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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

John Radford, Patrick Rabion und Félix Solís glauben, dass das Internet in absehbarer Zeit ein nützlicher Vertriebskanal für den Wein sein wird, vor allem in den Industrieländern

Félix Solís Ramos

Félix Solís Ramos

Die drei Weinprofis werden auf dem Podium diskutieren: "Marktstrategien - die Tendenzen der nächsten fünf Jahre in der internationalen Weinwelt"

04.04.2009 | 

Dass das Internet in absehbarer Zeit ein sehr nützlicher Vertriebskanal für den Wein sein werde, lautet eine Kernaussage des britischen Weinjournalisten John Radford, der mit dem Bordeaux-Önologen aus Jumilla Patrick Rabion und dem Export- und Marketingleiter von Félix Solís Avantis Félix Solís Ramos im Rahmen der Spanischen Weinmesse FENAVIN am 6. Mai auf dem Podium "Marktstrategien - die Tendenzen der nächsten fünf Jahre in der internationalen Weinwelt" diskutieren wird.

John Radford beobachtet derzeit im Vereinigten Königreich die Tendenz, die günstigsten Weine einzukaufen, wozu die Kunden vorwiegend Supermärkte aufsuchen, die demnach die Gewinne einstreichen. "Der spanische Wein ist in diesem Handelssektor sehr gut vertreten", fügt er hinzu und berichtet weiter: "Der Sektor des Qualitätsweins hat sich in den vergangenen Monaten als stabil erwiesen, das heißt, dass die Kundschaft für Qualitätsweine bisher nicht weggeblieben ist."

Der Önologe Patrick Rabion geht davon aus, dass "sich in Spanien neben den traditionellen Angeboten der D.Os Rioja, Ribera del Duero, etc. neuere Erzeugerregionen von Qualitätsweinen aus Castilla-La Mancha, Murcia, Galicia, Cataluña, Navarra, Extremadura, etc. durchsetzen werden."

"Zum einen wird es ein breites Angebot an preisgünstigen, jedoch sorgfältig hergestellten und gut präsentierten Weinen geben, und zum andren ein Angebot an Weinen höherer Qualität, als Ausdruck des Terroirs, von dem sie stammen. Was die Bio-Weine angeht, so werden sie vermutlich von der politischen Orientierung zur Nachhaltigkeit und zur Ökologie etc. profitieren", glaubt er.

Zu den Tendenzen auf dem Weinmarkt glaubt Félix Solís: "Das Brett, auf dem gezogen wird, ist immer globaler. Die spanischen Bodegas schauen, in Anbetracht des heimischen Konsumrückgangs, immer stärker auf den Export. Allerdings ist es auch wichtig, die spanische Jugend in die Weinkultur einzubeziehen, ihr mitzuteilen, dass Tausende von Familien von diesem Sektor leben und ein Lebensmittel herstellen, das seinen festen Platz in der Mittelmeerküche hat und darüber hinaus nachweislich vorbeugend gegen kardiovaskuläre Krankheiten wirkt, sowie stressmindernde und altersverzögernde Eigenschaften besitzt, sofern es in Maßen und als Tischgetränk genossen wird."

Zur Zukunft unserer Weine vertritt der britische Autor die Ansicht, dass wir einerseits die aktuelle Tendenz weiterverfolgen sollten, uns aber andererseits stärker den Weinen der neuen Welt anpassen sollten. Rabion sagt dazu: "Wir werden ein 'Standardqualitätsangebot' mit internationalem Profil beibehalten und daneben ein Angebot mittlerer bzw. gehobener Qualität vorhalten mit den Merkmalen und der Persönlichkeit der einzelnen Region und Weinbaugebiete - also mit Terroir."

In diesem Zusammenhang führt Félix Solís aus: "Unsere Weine müssen sich den besonderen Geschmäckern der einzelnen Märkte anpassen, allerdings", so räumt er ein, "ohne dass Spanien seine Charakteristika als traditionelles Weinland mit kulturellem Hintergrund und einer tausendjährigen Erzeugertradition verliert, und das gleiche gilt für Italien und Frankreich."

