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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

WEIN: EIN WICHTIGER FAKTOR FÜR KULTUR, RELIGION UND MEDIZIN IM LAUFE DER GESCHICHTE

Der Runde Tisch "Wein und Volksgesundheit im Verlauf der Zeit " zeigte, wie sich die gesellschaftliche Haltung zum Wein vom Alten Ägypten über das Mittelalter bis in die Gegenwart entwickelte

09.05.2007 | 

Ein Rekurs auf die Geschichte verdeutlicht das große Gewicht, das Wein auf die Entwicklung von Kultur, Medizin, Ethik und sogar die Religion hatte, so die Teilnehmer der Diskussionsrunde "Wein und Volksgesundheit im Verlauf der Geschichte". Ihr Moderator Benito del Castillo García, Dekan der pharmazeutischen Fakultät der Universidad Complutense in Madrid, hob hervor, dass Sozialwissenschaften und Medizin fachübergreifend die Rolle des Weines im Alltagsleben der verschiedenen Zivilisationen analysierten.

Die erste Referentin, Rosa M. Lamuela-Raventós, außerordentliche Professorin im Fachbereich Bromatik der Universität von Barcelona, gehörte zu der Gruppe von Wissenschaftlern, die im vergangenen Jahr Spuren von Wein in einigen Amphoren der Grabbeigaben des Pharaos Tutanchamun entdeckten. Dank ihrer Forschungen konnte festgestellt werden, dass die heute übliche Etikettierung der Weine bereits im Alten Ägypten praktiziert wurde. So erschienen damals schon Angaben über den Ursprung der Trauben, die Qualität des Weines oder der Name des Weinerzeugers auf den Inschriften jeder einzelnen Amphore.

Ihr Forschungsteam führte eine Spurenanalyse durch, die ergab, dass nicht nur Rotwein, sondern auch Weißwein von durchaus hoher Qualität existierte. Zudem legten die Positionierung der Amphoren innerhalb der Grabkammern den Schluss nahe, dass Wein zu den Dingen gehörte, die man unbedingt in das zweite Leben - das die Ägypter erhofften - mitnehmen sollte, um so den Wohlstand des früheren Lebens aufrechtzuerhalten.

ETIKETTIEREN, BEWÄSSERN UND KELTERN DER TRAUBEN WAREN SCHON IM ALTEN ÄGYPTEN USUS

Die Professorin betonte die ausgefeilten Methoden für Anbau, Ernte und Weinerzeugung der Alten Ägypter. De facto war es übliche Praxis die Reben, die für eine bessere Luftzirkulation in Laubenform angeordnet waren, zu bewässern, die Wein-Amphoren zu belüften und die Trauben zu keltern.

Antoni Riera i Melis als Professor und Leiter des Fachbereichs Mittelalterliche Geschichte an der Fakultät für Geografie und Geschichte der Universität von Barcelona und zugleich Mitglied des Katalanischen Geschichtsvereins 'Societat Catalana d'Estudis Històrics' verwies auf die große Zahl an Informationen, die über die verschiedenen Funktionen von Wein im Verlauf des Mittelalters vorhanden sind.

In diesem Zusammenhang erklärte er, dass es zwei große "Lager" mit gegensätzlichen Haltungen zum Weinkonsum gab: die Moralisten und die Ärzte. Während die Ersten daran glaubten, das "Blut Jesu" sei euphorisierend und erhöhe die Libido, weshalb sie den Wein auf die Eucharistiefeier beschränkten, schrieben die Letzteren zahlreiche Abhandlungen über die gesundheitsfördernden Eigenschaften des gemäßigten Weinverbrauchs.

WEIN, VON WESENTLICHER BEDEUTUNG AUF DEM SCHLACHTFELD

So wurde Wein auf den Speiseplänen als bestes Getränk neben dem Lebensmittel Brot empfohlen. Zuweilen wurde er gar als wichtigstes Nahrungsmittel für Männer aufgeführt zusammen mit Fleischsaft und rohen Eiern in Ermangelung anderer Nahrungsmittel.

Erstaunlicherweise empfahlen verschiedene Traktate den Weinkonsum auf dem Schlachtfeld, der die Zermürbung der Soldaten verhindern und ihre Männlichkeit erhöhen sollte. Der `Canon Medicinae´ von Avicenna forderte die Männer sogar auf, sich einmal im Monat zu betrinken, um "alles Überflüssige aus dem Körper auszuscheiden". Diese Theorie wurde bereits von dem bekannten jüdischen Arzt Moses Maimonides diskutiert und von verschiedenen christlichen Ärzten wieder aufgenommen.

Zuletzt widmete sich Juan Antonio Zafra Mezcúa, Leiter der Abteilung für Präventivmedizin im Krankenhaus von Puerto Real und außerordentlicher Professor im Fachbereich Präventivmedizin und Volksgesundheit der Universität Cadiz, den Risikogrenzen beim Genuss alkoholischer Getränke.

Er betonte insbesondere die erheblichen Unterschiede im Stoffwechsel von Männern und Frauen in Bezug auf die Alkoholabsorption, die bei Frauen bis zu zehnmal geringer ausfalle.

Professor Zafra ließ keinen Zweifel bestehen: "Aus Sicht der Volksgesundheit ist es eine klare Sache: Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die den sicheren Weinkonsum belegen. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die wirklich gefährdet sind."

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