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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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NOTAS DE PRENSA

Subhash Arora: "Der durchschnittliche Inder trinkt weniger als einen Teelöffel Wein pro Jahr"

so der 1. Vorsitzende des Weinclubs von Delhi, der auf der FENAVIN 2007 (vom 7. bis 10. Mai im Messezentrum von Ciudad Real) einen Vortrag über das "Das indische Paradox" halten wird

03.04.2007 | 

Der 1. Vorsitzendes des Weinclubs von Delhi, Subhash Arora, wird als Gast auf der FENAVIN 2007 erwartet, der Spanischen Weinmesse, die vom 7. bis 10. Mai im Messezentrum von Ciudad Real stattfindet. Dort soll er den Vortrag: "La Paradoja India" (Das indische Paradox), halten.

Arora erklärt: "In unserer Mittelklasse mit ihren 250 Millionen Einwohnern haben zahlreiche Inder das Profil des Weintrinkers aus Gründen des Lebensstils. Dennoch kaufen nur rund 700.000 Inder tatsächlich Wein, neben den 200 Millionen stärkeren Spirituosen, von denen im vergangenen Jahr 300 Millionen konsumiert wurden".

Rues Sanjay Menon, der leidenschaftlichste und best informierte Weinimporteur weiß: "Im vorigen Jahr sind 5 Millionen Liter Wein umgesetzt worden, davon 1.1 Millionen als Importware. Das ist das indische Paradox".

"Trotz der jährlich zunehmenden Überschüsse von 25%, und obwohl die Regierung die freie Einfuhr von Wein und anderen alkoholischen Getränken verkündet hat, trank der durchschnittliche Inder in den vergangenen vier Jahren weniger als einen Teelöffel Wein pro Jahr. Die Gebühren - landläufig Zoll genannt - betragen etwa 260% pro Flasche, einschließlich einer Ausgleichsabgabe, die die am höchsten besteuerten Weine geringfügig begünstigt", so der 1. Vorsitzende des Weinclubs aus Delhi.

Arora stellt ferner fest: "Bei der Distribution des Weins herrscht der Verkauf vor, der die Politik der einzelnen Bundesstaaten übergeht. Diese verbieten nämlich nicht nur die Autonomie einer Verkaufspolitik für Wein und andere Spirituosen, sondern haben auch die steuerliche Befugnis, zusätzliche Abgaben zu verordnen. Die 28 Bundesstaaten und sieben Territorien der Union sind getrennte Verwaltungseinheiten und formulieren ihre Politik unabhängig voneinander. In Delhi wird beispielsweise eine Steuer von 150Rupien (3 Euros) auf jede im Restaurant verkaufte Flasche Wein erhoben, unabhängig von Preis und Qualität. Andererseits muss der Distributeur ein Etikettenverzeichnis führen und dafür jährlich zwischen 5.000 und 10.000Rs (90-180 Euros) zahlen."

"Der Staat Maharashtra hat 2005 jeden importierten Liter Wein mit einer Abgabe von 100Rs (2 Euros) belegt, um die heimische Weinindustrie zu schützen. In Delhi war der Weinverkauf in kleinen Läden und Supermärkten bis vor zwei Jahren verboten, und der von den Politikern angekündigte freie Verkauf von Wein und Bier im Supermarkt wartet immer noch auf seine Durchsetzung", erläutert er.

Und er ergänzt: "Mumbai und Bangalore sind in dieser Hinsicht progressiver, da sie den Spirituosenverkauf selektiv zulassen. Die meisten Distributeure präsentieren den Wein en detail, auf die 'arme Tour' also. Im gesamten Stadtgebiet von Delhi gibt es keinen einzigen Laden mit einem brauchbaren Weinsortiment oder entsprechend geschulten Verkäufern. Da muss man schon nach Gurgaon fahren, einer Satellitenstadt, wo die Schickeria lebt, um einen ordentlichen Weinladen zu finden."