"Ein weiterer Punkt ist, dass wir aufgrund unseres herkömmlichen Kontrollsystems mit den Kontrollräten unserer D.O.s gegenüber den Ländern der so genannten Neuen Welt benachteiligt sind, denn sie haben in Hektar weitaus größere Erzeugergebiete und ihre Regierungen gehen sehr viel lockerer mit der Genehmigung önologischer Verfahren um, die in unseren Breiten gar nicht zulässig sind. Das mit den in einigen Ländern Lateinamerikas viel billigeren Arbeitskräften bringt uns eindeutig ins Hintertreffen und führt dazu, dass einige der großen Bodegas in den traditionellen Erzeugerländer für bestimmte Sorten aus jenen Gebieten Weine zukaufen müssen", fügt er hinzu.

Alle drei Weinfachleute stimmen darin überein, dass sich das Internet als ein nützlicher Vertriebskanal für den Wein durchsetzen wird, "Vor allem in den am weitesten entwickelten Ländern der EU und Westeuropas", so der Önologe.

Félix Solís glaubt: "Wenn es erst ein sicheres Zahlungssystem im Web gibt und das beidseitige Vertrauen in das Verfahren gewachsen ist, dann wird sich das Internet als eine wichtige Plattform für den Weinverkauf durchsetzen, schließlich korrespondiert inzwischen alle Welt per e-Mail und die Rechtsprechung hat für diese Kommunikationsform eine legale Grundlage geschaffen."

Alle drei glauben auch, dass sich die spanischen Erzeuger in Zukunft konsolidieren werden, und zwar indem sie ihren Wettbewerb auf dem Mark verringern, "besonders durch die Gründung von Kooperativen", wie Radford anmerkt, "die sich zusammenschließen, um ihre Buchhaltung, ihren Export etc. zu vereinfachen." Der Önologe erklärt: "Dieses Phänomen ist bereits seit mehreren Jahren zu beobachten, so dass das Produkt womöglich nach der Krise, mit neuen guten Handelschancen einen Aufschwung erfährt."

Der Export- und Marketingleiter bemerkt: "Der Weinmarkt ist sehr versprengt. Man braucht nur das Regal eines Supermarktes anzuschauen, da stehen Hunderte von Weinmarken nebeneinander. In den letzten Jahren", so führt er aus, "entstanden zahlreiche Bodegas durch die Investitionen anderer Branchen, was durchaus legitim ist, aber vielen von ihnen geht es keineswegs gut und viele werden in einem Prozess der Konzentration von den großen Weinkellereien geschluckt werden, denn", so wiederholt er, "der heutige Markt erfordert globale Anbieter."

FENAVIN hat den internationalen Handel im Blick

Alle drei Podiumsteilnehmer haben die FENAVIN bereits mehrfach besucht. Der Journalist und Mitarbeiter des Wine Magazine y Decanter ist seit der Premiere dabei und sagt dazu: "Die Fenavin ist eine ziemlich große Messe, aber gleichzeitig klein genug, um in relativ kurzer Zeit sämtliche Aussteller sehen zu können. Außerdem gibt sie auch kleinen Unternehmen die Chance, ihre Erzeugnisse vorzustellen, weil die Standgebühren moderat bleiben."

Rabion findet: "Eine sehr interessante Initiative, die den internationalen Handel im Blick hat. Und genau da liegt das größte Potenzial findet die Vermarktung des spanischen Weins."

Bodegas Félix Solís Avantis hat von Anfang an auf die Messe gesetzt, dazu der Exportleiter der Firma: "Man braucht doch nur zuzusehen, wie das Ausstellungsgelände Jahr für Jahr zu klein wird und jedes Mal neue Ausstellungshallen hinzu genommen werden müssen."

Solís findet, dass die FENAVIN in Spanien derzeit nur vergleichbar ist mit den Hallen der INTERVIN auf der Alimentaria in Barcelona, mit der sie im zweijährlichen Rhythmus abwechselt. "Man kann dem Provinzialrat und seinem Präsidenten Nemesio de Lara sowie dem Messedirektor Manuel Juliá nur gratulieren, dass es ihnen gelungen ist, der Veranstaltung von Anfang an einen internationalen Charakter zu geben, und dass sie eine so gute Promotion gemacht haben, vor allem in einigen der wichtigsten Ländern der Welt, in die wir exportieren. Einrichtungen wir die Weingalerie, das Business-Center und viele andere, unterstreichen die Professionalität der FENAVIN als Einzelmesse für die großen Weine Spaniens", schließt er.

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