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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Federico Castellucci, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Rebe und Wein OIV, analysiert auf der FENAVIN die aktuelle Situation des weltweiten Weinbaus

Von berufener Warte geht er auf Schwierigkeiten und Chancen der derzeitigen Konjunktur ein

15.04.2009 | 

Im ersten Teil seines Vortrags -während der V. Spanischen Weinmesse, der FENAVIN 2009, die vom 5. bis 7. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet -, wird Federico Castellucci die Struktur der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) beschreiben sowie deren Aktivitäten umreißen.

Die OIV - im Jahr 1924 als 'Internationales Amt für Rebe und Wein' gegründet und im April 2001 unter ihrem aktuellen Namen neu gegründet und strukturiert - ist eine zwischenstaatliche, Organisation mit anerkannter wissenschaftlich-technischer Zuständigkeit in den Bereichen Rebe, Wein, weinhaltige Getränke, Tafeltrauben, Rosinen und andere Reberzeugnisse.

Mitglieder der OIV sind unabhängige Staaten bzw. zwischenstaatliche Organisationen aus unabhängigen Staaten mit den Befugnissen ihrer Mitgliedstaaten. Die OIV hat derzeit 44 Mitglieder.

Die Generalversammlung ist das Plenarorgan der OIV, sie besteht aus den von den Mitgliedstaaten abgeordneten Vertretern. Der Exekutivausschuss - in dem jeder Mitgliedstaat mit nur einem Abgeordneten vertreten ist - übt die Befugnisse der Generalversammlung aus. Bei der Entscheidungsfindung gilt üblicherweise das Konsensprinzip.

Die wissenschaftliche Tätigkeit der Organisation findet über folgende Expertengruppen, Kommissionen und Unterkommissionen statt: Weinbau, Tafeltrauben, Rosinen und nicht gegorene Reberzeugnisse; Önologie; Analysemethoden; Wirtschaft und Recht; Sicherheit und Gesundheit.

Im Bereich ihrer Zuständigkeit lassen sich die Ziele der OIV in zwei Punkte zusammenfassen:


- Ihre Mitglieder auf die Maßnahmen hinzuweisen, die die Anliegen der Erzeuger, Konsumenten und anderer Akteure des Weinsektors für ein reibungsloses Funktionieren des Sektors berücksichtigen.

- Zur internationalen Harmonisierung der bestehenden Praktiken und Normen und nach Bedarf zur Ausarbeitung neuer internationaler Normen zur Verbesserung der Bedingungen für die Herstellung und Vermarktung der Weinbauerzeugnisse beizutragen.


Zur Verwirklichung dieser Ziele haben die Mitglieder der OIV einen 'Strategieplan' für den Zeitraum von 2009-2012 entworfen, unterteilt in 15 Arbeitsachsen, die Castellucci in seinem Vortrag näher beschreiben wird.

Im zweiten Teil will der Generaldirektor der OIV den Zuhörern einen detaillierten Einblick in die aktuelle Konjunktur des weltweiten Weinbausektor geben, in der sich bereis erste Auswirkungen der Wirtschaftskrise niederschlagen.

Eine der größten Auffälligkeiten bei der Beschreibung der globalen Lage des Sektors ist der anhaltende Rückgang des Verbrauchs in den traditionell großen Erzeuger- und Verbraucherländern Europas (Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland), sowie die Verkleinerung von deren Weinbauflächen, mit besonderer Erwähnung der Weinberge in der EU.

Im Gegenzug erfuhr die weltweite Weinproduktion seit 2008 eine leichte Zunahme und sämtliche großen Weinakteure - außer Australien und Frankreich - halten zumindest ihre Positionen in den Märkten. In Castelluccis Worten: "Ohne Frage spielt die Wirtschaftskrise eine wichtige Rolle beim weltweiten Rückgang der Nachfrage. Dennoch steigt das Volumen der globalen Operationen Jahr für Jahr: Der internationale Handel deckte 2008 37 % des Weltverbrauchs ab, gegenüber 18 % zu Beginn der Achtzigerjahre und 35 % im Jahr 2006. Das bedeutet, dass 37 % der Weine der Welt außerhalb ihrer Erzeugerländer getrunken werden."

Federico Castellucci ist seit Januar 2004 Generaldirektor der OIV und wurde 2008 - mit 114 der insgesamt 117 Stimmen - neu gewählt. Sein Mandat dauert bis Ende 2013.

Als Jurist für internationales Recht stammt er aus der italienischen Region Marche, in der die 'Hacienda Vitivinícola Castellucci' seit drei Generationen unter dem Schirm der D.O.C. Verdicchio dei Castelli di Jesi Weine bereitet. Dieser enge Bezug zur Weinwelt veranlasste ihn 1988 dazu, die Leitung der 'Federación italiana de productores, exportadores e importadores de vinos, bebidas espirituosas y vinagres' (Federvini - Italienischer Verband von Erzeugern, Exporteuren und Importeuren von Wein, Spirituosen und Essig) zu übernehmen.

Sein zunehmender Einsatz führte zu seiner Abordnung in die OIV durch das Mitgliedsland Italien, wo er in Wesentlichen in der Kommission "Wirtschaft und Recht" der internationalen Organisation mitarbeitete. Federico Castellucci wurde für seine Verdienste von der Französischen Republik als 'Oficial del Mérito Agrícola' und von der Italienischen Republik als 'Oficial del Mérito' ausgezeichnet.

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