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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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Subhash Arora: "Der Indienexport muss mehr sein, als nur ein Geschäft. Man braucht eine große Leidenschaft für das Land"

Der Präsident des Weinclubs von Delhi nennt als Voraussetzungen Ausdauer, Engagement, eine genaue Zahlungskontrolle und eine gute Marktanalyse

09.05.2007 | 

Der Präsident des Weinclubs von Delhi Subhash Arora erklärte in seinem Vortrag "La Paradoja India" (Das indische Paradox) auf der FENAVIN 2007,nach Indien zu exportieren, müsse mehr sein als nur ein Geschäft. Dafür bräuchte man eine große Leidenschaft für das Land, man müsse eine gute Marktanalyse anstellen, sich stark engagieren, viel Ausdauer haben und die vom Importeur kommenden Zahlungen genauestens kontrollieren.

Arora erklärte: "In unserer Mittelklasse mit ihren 250 Millionen Einwohnern haben zahlreiche Inder das Profil des Weintrinkers aus Gründen des Lebensstils. Aber von den 200 Millionen getrunkener Spirituosen sind es nur rund 700.000 Inder, die tatsächlich Wein kaufen."

"Trotz des jährlichen Zuwachses von 25% und obwohl die Regierung die freie Einfuhr von Wein und anderen alkoholischen Getränken angekündigt hat, trank der durchschnittliche Inder in den vergangenen vier Jahren weniger als einen Teelöffel Wein pro Jahr. Die bei der Einfuhr fälligen Gebühren - landläufig Zoll genannt - betragen etwa 260% pro Flasche, einschließlich einer Ausgleichsabgabe, welche die am höchsten besteuerten Weine geringfügig begünstigt", so der 1. Vorsitzende des Weinclubs aus Delhi. Das ist das indische Paradox.

Arora stellte ferner fest: "Die Distribution von Wein richtet sich nach dem Verkauf und übergeht die Politik der einzelnen Bundesstaaten. Diese verbieten nämlich nicht nur die Autonomie einer Verkaufspolitik für Wein und andere Spirituosen, sondern haben auch die steuerliche Befugnis, zusätzliche Abgaben zu verordnen. Die 28 indischen Bundesstaaten und sieben Territorien der Union sind getrennte Verwaltungseinheiten und formulieren ihre Politik unabhängig voneinander. In Delhi wird beispielsweise eine Steuer von 150Rupien (3 Euros) auf jede im Restaurant verkaufte Flasche Wein erhoben, unabhängig von Preis und Qualität. Außerdem muss der Distributeur ein Etikettenverzeichnis führen und dafür jährlich zwischen 5.000 und 10.000Rs (90-180 Euros) zahlen."

Indien war lange ein Land, indem so gut wie gar nicht getrunken wurde - ein Prinzip, das sogar Eingang gefunden hat in die Verfassung. Obwohl das Alter der Wahlberechtigten vor einigen Jahren auf 18 gesenkt wurde, beträgt das legale Alter fürs Trinken immer noch 25. Die Regierung will es auf 21 herabsetzen. "Das ist in einem Land, wo 120 Millionen Kisten Whiskey, Wodka, Bier und anderer Alkoholika jährlich konsumiert werden, ein Paradox: das indische Paradox", stellte Arora fest.

Er berichtete auch, dass "der Markt für Importweine um 30% wächst und für heimische Weine um 35%. Dieses Wachstum ist nicht beizubehalten, obwohl es stabil bleiben könnte, wenn die Abgaben niedriger wären. In zehn Jahren könnte der Markt zwölf Mal so groß sein wie heute, mit einem Umsatz von 60 Millionen Litern, aber die Importweine stehen Schlange, um sich Marktanteile zu sichern." Die Steigerung des indischen Konsums von Luxusgütern begünstigt den Wein, und Indien ist ein interessantes Land für spanische Exporteure, sofern sie gewisse Variable einhalten, wie ein gemäßigtes Preisniveau, auch bei Weinen hoher Qualität."

Eine rentable Handelsmission nach Indien zu unternehmen, setze die Einsicht voraus, dass es sich um einen langfristigen Markt handelt, der Ausdauer erfordert und in dem man sich am besten mit den Importeuren verbündet, damit sie die spanischen Marken kennen lernen und weiter bekannt machen, und das brauche einfach seine Zeit. Es sei ratsam, dauerhaft im Land präsent zu sein, indem man sich an Handelsmessen beteilige, ohne zu sehr auf die Kosten zu schauen; viel wichtiger sei die Begeisterung. Arora ist überzeugt: "Wein nach Indien einzuführen, ist eine goldene Gelegenheit, deren Gelingen außer vom Glück, auch vom eingebrachten Engagement abhängt." Vor allem empfiehlt Arora, den derzeitigen Prozess der Marktöffnung seines Landes zu nutzen.

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