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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Professor Ramón Tamames spricht auf der FENAVIN über "Spaniens Weinkultur und Jugend"

Der große Beobachter und Analytiker von Spaniens sozio-ökonomischer Realität packt ein umstrittenes Thema an, das für den nationalen Weinmarkt von erheblicher Bedeutung ist

27.04.2009 | 

Von all den Bereichen, für die sich Professor Tamames während seiner Laufbahn interessiert hat, gehört die Weinwelt gewiss zu seinen Lieblingsthemen. Sobald er darüber zu sprechen beginnt, gesellt sich zu seiner analytischen - mit einer kräftigen Prise Ironie gewürzten - Klarheit dieses Besondere eines Menschen, der über etwas spricht, was ihn begeistert. Das können die Besucher eines Vortrags erleben, den er auf der FENAVIN halten wird, der Spanischen Weinmesse zwischen dem 5. und 7. Mai im Messezentrum von Ciudad Real.

In seinem Beitrag mit dem Titel 'Spaniens Weinkultur und Jugend' wird er über eine in der allgemeinen und in der Fachpresse bereits viel beachteten Angelegenheit sprechen, die schon zu zahlreichen Initiativen von unterschiedlicher Resonanz geführt hat. Das Thema weckt zweifellos großes Interesse in der Branche, zumal deren Fachleute seit geraumer Zeit den richtigen Weg suchen, um ihre Märkte auf die Potenziale der jüngeren Verbraucher auszuweiten.

Tatsache ist - wenn auch unterschiedlich diskutiert -, dass sich der spanische Weinbausektor in den letzten Jahren grundlegend gewandelt hat und inzwischen sowohl quantitativ als auch qualitativ eine potente Industrie ist. Kürzlich hat er übrigens Frankreich aus dem zweiten Rang im weltweiten Weinexport nach Volumen verdrängt. Anders ausgedrückt: 19 % der globalen Exportrate werden durch spanische Weine erzielt.

Gleichzeitig geht der Inlandverbrauch seit mindestens 20 Jahren spürbar zurück und beläuft sich derzeit auf etwa 18 Liter pro Einwohner und Jahr, womit er weit unter den Zahlen anderer traditioneller Erzeugerländer liegt. Zu den vielen Ursachen für diesen Rückgang "wird gewöhnlich nicht die gezählt, um die es in meinem Vortrag auf der FENAVIN gehen soll", erklärt Professor Tamames. Der Ökonom beklagt nämlich, dass es der spanischen Jugend im Allgemeinen an Grundwissen über Wein fehle: "Unsere Jugendlichen können einen Cariñena nicht von einem Rioja unterscheiden; einen Ribera del Duero nicht von einem Ribera del Guadiana; einen Rías Baixas nicht von einem Bierzo; oder schlimmer noch, einen Cava nicht von einem Perlwein oder einem Gespritzten."

Eine These des Vortrags kreist um den Konsum "harter" Getränke und anderer Drogen, die unter Jugendlichen grassieren, und behauptet, mehr Kenntnisse über die große Vielfalt an Spaniens hochwertigen Qualitätsweinen könne in dieser Hinsicht sehr positive Ergebnisse zeigen. Allerdings kommen in Professor Tamames' Ausführungen selbstverständlich viele weitere Argumente zur Sprache. Argumente, die der versierte Vortragsredner nicht vorwegnehmen möchte, "um diese gesunde Qual, die bei Ankündigungen solcher Veranstaltungen unvermeidbar ist, noch ein wenig in die Länge zu ziehen."

Ramón Tamames ist promovierter Jurist und Wirtschaftswissenschaftler. Seit 1968 hat er eine Professorenstelle für Wirtschaftsstruktur, zunächst in Málaga und seit 1975 an der Universidad Autónoma von Madrid. Er ist Autor einer Reihe von Büchern und Artikeln über die spanische und die internationale Wirtschaft, über Ökologie, Geschichte und politische Themen. Er war Wirtschaftsberater des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und der Interamerikanischen Entwicklungsband (IADB). Er ist Doktor Honoris Causa der Universitäten von Buenos Aires, Lima, und Guatemala; seit 1992 Mitglied im Club of Rome und hat seit 1993 die Professur Jean Monnet der Europäischen Union inne. Er wurde 1997 mit dem Spanischen Wirtschaftspreis Premio Rey Jaime I de Economía ausgezeichnet und 2003 mit dem Spanischen Wirtschafts- und Umweltpreis Premio Nacional de Economía y Medio Ambiente. Von 1977 bis 1981 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses und ist Mitunterzeichner der Spanischen Verfassung von 1978.

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