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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Gefordert wurde die 'Merienda' (Nachmittagskaffee) mit Brot, Wein und Zucker als kultureller Bestandteil der Kindheit

Die Journalistin Nuria Ribó bei der Plauderei "Weinerinnerungen" mit den Schriftstellern Luis Antonio de Villena, Dionisio Cañas und Gabriel Planelles

09.05.2007 | 

Die Journalistin und Buchautorin Nuria Ribó forderte die 'Merienda' (das 'Kaffeetrinken' am Nachmittag) mit Brot, Zucker und Wein als kulturellen Bestandteil der Kindheit; als sie auf der FENAVIN mit dem Dichter und stellvertretenden Abteilungsleiter für Bibliotheken in der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Katalonien Gabriel Planelles, dem Dichter, Essayist und Literaturkritiker Luis Antonio de Villena unter der Moderation des Schriftstellers aus Castilla-La Mancha und New York Dionisio Cañas über "Weinerinnerungen" plauderte.

Dionisio Cañas sprach über seine Kindheitserinnerungen in Tomelloso (Ciudad Real), seinem Heimatdorf "zu einer Zeit, als es in jedem Haus einen Vorratskeller mit eigenem Wein für den täglichen Bedarf gab". Später erzählte er, wie er die Teilnehmer des Runden Tisches kennen gelernt hat.

Nach Meinung des Schriftstellers ist der Wein in der Innen- und der Außenwelt der Literatur durchaus präsent. "Es gibt sowohl in der Lyrik als auch in der Prosa endlose Anspielungen auf den Wein. Besonders natürlich in der Dichtung. Außerdem gibt es eine lange Tradition von Dichtern und Schrifttellern, die dem Wein zugetan sind. Eins der großen Werke spanischer Dichtkunst heißt Don de la ebriedad, (Gabe der Trunkenheit) und stammt von Claudio Rodríguez. Dieses Buch beschreibt den Rausch als geistig-körperliches Erlebnis, und ich glaube, dass es genau darum geht, wenn wir in gesundem Maße Wein trinken: Wir machen die Erfahrung, Leib und Seele zu zelebrieren."

Nuria Ribó wärmte ihre Weinerinnerungen aus der Kindheit auf, und forderte die ‚Merienda' mit Brot, Wein und Zucker zurück. In ihrer Eigenschaft als Journalistin hat sie eine breit angelegte Umfrage unter Menschen zwischen 14 und 60 Jahren durchgeführt, um deren Verhältnis zum Wein und ihre Weinvorlieben kennen zu lernen.

Sie bedauerte das Weinverbot, was dazu geführt habe, dass viele junge Leute als erstes alkoholisches Getränk den Calimocho (Mischgetränk aus Cola und Rotwein) oder die Cuba Libre kennen lernen, ohne je einen Bezug zum Wein bekommen zu haben. "Ich habe mich zum Thema bei ganz verschiedenen Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft umgehört. Zunächst konnte ich feststellen, dass zwischen jüngeren Leuten und älteren Erwachsenen (zwischen 40 und 50) ein großer Unterschied besteht, dass sie sozusagen eine andere Weinprägung erhalten haben, obwohl die jüngeren Generationen mit den Jahren auch zum Wein greifen", erklärte sie.

Die Journalistin versicherte: "Ich bin zwar keine Expertin, aber eine eifrige Leserin und glaube, dass die Weinkultur gut und in ausreichendem Maße kommuniziert wird. Trotzdem glaube ich, dass es an allgemeinen Informationen mangelt, für jene, die noch 'außen vor' sind."

DE VILLENA: EDUCAR AL CONSUMIDOR Y NO PROHIBIR

Der Dichter Luis Antonio de Villena sagte ohne Umschweife: "Wein ist Lebensfreude". Der Wein sei immer ein Synonym für Fröhlichkeit und Genuss gewesen und ein kultivierter Bestandteil der antiken Welt der Griechen, so wusste er zu berichten. Villena gab eine kurze Zusammenfassung des Weins in der Literatur.

Der Madrider Dichter zeichnete den langen Weg des Weins in der Literatur nach. "Wein hatte immer die Bedeutung von Fröhlichkeit und Genuss", wiederholte er. "Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt der Wein als etwas schlechtes, weil er mit anderen alkoholischen Getränken gemischt wurde. In diesem Zusammenhang gab es kritische Äußerungen", so Villena und erinnerte daran, dass Wein semitischer Herkunft bereits in der Bibel erwähnt wurde.

Der Dichter und regelmäßige Weintrinker zu den Mahlzeiten versicherte: "Der Wein braucht immer ein wenig Kontrolle. Aber der Eifer der Prohibition ist nicht angesagt. Wir sollten den Menschen nichts verbieten, sondern den Konsumenten erziehen. Der Weinverbrauch darf ruhig angekurbelt werden. Das Verbieten ist nie eine Lösung."

PLANELLES: DER DURST NACH WASSER IST PRIMITIV, WÄHREND DER WEINDURST KULTUR IST

Der Dichter und stellvertretende Abteilungsleiter für Bibliotheken in der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Katalonien Gabriel Planella versicherte: "In Spanien gibt es Fachmedien für Qualitätswein, vor allem im Bereich der Printmedien. In den audiovisuellen Medien geht es dagegen mehr um die Küche und fast nie um Wein. Dabei wird aber vergessen, dass beides zusammengehört, Wein und Küche ergänzen sich gegenseitig, sie sind ein Tandem und unmöglich voneinander zu trennen."

Er versicherte auch: "Obwohl er nie die Hauptfigur ist - bis auf einige Ausnahmefälle - ist der Wein als thematisches Beiwerk kaum wegzudenken aus den meisten literarischen Gattungen. Auf die Literaturem des Okzidents trifft das seit Anbeginn zu. Die griechischen und lateinischen Autoren des Altertums sind ein Paradigma dafür".

Den Schriftsteller Manuel Vázquez Montalban paraphrasierend, bemerkte er: "Der Durst nach Wasser ist primitiv, während der Weindurst Kultur ist."

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