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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Pancho Campo: "Wir sind zwar gerade erst dabei, uns den Klimawandel bewusst zu machen, aber wir müssen endlich handeln"

07.05.2007 | 

Der Vorsitzende der Spanischen Weinakademie Pancho Campo führte in seinem heutigen Vortrag "Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Weinindustrie", aus, dass dieser bereits eine Realität sei, ebenso wie dessen ganz allgemeine Auswirkungen und die Folgen für den Weinbau. Er schloss mit dem Aufruf, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen und Lösungen zu finden.

Campo erläuterte, dass der Klimawandel alle Weinbauregionen der Welt betrifft und große Auswirkungen auf die Weinerzeugung haben wird, weil der Temperaturanstieg und die Zunahme der UV-Strahlung den Alkoholgehalt des Weins und seinen Ph-Wert steigern, gleichzeitig seine Säuregehalt senken, weil einige Weine ihre Farbe verlieren oder wechseln können, ebenso wie sich ihre Geschmack völlig verändern kann, weil einige andere Weine überreifen werden und wahrscheinlich die Produktion von Rotwein gegenüber dem Weißwein unverhältnismäßig gesteigert werden wird.

Wie der Hauptverantwortliche der Spanischen Weinakademie weiter ausführte, sorg der Klimawandel auch für eine Veränderung bei Krankheiten und Schädlingen, welche die Rebstöcke befallen könne. So wird der Mehltau rückläufig sein, während sich die europäische Traubenmotte vermehren wird und der asiatische Marienkäfer in Gebiete vordringen kann, wo er vorher nicht heimisch war.

Die wichtigsten önologischen Veränderungen betreffen die Zunahme des Alkoholgehalts, die bei der Klimaerwärmung einher geht mit dem Rückgang des Säuregehalts und einem Kaliumanstieg, der den Angriff von Mirkoben begünstigt. Der Stickstoffgehalt wird zurückgehen, woraus sich Fermentierungsprobleme ergeben sowie die Entwicklung von Schaum und ein Anstieg des Ph-Werts.

Campo ist überzeugt, dass sich im Laufe der kommenden Jahre einiges im Weinbau verändern wird, falls nicht von Regierungsseite Maßnahmen ergriffen werden, um den klimatischen Veränderung auf globaler Ebene entgegenzuwirken. Falls das nicht rasch genug geschieht, werde man einen beträchtliche Temperaturanstieg verzeichnen, der unter anderem die Traubengüte beeinträchtigt; außerdem werde es mehr Trockenheit geben, welche die Winzer zwingen wird, neue Anbauregionen Wein zu suchen oder aber Rebsorten zu verwenden, die der Hitze und der Trockenheit besser standhalten.

Pancho Campo betont: "Was als Problemchen daherkam, springt uns jetzt ins Gesicht", und er warnt, dass unter den betroffenen Anbaugebiete Kalifornien, Bordeaux, Burgund, Österreich und Deutschland sein werden. In Spanien wird sich der Klimawandel besonders im Süden bemerkbar machen, allerdings räumt Campo ein, dass die dort kultivierten Rebsorten "besonders zäh" und besser für höhere Temperaturen gewappnet seien.

Der zum Arzt ausgebildete Pancho Campo hat an der angesehenen University of California Davis Weinbau und Wein-Marketing studiert. Er ist einer der beiden einzigen spanischen Anwärter auf den hochgeachteten Titel Master of Wine und schreibt für zahlreiche Publikationen. Er schreibt gerade seine Doktorarbeit über die globale Erwärmung mit besonderem Blick auf das Gebiet des Penedés. Er hat an Aus- und Fortbildungen in Bordeaux, London und Österreich teilgenommen. Außerdem ist er als Dozent der VINIVERSITÄT, des Wine and Spirit Education Trust (WSET), in Spanien tätig und der Begründer des internationalen Wein-Symposiums. Er rief den ersten Weltkongress über "Globale Erwärmung und Wein" ins Leben und schuf das Barceloneser Weinfestival.

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