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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Alle diese Tendenzen verlangen, dass die spanischen Winzer in der entsprechenden Richtung weiterdenken",

so die Meinung von Robert Joseph, die er am Runden Tisch 'Die Globalisierung in der Welt des Weines' auf der FENAVIN 2007 vortragen wird

05.05.2007 | 

Diese Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Spanischen Weinmesse vom 7. bis 10. Mai auf dem Messegelände von Ciudad Real. Hier sollen die verschiedenen Entwicklungen erläutert werden, die sich aus der Globalisierung des Weinbausektors ergeben.

Robert Joseph ist Begründer des Wettbewerbs 'International Wine Challenge', Autor von mehr als 25 Büchern, Herausgeber der Zeitschrift 'Wine Business International' und er publiziert regelmäßig 'The Joseph Report'. Im Vereinigten Königreich zählt er zu den 50 einflussreichsten Persönlichkeiten im Hinblick darauf, welcher Wein dort im 21. Jahrhundert getrunken wird.

Auf die Frage nach seinen Hauptthemen bei der Diskussionsrunde "Die Globalisierung in der Welt des Weines" und deren Folgen für den spanischen Wein antwortet er folgendermaßen:

"Die Welt des Weines erlebt derzeit eine Phase, die zugleich von Revolution und Evolution geprägt ist. Zum einen bringen auf der ganzen Welt sowohl individuell geführte Bodegas als auch Großunternehmen Weine heraus, die aus kleinen Weingärten stammen. Ihre Daseinsberechtigung verdanken sie der Tatsache, dass sie den Charakter und das Terroir des Anbaugebiets widerspiegeln.

In nahezu allen Erzeugerländern werden Jahr um Jahr neue Herkunftsbezeichnungen oder Herkunftsangaben geschützt. Und trotzdem: Als Kehrseite der Medaille haben wir eine unaufhaltsame Tendenz zu Markenweinen, die nur wenig oder gar nichts mit dem Ursprung zu tun haben. Dies umfasst Weine, die unter neuen großen nationalen Herkunftsbezeichnungen vermarktet werden wie beispielsweise: 'Viñedos de España' oder 'Vin de Pays des Vignobles de la France' beziehungsweise Weine wie 'Blue Nun' und 'Lindemans', die in verschiedenen Herkunftsländern erzeugt werden.

Neuere Studien haben gezeigt, dass die Verbraucher in Großbritannien und den USA häufig nicht die geringste Vorstellung davon haben, in welchem Land ihre Lieblingsweine hergestellt werden. Und nur ganz wenige D.O.'s sind ihnen nebulös bekannt. Dies gilt ganz besonders für viele spanische Weine mit Herkunftsbezeichnung.

Eine weitere Tendenz liegt in der Internationalisierung oder besser gesagt in der 'Amerikanisierung' der Geschmäcker und der Kritikerbewertungen. Dadurch führen heute einige der großen und kräftigen Weine der D.O. Piorato die Preislisten an, und zwar vor den 'Riojas', obwohl diese über eine viel längere Geschichte verfügen. Die Wirkung von Publikationen wie der von Robert Parker oder der Zeitschrift 'Wine Spectator' sind allseits bekannt. Aber die Meinungen, die Tausende von Surfern in Internet-Blogs austauschen, haben genauso viel Gewicht.

Schließlich zählen auch die Veränderungen in der Distribution: Dort hat sich das Hauptgeschäft vom spezialisierten Fachhandel auf Supermärkte und Online-Shops verlagert.

Alle diese Tendenzen verlangen, dass die spanischen Winzer - und auch die jedes anderen Erzeugerlandes - in der entsprechenden Richtung weiterdenken. Dies gilt nicht nur für die Bereitung, sondern auch für die Verpackung, die Promotion und den Verkauf ihrer Weine."

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