Die Firma Lake Forest Wines befindet sich auf einer ihrer Alleen neueren Datums und hat eine gute Auswahl an indischem und kalifornischem Wein zu bieten, die in einem Raum mit Klimaanlage vollkommen korrekt gelagert werden. Der Eigentümer Neeraj Sachdeva, der auch zwei Weinlager in Kalifornien besitzt, sagt: 'Ich würde mein Sortiment gerne erweitern, aber die örtlichen Vorschriften gestatten mir nicht, sämtliche indischen Weine vorrätig zu halten - und die notierten Preise für die Importweise sind übertrieben hoch." Er bezieht seine kalifornischen Weine aus dem Direktimport.

Indien war ein Land, indem so gut wie gar nicht getrunken wurde - ein Prinzip, das sogar Eingang gefunden hat in die Verfassung. So wird in Abschnitt 47 der Verfügungsgewalt der einzelstaatlichen Politik erklärt: "Der Staat bemüht sich, die Prohibition von gesundheitsschädlichen Getränken durchzusetzen - außer zu medizinischen Zwecken."

ALKOHOL: FÜR DIE MEISTEN INDER EIN TABU

"Die Mehrheit der indischen Bevölkerung meidet nicht nur den Alkohol, sondern sieht ihn als Tabu an. Da wird auch nicht zwischen Bier, Wein und Schnaps unterschieden. Obwohl das Alter der Wahlberechtigten vor einigen Jahren auf 18 gesenkt wurde, beträgt das legale Alter fürs Trinken immer noch 25. Die Regierung will es auf 21 herabsetzen. Das ist in einem Land, wo 120 Millionen Kisten Whiskey, Wodka, Bier und anderer Alkoholika jährlich konsumiert werden, ein Paradox: das indische Paradox", schlussfolgert Arora.

Er berichtet auch, dass "der Markt für Importweine um 30% wächst und für heimische Weine um 35%. Dieses Wachstum ist nicht zu halten, obwohl es sogar stabil bleiben könnte, wenn die Abgaben niedriger wären. In zehn Jahren könnte der Markt zwölf Mal so groß sein wie heute, mit einem Umsatz von 60 Millionen Litern, aber die Importweine stehen Schlange, um sich Marktanteile zu sichern."

Der 1. Vorsitzende des Weinclubs von Delhi sagt: "Die Importeure, die mehr als tausend Kisten im Jahr bei uns verkaufen, lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen, und 60% aller Importe beschränken sich auf ganze drei Firmen: Brindco, Sansula und Global Tax Free Traders. Zehn weitere teilen sich die nächsten 25%. Weniger als dreißig Importeuren sind im Geschäft. Da darf es uns nicht überraschen, dass die drei Hauptimporteure aus der "alten Welt" stammen. Sie konzentrieren sich auf hochprozentige Getränke und nehmen Wein, weil er passt, als Ergänzung mit ins Sortiment. Sie verstehen sich auf den Import und die Distributionspolitik und jonglieren wie Seiltänzer durch die Regierungsmaschinerie. Außerdem haben sie sich eine feste Position geschaffen, indem sie ihre Listen durch neue Weinhersteller ergänzten und dafür sorgten, dass ihrer Weinetiketten in den Weinverzeichnissen abgedruckt werden."

Schließlich weist er darauf hin, dass Werbung in Indien verboten sei, und sich die Promotion daher auf Wein-Diners und advertorials (eine Kombination von Werbung und Berichterstattung in den Tageszeitungen) beschränke. Veranstaltungen wie die IFE l in Delhi (die Messe für Lebensmittel, Getränke und Gastlichkeit) oder die Vinitaly Mumbai seien wichtige Vehikel für Markterhebungen und um zu erreichen, dass der Wein von den potenziellen Kunden gekostet wird und die Suche nach dem richtigen Importeur von Erfolg gekrönt werde.

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