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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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Romero de Condés: "Wir sollten unseren Vorkämpferinnen danken, die uns Zugang zur Welt des Weins verschafft haben, und den Männern, weil sie diese mit ihnen geteilt haben"

Die Sekretärin des Verwaltungsrats der Bodega ARVAVITIS leitete die Diskussionsrunde "Frauen und Wein", an der der weibliche Sommelier María José Huertas, die Journalistin und Verkosterin Cristina Rodríguez und die 1. Vorsitzende des deutschen Vereins der Weinfreundinnen Sidikka Michael teilnahmen

08.05.2007 | 

Otilia Romero de Condés, Sekretärin des Verwaltungsrats von ARVAVITIS, hat am heutigen Mittag am Runden Tisch mit ihren Gästen über "Frauen und Wein" diskutiert. Als Branchenkennerinnen waren bei ihr zu Gast: der weibliche Sommelier María José Huertas, die Journalistin und Verkosterin Cristina Rodríguez und die 1. Vorsitzende des deutschen Vereins der Weinfreundinnen Sidikka Michael.

Romero de Condés resümierte, dass Frauen inzwischen zur Weinwelt dazu gehören und genauso professionell sind wie Männer, "aber wir sollten trotzdem unseren Vorkämpferinnen danken, die uns Zugang zur Welt des Weins verschafft haben, und den Männern, weil sie dies mit ihnen geteilt haben."

Cristina Rodríguez erklärte, dass sich in den vergangenen 10 Jahren im Weinsektor hinsichtlich der Frauenbeteiligung viel getan hat. Frauen haben sich historisch vom religiös motivierten Verbot des Weintrinkens und Weinhandels - ja sogar Weinkellereien zu betreten oder an der Weinlese teilzunehmen - zu Önologinnen, Winzerinnen, Weineinkäuferinnen und Weintrinkerinnen, Weinberaterinnen und Handelschefinnen in Weinkellereien entwickelt. "Die Frau ist von etwas anekdotischem zu einer offenkundigen Realität geworden: Sie nimmt am Weinleben sowohl als Fachfrau wie auch als Weinliebhaberin teil", sagte sie.

María José Huertas erzählt aus ihrer Berufserfahrung als Sommelier, dass sie In den vergangenen neun Jahren Zeugin einer beeindruckenden Entwicklung der Weinbranche in alle Richtungen wurde, auch im Bezug auf die weibliche Beteiligung. Huertas beschrieb ihre Anfänge als "ziemlich hart", weil sie in eine männliche Domäne eindrang, die das Hotel- und Gaststättengewerbe damals noch war, und sogar in eine noch verbotenere Zone, die des Weins. Heutzutage gibt es zunehmend Frauen in der Branche, "sie sind sehr rasch und mächtig in alle Bereiche eingedrungen."

Sidikka Michael vertritt einen Verein mit über 300 Mitgliedern, alles Fachfrauen aus der Weinbranche, mit dem Ziel den Frauen die Teilnahme an und berufliche Weiterbildung in der Weinwelt zu erleichtern. Das ganze fing an, indem Weinfrauen, deren Lage in Deutschland nicht einfacher war als in Spanien, Fort- und Weiterbildungen angeboten haben, Beratung, Reisen, Kontakte, Blindverkostungen … und alles im nicht-kommerziellen Stil.

Ähnlichkeiten und Unterschiede

Auf die Frage, ob Frauen auf andere Art Wein bereiten als Männer, antworteten die Referentinnen einstimmig mit "nein", die Qualität der Weinbereitung hänge mehr vom Fachwissen, von der Erfahrung und vom Einsatz des Einzelnen als vom Geschlecht ab. Was allerdings die Unterschiede bei der Verkostung betrifft, bestätigte Huertas, dass bei Frauen der Geruchssinn ausgeprägter sei, weil sie sich historisch mehr mit Kochen beschäftigt haben, mehr mit Kosmetika zu tun hatten … was für den Einstieg von Vorteil sei. Aber sie glaubt nicht, dass Frauen eine größere Fähigkeit für die Verkostung mitbringen, die ist ihrer Ansicht nach vor allem "Erfahrungssache" sei. Dann räumte Michael aber ein, dass das Verhalten von Frauen und Männern beim Weineinkauf sehr unterschiedlich sei. Frauen, so glaubt sie, haben eher die Zusammenstellung von Wein und Speisen im Sinn und sind offener für die Ratschläge von Experten, wägen auch Preise und Qualitäten sorgfältiger gegeneinander ab, während sich Männer beim Kauf mehr nach Auszeichnungen, Prädikaten und Medaillen richten. Huertas bestätigte auch die Unterschiede der Geschlechter beim Weinkonsum, und erklärte, dass junge Frauen sich gerne beraten ließen und häufiger nachfragten, meistens würde nämlich ein Mann die Weinkarte studieren und die Frau den empfohlenen Wein probieren.

Romero de Condés unterstrich in der Diskussion insbesondere die Rolle der Frau "als kulturelles Bindeglied", wenn es darum gehe, zukünftigen Generationen die Weinkultur zu vermitteln. Für Cristina Rodríguez gehört viel Sorgfalt dazu, wenn Wein kommuniziert und die Weinkultur jungen Leuten nahe gebracht werden soll, und María José Huertas fügte hinzu, dass wir den Wein als "ein Getränk unserer Eltern kennen, aber denen gaben unsere Großmütter schon im zarten Kindesalter Wein." Die Gäste am Runden Tisch waren sich einig, dass jungen Leute unbedingt in die Kultur des mäßigen Weinkonsums eingewiesen werden sollten, und ebenso, dass die Welt des Weins "eine Lebensphilosophie ist".

Die Diskussionsrunde schloss auf Otilia Romero de Condés Geheiß, indem sie das Glas "auf den Wein und die Freundinnen des Weins" erhob.

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