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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Die FENAVIN führt die 'große Debatte' über die aktuelle spanische Küche mit dem Koch Santi Santamaría und dem Gastronomiekritiker José Carlos Capell

Santi Santamaría, Lorenzo Díaz und José Carlos Capell

Santi Santamaría, Lorenzo Díaz und José Carlos Capell

Moderiert von dem Journalisten Lorenzo Díaz, werden Koch und Kritiker über den Boom der neuen spanischen Spitzengastronomie diskutieren

18.04.2009 | 

Der Chefkoch Santi Santamaría und der Gastronomiekritiker José Carlos Capell vertreten diametral entgegen gesetzte Positionen und werden auf der V. Spanischen Weinmesse FENAVIN-2009, die vom 5. bis 7. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet, um einen Konsens ringen.

Santi Santamaría, allseits bekannter Meister seines Faches - seine drei Lokale 'Racò de Can Fabes', 'Evo' und 'Sancelony' sind mit insgesamt sieben Sternen gekrönt -, ließ seine Zunft bis in die Grundfesten erzittern, als er im Mai 2008 sein Buch La cocina la desnudo (Die Küche bloßgelegt) veröffentlichte. Einige nannten es einen "Skandal", weil der Koch in seinem Werk gegen eine große Anzahl verbreiteter Praktiken genau in den Restaurantküchen wetterte, die die spanische Gastronomie der letzten zehn Jahre in den höchsten Weltrang hoben.

Santamarías Hauptkritik gilt den schier endlosen Zusatzstoffen, die sich auf den Tellern zahlreicher Restaurants breit machen und die Wegbereiter waren für die so genannte 'wissenschaftliche' oder Molekularküche. Aber er prangert auch die unverhältnismäßige Medienpräsenz seines Berufsstandes an. Im Vorwort kündigte Lorenzo Díaz zu dem Buch an: "Santamaría feuert mit Esprit auf die Mythen seines Berufsstandes und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er sagt, dass heutige Köche, die größte Herausforderung zu bestehen haben, indem sie sich nicht zu den Hofnarren der Snobs und Yuppies machen lassen."

Der katalanische Chef de cuisine beklagt auch den Verlust der traditionellen Werte und die Unordnung in der Esskultur, die mit unserem modernen Leben einher geht. So schreibt er in seinem Buch, dass "49 % der spanischen Hausfrauen weniger als eine Stunde am Tag mit Kochen zubringen", und, was er noch schlimmer findet, "40 % noch nicht einmal gerne kochen."

Lorenzo Díaz schreibt in dem zitierten Vorwort auch, jemand habe einmal gesagt, die auffälligste kulturelle Veränderung der spanischen Übergangsgesellschaft sei die Revolution der Küche und die Tatsache, dass die kulinarischen Gepflogenheiten Spaniens etwas Universelles geworden seien. Das ist zweifellos die positive Seite des Booms der neuen spanischen Gastronomie mit Köchen des Formats eines Adriá oder Arzak, die ihre Arbeit und das Bild Spaniens in sämtliche großen Tempel der internationalen Küche getragen haben. José Carlos Capell -Gastronomiekritiker der Tageszeitung El País, Mitglied der Spanischen Gastronomieakademie und einer der meistgeachteten Autoren der spanischen Küche - hat den Part, die zahlreichen und bedeutenden Errungenschaften unserer Landesküche in den letzten Jahren hervorzuheben.

Lorenzo Díaz hat sich La Mancha zur Wahlheimat gemacht, er ist Soziologe, Journalist und mit regelmäßigen Beiträgen in Onda Cero vertreten; seine Rolle in dem Gespräch, sei die des "Bösewichts" und "Provokateurs", wenn er diese Diskussion moderiert, bei der die "Fetzen" fliegen könnten. Doch bei näherem Hinsehen ist es die Rolle des Guten, da ja alle dasselbe Ziel verfolgen, nämlich Schlussfolgerungen zu finden, die den angeblich durch die Exzesse angerichteten Schaden begrenzen und dabei die tatsächlichen Errungenschaften nicht aus dem Auge zu verlieren. Ciudad Real und die FENAVIN werden zur privilegierte Bühne dieser aufgeheizten 'Großen Debatte' - eine einmalige Gelegenheit, die ohne Zweifel die Blicke aller Interessierten auf eins der Phänomene lenken wird, das Spanien in der jüngeren Vergangenheit mehr als vieles andere über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.

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