Le informamos que utilizamos cookies propias y de terceros para ofrecerle un mejor servicio, de acuerdo con sus hábitos de navegación. Si continúa navegando, consideramos que acepta su uso. Puede consultar nuestra Política de Cookies aquí.

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

Buscador

Buscar

SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Miguel Pardo und Ángela Triguero, Dekan und Dozentin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität von Castilla-La Mancha nehmen Castilla-La Manchas Weingarten unter die Lupe

auf der FENAVIN 2007, die vom 7. bis 10. Mai auf dem Messegelände von Ciudad Real stattfindet

13.04.2007 | 

Miguel Pardo, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Castilla-La Mancha und Ángela Triguero, Dozentin für spanische und internationale Ökonomie an der gleichen Fakultät, werden "Castilla-La Manchas Weingarten und die regionale Wirtschaft" unter die Lupe nehmen. Dies geschieht im Rahmen einer Diskussionsrunde auf der Spanischen Weinmesse FENAVIN-2007, die vom 7. bis 10. Mai auf dem Messegelände von Ciudad Real stattfindet.

Pardo, Doktor der angewandten Ökonomie und Experte für die regionale Wirtschaft, wird mit einer historischen Retrospektive Castilla-La Manchas Weingarten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart analysieren. "Die Geschichte lehrt uns, dass die Dinge manchmal schlecht gemacht worden sind und wir nicht imstande waren, die Probleme zu lösen. Das lag nicht nur an mangelnden Investitionen, sondern hatte auch viele andere Gründe", meint er.

Seine historische Analyse ist in vier Etappen unterteilt. Die erste ist expansiv und reicht vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre hinein. Sie wird vom Getreide dominiert. Die zweite Etappe - Franco-Regime und Übergangszeit - reicht von den 1940er Jahren bis 1985. In dieser Zeit erlebten "Genossenschaften" einen regelrechten Boom. "Das Problem der einzelnen Kellermeister wurde damit gelöst, aber die Vermarktung war weiterhin von Misserfolgen gezeichnet", fügt er hinzu.

Schließlich untersucht er die dritte Etappe von 1986 bis 2006, die mit der Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft begann. "In dieser Zeit wurden die Ausstattung und Mitarbeiterteams auf den neusten Stand gebraucht, womit sich einige Genossenschaften und Weingüter übernommen haben. Hier wurde auch die Qualität der Erzeugnisse gesteigert."

"In diesen 20 Jahren wurden bestimmte Randbereiche, wie zum Beispiel das Management, vernachlässigt. Hier müssen Innovationen erfolgen, und das haben wir versäumt. Außerdem haben wir nicht außerhalb der Landesgrenzen für unsere Weine geworben. Deshalb gilt es heute zwei Aufgaben anzupacken: die Endprodukte müssen beworben werden, und die Kooperativen müssen sich Innovationen unterziehen, denn sie sind noch so wie früher", unterstreicht er.

AKTUELLE LAGE: SCHWÄCHEN UND BEDROHUNG DER REGIONALEN WIRTSCHAFT

Die Expertin für Agrarökonomie, Ángela Triguero, wird den vierten Abschnitt der Analyse des Weingartens von Castilla-La Mancha vortragen. Sie wird über die Schwächen und Bedrohungen in der aktuellen Lage referieren. Diese fasst Miguel Pardo so zusammen: "Unser Weinbau hält in Qualität, Preis und Vielfalt jeder Konkurrenz stand."

Die Dozentin wird auch auf die Europäische Weinmarktordnung (WMO) eingehen; auf die wirtschaftlichen Auswirkungen nach deren Verabschiedung sowie auf alternative Möglichkeiten, um den vom Dekan als "ungünstig" bezeichneten Effekten für den Weingarten entgegenzuwirken. Ferner wird sie die regionalen Probleme des Weinbausektors und der Genossenschaften ansprechen.

Die Experten für Regional- und Agrarökonomie werden darüber diskutieren, warum der Weinbau für die regionale Wirtschaft eine entscheidende Rolle spielt. Pardo führt drei Gründe an: "Weil er alternativlos die konkurrenzfähigste Branche in einer strukturschwächsten EU-Regionen ist. Weil die Reduzierung des Weinbaus die soziale Tragfähigkeit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in dieser Region zerstören würde, die ohnehin genug unter den Folgen des Klimawandels leiden wird. Und schließlich, weil der Weinbau, im Unterschied zu anderen Agrarkulturen, einige positive Effekte auf den ländlichen Tourismus und das gastronomische Angebot hat."

DER WEIN - EIN MERKMAL FÜR EXKLUSIVITÄT

"Wein wird als Produkt mit sozialem Prestige wahrgenommen, als Merkmal von Exklusivität", versichert sie. "Der regionale Weintourismus stellt eine Ressource dar, die mit anderen Agrarprodukten nicht möglich wäre, und über die wir hier verfügen."

Der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vertritt die Ansicht, dass die aktuelle Lage der regionalen Wirtschaft gute, aber auch besorgniserregende Aspekte aufweist. "Wir haben ein konkurrenzfähiges Produkt. In anderen Ländern hat der Weinbausektor nicht die Möglichkeiten, die sich uns hier bieten, zum Beispiel: Das Klima. Unser Weingarten ist eine Trockenkultur. Außerdem senken wir die Produktionsmenge zugunsten der Qualität. Unser Weingarten wird immer konkurrenzfähiger und rentabler."

"Die Lage ist nicht gut, aber ihre Verbesserung liegt in den Händen der Weinbauern und Kellereien. Sie verfügen über Alternativen, die andere Regionen nicht haben und die wir nutzen sollten. Die Promotion ist grundlegend: Es müssen Netze für die regionale Distribution aufgebaut werden, wie dies bei anderen industriell gefertigten Produkten geschehen ist. Warum sollte es beim Wein nicht gelingen?", so seine Frage zum Abschluss.

Volver