Ciudad Real, may 09-11 2017

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José Luis Pérez spricht auf der FENAVIN 2007 über die Zukunft der ‚Autorenweine'

In seinem Vortrag geht es um den Wein als schöpferisches Produkt aus dem Handeln des Menschen

01.04.2007 | 

Im Rahmenprogramm der FENAVIN 2007 - die vom 7. bis 10. Mai im Kongresszentrum von Ciudad Real stattfindet - wird dieser Vortrag einige Aspekte der Welt des Weins fast philosophisch in den Blick nehmen, indem die Weinbereitung als wahre Kunst aufgefasst wird.

José Luis Pérez - einer der fünf Pioniere, die vor gut zehn Jahren mit Talent und höchsten Erwartungen den Priorat neu aufgelegt haben - ist Eigentümer der Bodega Mas Martinet und betätigt sich in seinem Unternehmen ‚Mas Martinet Assessoraments' auch als Weinberater. Seine ebenso umfassenden wie intensiven Kenntnisse des Weins berufen ihn auf geradezu ideale Weise dazu, ein heikles Thema wie die sog. "Autorenweine" zu vertiefen - deren von der Sache her durchaus berechtigte Bezeichnung Gefahr läuft, von weniger zimperlichen Marktstrategen für kommerzielle Zwecke missbraucht zu werden.

José Luis Pérez lässt keinen Zweifel daran, dass der Wein eine Schöpfung des Menschen ist, das Ergebnis eines planvollen Tuns nämlich. Die Natur trägt das Ihre reichlich dazu bei: Rebe, Traube, Boden, Sonne, Regen … Aber erst das menschliche Handeln, die Wahl des Menschen bringen den Wein hervor.

Dieser Wahl und diesem Tun entsprechend sind ganz unterschiedliche Weine auf dem Markt zu finden - Standardweine, biodynamische, Autorenweine …- und befriedigen die ebenso unterschiedlichen Geschmäcker. Sofern ihre Echtheit und Qualität unseren Respekt verdienen, sind sie alle gleich wertvoll. Aber diese Vielfalt ruft auch schon alle möglichen Fragen beim Verbraucher (Welchen Wein soll ich trinken? Welchen Wein soll ich kaufen?) und beim Erzeuger (Welchen Wein soll ich herstellen?) hervor".

Für Pérez lassen sich die heutigen Weine aus weltweiter Produktion in zwei große Kategorien unterteilen: die des 'Alten Europa' und die der 'Neuen Welt'. Erstere sind "Weine mit viel Charakter und großer Persönlichkeit; Weine, die aus ihrer Geschichte und ihrer Lage entstanden sind und uns lehren, dass der Weinbauern mit den Hauptelementen Boden und Klima seinen Weinen einen Ausdruck zu geben vermag." Bei diesen Weinen steht das Terroir (also das Zusammenspiel von Bodenbeschaffenheit und Klima) über der Rebsortengenetik, und alte Weinsorten bestätigen, dass sich die Traube an ihren Boden anpasst.

Diese Tatsache schlägt sich vorbehaltlos in den europäischen Verordnungen nieder, welche keine Rücksicht auf den Faktor Zeit nehmen. Alles wird darin beschrieben, definiert und steht gedruckt da: die Anzahl der Knospen, die Pflanzzeiten … nur das Klima entzieht sich der Reglementierung.

Die Weine der Neuen Welt dagegen stammten von den klassisch europäischen Weinen ab. Aber der Ansatz zur Weinbereitung ist moderner, denn die Neue Welt verwendet die Varietäten mit den besten Eigenschaften und von erwiesener Qualität und macht sich die Technik zunutze, um angenehmen Weine zu annehmbaren Preisen zu produzieren. Das hier geltende Konzept der "Rebsorten" ist wesentlich simpler und nachvollziehbarer als das des "Terroir". Außerdem zwängt sich die Neue Welt nicht in Verordnungen, sondern setzt sich praktisch, unternehmerische Ziele: eine für den Verbraucher angenehme Qualität zu einem knapp bemessenen Preis.

José Luis Pérez tritt für den dritten Weg ein, nämlich für einen 'Wein, der deutlich von seinem Autor geprägt ist'. Damit will er nicht darauf hinaus, dass sich hinter jeder Flasche guten Weines ein Mensch verbirgt. Was er will, ist die "Einsicht, dass dieser Mensch vor dem Wein war, dass er der Schöpfer ist, denn niemand anderer als der Mensch sorgt für ein ausgewogenes Zusammenspiel all der für das Ergebnis notwendigen Faktoren."

Die Technik ist grundlegend und eine unverzichtbare Voraussetzung … aber sie hat ihre Grenzen. Sie genügt maximal für die Bereitung von ‚Grundweinen' mäßiger Qualität, ab da kommt der Künstler ins Spiel, der mit seiner Sensibilität das Werk erschafft, "wie der Maler das Bild mit den Farben".

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