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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Der nordamerikanische Journalist und Blogger Robin Goldstein stellt auf der FENAVIN die Neutralität der Weinkritiker in Frage

Der Weinexperte erlangte im letzten Sommer Berühmtheit, als er mit der Weinkarte eines fiktiven Restaurants einen begehrten Preis gewann

14.04.2009 | 

Der Journalist und blogger aus den USA Robin Goldstein verteidigt auf der V. Spanischen Weinmesse, der FENAVIN-2009, die vom 5. bis 7. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet, seine polemischen Ideen.

Der Name Goldstein wurde in der internationalen Weinwelt bekannt, nachdem der Mann den 'Award of Excellence' gewann, eine Auszeichnung des angesehenen Magazins Wine Spectator für die besten Weinkarten in Restaurants.

Goldstein nahm an der Ausschreibung mit einer 'Liste von Reservas' teil, die er dem mailändischen Restaurant 'Osteria L'Intrepido' zuordnete. Die Weinkarte bestand hauptsächlich aus italienischen Weinen, die während der letzten Jahre in den Beurteilungen des Wine Spectaror mäßig bis schlecht abgeschnitten hatten. Dazu Goldstein: "Das Interessante ist nicht, dass die Weine meiner Karte angeblich kaum der Rede wert waren, entscheidend ist, dass es das Restaurant gar nicht gibt. In Mailand gibt es kein Restaurant mit dem Namen 'Osteria L'Intrepido'". Die Schlussfolgerung daraus ist vernichtend: "Es ist kaum anzunehmen, dass ich der erste war, der mit einer Weinkarte am Wettbewerb teilnahm, die überhaupt nicht dem Weinkeller des betreffenden Restaurants entspricht."

Von dieser Annahme bis zum Gedanken, dass die Kritiker keine unparteiischen Jurymitglieder sind, ist es nur noch ein Schritt. Goldstein behauptet, dass sowohl Experten als auch Auszeichnungen dieser Art lediglich für Werbezwecke eingesetzt werden und mit der tatsächlichen Qualität eines Weines wenig zu tun haben: "Die meisten Fachzeitschriften veröffentlichen nämlich ganzseitige Anzeigen zu den Weinen, die sie ein paar Seiten weiter beurteilen und mit Punkten auszeichnen und veröffentlichen die Werbung von Restaurants, die an den Wettbewerben teilnehmen, die genau das Magazin ausschreibt." Das führt dazu, wie Goldstein findet, dass zum einen die Verbraucher keinen richtigen Anhaltspunkt für die Beurteilung eines Weins bekommen, und dass sich andererseits der tatsächliche Markt nicht in den Preise der betreffenden Weine spiegelt. Kurzum: "Die Kritiker sind dazu da, den Verkauf anzukurbeln und die ganze Weinkritik ist nichts weiter als eine Werbemaßnahme."

Für diese Behauptung beruft sich Goldstein nicht allein auf seinen Scherz mit der 'Osteria L'Intrepido'. Vielmehr hat er eingehend und in verschiedenen Ländern zu dem Thema recherchiert und herausgefunden, dass die Experten bei Blindverkostungen teuren Weine nicht unbedingt besser einstufen als preiswerte. Außerdem versichert er, es gebe wissenschaftliche Beweise dafür, dass sich die Wahrnehmung sowohl von Experten als auch von Laien unbewusst von der Erwartung beeinflussen lässt, die verkostete Flasche enthalte einen teuren Wein.

Die blinde Doppelverkostung "als einzig brauchbare Methode, um einen Wein richtig zu beurteilen"

Alle diese Überlegungen haben Goldstein dazu veranlasst, eine neue Form der Beurteilung von Wein vorzuschlagen. Seither macht es sich die 'Honest Wine Movement' ('Aufrichtige Weinbewegung') zur Aufgabe, die blinde Doppelverkostung als einzig brauchbare Methode anzupreisen, um einen Wein richtig zu beurteilen. Bei dieser Methode erhält der Verkoster vorab keinerlei Informationen über den Wein (und kennt weder Anbaugebiet noch Jahrgang), so dass die Punktvergabe echt ist und den Maßstab setzen kann für einen angemessenen Marktpreis.

Robin Goldstein wird seine polemischen Ideen auf der FENAVIN 2009, vor den angesehensten Erzeugern und Kritikern des spanischen Weinbaupanoramas öffentlich verteidigen. Die Diskussion verspricht lebhaft und bereichernd zu werden.

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