Le informamos que utilizamos cookies propias y de terceros para ofrecerle un mejor servicio, de acuerdo con sus hábitos de navegación. Si continúa navegando, consideramos que acepta su uso. Puede consultar nuestra Política de Cookies aquí.

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Buscador

Buscar

SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Luis Antonio de Villena: "Wein war immer ein Synonym für Fröhlichkeit"

Der Lyriker aus Madrid tauscht mit Gabriel Planella und der Journalistin Nuria Ribó auf der Spanischen Weinmesse, die vom 7. bis 10. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet, Weinerinnerungen aus

30.04.2007 | 

Der Dichter, Essayist und Literaturkritiker Luis Antonio de Villena, der Dichter und stellvertretende Abteilungsleiter für Bibliotheken in der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Katalonien (Generalitat de Cataluña) Gabriel Planella und die Journalistin Nuria Ribó werden unter der Leitung des Schriftstellers Dionisio Cañas im Rahmen der Spanischen Weinmesse FENAVIN 2007, die vom 7. bis 10. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet, Weinerinnerungen austauschen.

Nach Wein befragt, antworter der Dichter Luis Antonio de Villena ohne Umschweife: "Wein ist Lebensfreude". Der Wein sei immer ein Synonym für Fröhlichkeit und Genuss gewesen und ein kultivierter Bestandteil der antiken Welt der Griechen, so weiß er. Auf der FENAVIN-2007 wird Villena bei der Plauderei am Runden Tisch Weinerinnerungen eine kurze Zusammenfassung des Weins in der Literatur geben.

Der Madrider Dichter wird den langen Weg des Weins in der Literatur nachzeichnen. "Wein hatte immer die Bedeutung von Fröhlichkeit und Genuss", wiederholt er. "Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt der Wein als etwas schlechtes, weil er mit anderen alkoholischen Getränken gemischt wurde. In diesem Zusammenhang gab es feindselige Aussagen", so Villena.

"Vergessen wir nicht, dass der Wein bereits in der Bibel aus semitischer Quelle erwähnt wurde. In der westlichen Welt geht der Wein bis ins alte Griechenland zurück", erklärt er. "Dem Wein kommt eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung von Mentalitäten und soziokulturellen Werten zu, die wir erstmals im klassischen Griechenland nachweisen können und die sich bis zum heutigen Tage erhalten haben."

Auch in der arabischen Welt gab und gibt es ihn in der Literatur. Obwohl er den Moslems stets verboten war, ist auch hier vom Wein die Rede. Der Dichter hat einige arabische Verse zum Wein verfasst (Dann dachte ich an dich, Abu Nuwás, trinkender, freiheitsliebender Dichter (wie es heißt) und Liebhaber der unversöhnlichen Schönheit der Jugend, der Verse und der lauteren Tavernen).

Nach Villenas Ansicht ist sehr viel über den Wein geschrieben worden. "Sogar manchmal zuviel. Man muss zwischen der Weinliteratur im engeren Sinne und den Andeutungen und Anspielungen auf den Wein in der Literatur unterscheiden. Das ist zweierlei. Es war bisher von der Welt des mittelalterlichen, römischen und griechischen Europas die Rede, wo in den beiden letztgenannten Epochen der Wein einen ganz anderen Stellenwert hatte als im Mittelalter. In der Tat wurde in Rom ein köstlicher Wein mit Namen falerno bereitet", erzählt er.

Der Dichter und regelmäßiger Weintrinker zu den Mahlzeiten versichert: "Der Wein braucht immer ein wenig Kontrolle. Aber der Eifer der Prohibition ist nicht angesagt. Wir sollten den Menschen nichts verbieten, sondern den Konsumenten erziehen. Der Weinverbrauch darf ruhig angekurbelt werden. Die Prohibition ist keine Lösung."

DOKTOR HONORIS CAUSA

Luis Antonio de Villena erhielt 1981 den spanischen Kritikerpreis für Lyrik; er wurde außerdem mit dem Premio Azorín für Romane (1995), dem internationalen Lyrikpreis der Stadt Melilla (1997), dem Preis Premio Sonrisa (vertikales Lächeln) für erotische Erzählungen (1999) und dem Internationalen Lyrikpreis Generation-27 (2004) ausgezeichnet. Er ist Ehrendoktor der Universität Lille (Frankreich).

Er schreibt seit 1973 Artikel der Literaturkritik in verschiedenen spanischen Zeitungen. Er hat an zahlreichen Fernseh- und vor allem Rundfunkanstalten mitgearbeitet. Momentan ist er frier Mitarbeiter bei El Mundo, El Periódico de Cataluña und dem Supplemet Babelia von El País. Er hat mehrere Übersetzungen, Anthologien von Jugenddichtung und kritische Editionen publiziert.

WEIN IST IN DEN MEISTEN LITERARISCHEN GATTUNGEN EINE THEMATISCHE ZUTAT

Der Dichter und stellvertretende Abteilungsleiter für Bibliotheken in der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Katalonien Gabriel Planella versichert: "In Spanien gibt es Fachmedien für Qualitätswein, vor allem im Bereich der Printmedien. In den audiovisuellen Medien geht es dagegen mehr um die Küche und fast nie um Wein. Dabei wird aber vergessen, dass beides zusammengehört, Wein und Küche ergänzen sich gegenseitig, sie sind ein Tandem und unmöglich zu trennen."

Er versichert auch: "Obwohl er nie die Hauptfigur ist - bis auf einige Ausnahmefälle - ist der Wein als thematische Zutat aus den meisten literarischen Gattungen nicht wegzudenken. Auf die Literaturem des Okzidents trifft das seit Anbeginn zu. Die griechischen und lateinischen Autoren des Altertums sind ein Paradigma dafür".

Planella behauptet: "Es wurde mehr als genug über den Wein geschrieben, um ihn zur greifbaren Realität zu machen. Und ich bin sicher, dass er weiter in Romanen, in Gedichten, Theaterstücken und Essays gegenwärtig sein wird. Der Wein gehört zum Alltag der westlichen Welt, und die Literatur ist stets ein Spiegel dieser Realität."

Er findet auch: "Die Bücher erzählen, dass der Wein ein substanzieller Bestandteil des Lebens auf dem Planeten Terra sei. Ob ein Buch dazu beiträgt, die Kultur des Weins zu verbreiten, hängt davon ab, wie der Schriftsteller ihn darstellt."

José Manuel Caballero Bonald sagt in seinem Brevario del Vino (Weinbrevier): "Vom Wein zu sprechen, heißt, die Schritte des Menschen nachzuvollziehen. Der Wein ist ein Getränk, ein Mythos, eine Metapher und eine Industrie; seine Geschichte zu erzählen, bedeutet eine vollständige, anregende Biographie der menschlichen Spezies zu verfassen. In diesen Sinne kann der stellvertretende Abteilungsleiter für Bibliotheken in der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Katalonien nur zustimmen: "Der Weins erzählt die Geschichte der Menschheit nach."

Volver