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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Der Wein muss unter jungen Leuten an Popularität gewinnen und nicht verunglimpft werden, wie kürzlich geschehen"

so der Journalist José Ribagorda bei der Diskussion am runden Tisch "Cuestión de narices", unter der Leitung von Lorenzo Díaz, mit den Gästen Custodio Zamarra, Ignacio de Miguel, Kasia Romanska und Mónica Muñoz

07.05.2007 | 

Der Soziologe, Journalist und Buchautor Lorenzo Díaz leitete die Diskussionsrunde "Cuestión de narices" (Immer der Nase nach), zu der ebenso unterschiedliche wie bereichernde Gäste gekommen sind: Custodio Zamarra, Sommelier im Restaurant Zalacaín in Madrid, José Ribagorda, Chef des Nachrichtendienstes am Wochenende auf Tele-5, Mónica Muñoz, Herausgeberin von Mercados del Vino und La Distribució,; Ignacio de Miguel, Önologe, und Kasia Romanska, Sommelier. Ribagorda sprach sich dafür aus, das Weintrinken unter jungen Leuten wieder zu pflegen und gesellschaftsfähig zu machen, anstatt den Wein zu verunglimpfen wie kürzlich geschehen bei der Auseinandersetzung zwischen dem Weinsektor und der Zentralregierung, als es um das Antialkohol-Gesetz ging.

Díaz eröffnete die Diskussionsrunde mit der Bemerkung, die wichtigste Revolution der jüngeren Vergangenheit sei die in Küche und Weinkeller. Für den Experten ist die Entwicklung des Weinverbrauchs und der Weinproduktion in den letzten Jahrzehnten von großer Tragweite. Das konnte Mónica Muñoz, der er als erster das Wort erteilte, nur bestätigen.

Nach Muñoz' Ansicht wartet der globale Markt nicht, bis die Märkte so weit sind, daher war der Schritt "von der Karaffe aus Valdepeñas zu Weinen größerer Verbreitung eine ganz natürliche Entwicklung", denn der Verbraucher hat inzwischen mehr Kultur. Der Herausgeberin von Mercados del Vino und la Distribución ist der Meinung, dass diese Entwicklung möglich war, weil sich der Verbraucher weiterentwickelt hat und von den Erzeugern selbiges verlangt.

Custodio Zamarra, "gebürtig in La Mancha und als solcher bei Gericht tätig, außerdem Sommelier aus der Nähe, aber jedem Rummel fern", wie ihn Lorenzo Díaz beschrieb, bestätigte die großen Umwälzungen bei der Weinnachfrage des Kunden in den vergangenen 35 Jahren. Und über die Entwicklung der FENAVIN sagte er am Runden Tisch: "Es ist ihr gelungen, sich als eine der weltweit bedeutendsten Messen zu positionieren, sowohl durch ihre Organisation als auch durch die Anzahl und die Qualität der teilnehmenden Bodegas, und durch die Möglichkeiten, die sie diesen bietet."

Der berühmte Sommelier gab sich in einem Kurztest, dem ihn Díaz unterzog, überzeugt: "Wenn man eine Auswahl der 100 besten Weine der Welt treffen müsste, dann wären ganz bestimmt 25 spanische dabei." Anschließend zählte er die Merkmale eines Weins mit großer Persönlichkeit auf, in dem das Terroir seiner Herkunft, die schöpferische Hand des Önologen usw. vorherrschen müssten.

Im Zusammenhang mit der Fenavin betonte Ignacio de Miguel, wie angetan er sei, an Veranstaltungen um die Fachmesse herum teilnehmen zu können. Allerdings, fand er, dass eine solche Veranstaltung ein solches Rahmenprogramm bieten müsse, unabhängig von dem Anspruch damit für die Bodegas Käufer anzulocken, die ihnen neue Märkte erschließen. Der Önologe fand das interessante an der Fenavin, dass sich die Messe von Ausgabe zu Ausgabe "steigert".

Für De Miguel sind die Weine besser geworden, weil man mehr aufs Land schaut und er warf eine Blick auf die Märkte: "Wir wollen verkaufen wie vorher, aber der Verbraucher hat sich verändert." Gleichzeitig zeigte er sich aber überzeugt, dass "es sehr gute Weine aus La Mancha gibt zu großartigen Preisen."

Para Kasia Romanska, die "einen außergewöhnlichen Riecher hat", wie Lorenzo Díaz findet, äußerte sich so: "Der spanische Wein hat sich so schnell entwickelt, dass man überrascht war." Und sie war überzeugt, dass der beste Weinkritiker der Konsument sei, "der die Rechnung zahlt."

José Ribagorda lobte die guten Weine in vielen Restaurants von Castilla-La Mancha wie La Aguzadera in Valdepeñas und beschwor den "enormen Sog" herauf, "den auf uns Kinder aus den 1960er Jahren oder alle unter Fünfzigjährigen das Moderne ausübt, selbst auf Kosten der Tradition, vielleicht, weil wir jung sind und unruhig und uns alles Neue gefällt, Weine mit mehr Geruch und weniger Körper."

Der Fernsehjournalist forderte, man müsse die Misstöne zwischen der Weinbaubranche und der Regierung aus der Welt schaffen, "damit der Wein nicht Anlass gibt zu Streitereien und verunglimpft wird". Aus diesem Grund versuche er in seinen Nachrichten die Weinkultur aufzuwerten: "Der Qualitätswein muss populärer und gesellschaftsfähiger werden, so wie es uns in einigen Tavernen von Madrid vorgemacht wird. Sie legen sehr viel Wert auf die Vermählung von Wein und Speisen und sind immer rappelvoll mit Leuten unter dreißig."

Er fragte sich auch, "Warum verkaufen wir uns im eigenen Land mit unserem Wein so schlecht", und seine Antwort fiel deskriptiv aus: "Ich habe Vietnam besucht und war es bald leid, chilenischen Wein zu trinken."

Mónica Muñoz machte sich für ein besseres Selbstbewusstsein in der Branche stark: "Ich glaube, dass wir Spanier selbst nicht glauben, wozu wir imstande sind, und wir machen gute Weine, kreative und originelle, wir müssen die alten Muster ablegen und mehr an uns selbst glauben."

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