich gezogen und kaum Chemie eingesetzt wird, so wie ich es mag", sagt die regelmäßig mit Beitragen in der Tageszeitig El País vertretene Almudena Grandes.

Obwohl sie noch nie auf der FENAVIN gewesen sei, freut sie sich auf den Besuch dieser Spanischen Weinfachmesse, der mit ihrem 49. Geburtstag zusammenfällt: "Ich finde es nicht nur logisch, dass Spanien eine Messe von dieser Bedeutung ausrichtet, sondern auch sehr wichtig, dass mit ihr die Weinkultur gestärkt wird." Und die Teilnahme auf dem Podium ist für sie "wie ein Familientreffen, das wahrscheinlich sehr unterhaltsam wird ", weil "Caballero Bonald, Javier Rioyo und Luis García Montero sozusagen bei mir zur Familie gehören", schließt sie.

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