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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

Die Universität von Castilla-La Mancha veranstaltet auf der FENAVIN 2007 eine Branchenbegegnung Önologie

Am Runden Tisch werden die Forschungsschwerpunkte für den Weinbau-Sektor in Castilla-La Mancha vorgestellt

27.03.2007 | 

Am 10. Mai wird im Rahmen der FENAVIN 2007 eine Diskussion am Runden Tisch zum Thema "Önologie: Innovation in Castilla-La Mancha" veranstaltet, initiiert von der Stelle zur Weitergabe von Forschungsergebnissen (OTRI - UCLM) im Forschungsvizerektorat der Universität von Castilla-La Mancha. Damit soll die innovative Arbeit mehrerer Forschungsgruppen im Bereich der Önologie der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Gerardo Marquet García, Leiter der OTRI-UCLM, wird die Diskussion am Runden Tisch moderieren, an dem vorzugsweise wissenschaftliche Themen zur Sprache kommen werden, die jedoch direkte Auswirkungen auf die Weinindustrie und die Verbraucherwahrnehmung haben.

ANWENDUNG NEUER TECHNOLOGIE BEI DER WEINHERSTELLUNG

Maria Soledad Pérez Coello (außerordentliche Professorin im Fachbereich Analytische Chemie und Lebensmitteltechnologie an der Fakultät für Chemie in Ciudad Real) stellt aus ihrer Forschungsarbeit die Entwicklung önologischer Techniken zur Verbesserung von Qualität und Quantität bestimmter Geschmackskomponenten des Weins vor. Dazu gehören die Verwendung bestimmter Enzyme für den Auszug eines Geschmacksteils, die Wahl des optimalen Zeitpunkts für die Weinlese und die Standzeit der Maische vor der Gärung. Die damit befasste Forschungsgruppe will die Nachfrage der Verbraucher nach einem Wein von ansprechender Farbe mit dem maximalen Rebengeschmack befriedigen.

Was die Wettbewerbsfähigkeit und Diversifizierung von beliebten Weinen betrifft, hat die Gruppe die Ergebnisse der Gärung oder Mazeration mit Eichenspänen untersucht, sowie die Ergebnisse der Hyperoxidation von Weißweinmosten unter Verwendung von Trauben aus Castilla-La Mancha.

NEUBELEBUNG MINORITÄRER VARIETÄTEN AUFGRUND IHRES ÖNOLOGISCHEN POTENTIALS

Miguel Ángel González Viñas (außerordentlicher Professor im Fachbereich Analytische Chemie und Lebensmitteltechnologie an der Fakultät für Chemie in Ciudad Real) wird dieses Projekt vorstellen, dessen Hauptziel die Wiederbelebung minoritärer Varietäten in Castilla-La Mancha ist. Dabei wird ihr önologisches Potenzial bewertet, und die Sortenmerkmale von Weinen mittlerer Kategorie werden durch Herstellungspraktiken in einer Versuchs-Bodega optimiert. Die Studie schließt rote Weinsorten wie Moravia Dulce, Moravia Agria, Rojal und Tortosí sowie weiße Sorten, die vom Aussterben bedroht sind, unter Verwendung der Varietäten Airén und Cencibel.

Variablen wie die Traubenreife, die Standzeit der Maische, die Most- und Weinbehandlung mit handelsüblichen Enzymen, um Farbe und Geschmack zu potenzieren, sowie der Holzkontakt bei amerikanischen und französischen Barriquefässern, werden über drei Weinlesen hinweg bewertet. Die chemischen und sensorischen Daten von Weinen aus herkömmlicher Herstellung werden mit Erzeugnissen unter Anwendung von innovativen Techniken statistisch verglichen.

RIVALISIERT DIE NATÜRLICHE HEFE MIT DEN LEBENDGETROCKNETEN REINZUCHTHEFEN, DIE IN DER KELLERWIRTSCHAFT VON CASTILLA-LA MANCHA GEBRÄUCHLICH SIND?

Ana Isabel Briones Pérez (außerordentliche Professorin im Fachbereich Analytische Chemie und Lebensmitteltechnologie an der Fakultät für Chemie in Ciudad Real) wird die Ergebnisse dieser faszinierenden Forschung darlegen. Seit nunmehr zehn Jahren hat sich in den meisten Kellereien die Verwendung lebendgetrockneter Reinhefen für die Weinherstellung durchgesetzt. Castilla-La Mancha, als die Region mit der größten Weinanbaufläche Spaniens, ist auch Spitzenverbraucher dieser Reinzuchthefen, von denen es bei der letzten Weinlese bis zu 50 Tonnen verbrauchte. Doch gelegentlich gelingt diesen Ansatzhefen die Gärung nicht, und sie werden von natürlichen Hefen verdrängt, die sich bei der Gärung durchsetzen.

RELEVANZ DER VERSCHIEDENEN PHENOLARTEN FÜR DIE ROTWEINQUALITÄT

Isidro Hermosín Gutiérrez (außerordentlicher Professor im Fachbereich Analytische Chemie und Lebensmitteltechnologie an der Fakultät für Chemie und Lebensmitteltechnologie der E.U.I. Landwirtschaftstechnikum von Ciudad Real) wird diesen Forschungsschwerpunkt vorstellen, der die önologische Rolle einiger weniger bekannter Phenolbestandteile als die üblichen Tannine und Aromen untersucht. Diese anderen Molekülarten haben durchaus Relevanz für Phänomen in der Rotweinherstellung wie die Weitergabe von Phenolkomponenten von der Traube zum Wein, oder die Entwicklung der Farbe während der Erziehung (crianza) und der Alterung.

Die Forschungsergebnisse erlauben die Entwicklung neuer Ideen für ideale Produktionsbedingungen der Traube und für die Anpassung von Herstellverfahren an die Merkmale der Taube und des gewünschten Weins. Außerdem könnten einige dieser Phenolkomponenten sehr nützlich für die Nachvollziehbarkeit des Produktionsprozesses sein, da sie hervorragende chemische Marker sind.

DAS PROBLEM MIT DEM "KORKTON" IM WEIN. BEWERTUNG VON HALOANISOL UND HALOPHENOL IM ROTEN QUALITÄTSWEIN UND IHRE FOLGEN FÜR DEN VERBRAUCH

Amaya Zaracaín Aramburu (promovierte Hilfsprofessorin im Fachbereich Wissenschaft und Technologie im Waldbau des E.T.S. für Landwirtschaftsingenieure von Albacete, aus dem Team von María Rosario Salinas) wird die letzten Fortschritte in dem für die Industrie so heiklen Thema des "Korktons" im Wein vorstellen. Dieses Thema ist eins der größten Probleme, sowohl für den Weinbausektor als auch für die Korkindustrie, da es bei den Verbrauchern auf eine so strikte Ablehnung stößt, und weil es eine mögliche Ursache für Vergiftungen darstellt. Das schlägt sich in einem rückläufigen Verbrauch und den daraus folgenden finanziellen Einbußen und Reputationsschäden für die Bodegas nieder.

Um das Problem besser zu erfassen, wurden bei insgesamt 600 roten Qualitätsweinen der Kategorien Crianza, Reserva und Gran Reserva aus den wichtigsten spanischen D.O.s, unter Berücksichtigung des Jahrgangs, des Holztyps der Fässer und des Verkaufspreises, die für den "Korkton" verantwortlichen chemischen Komonenten betimmt und bemessen.

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