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Ciudad Real, 09-11 de Mayo de 2017

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SALA DE PRENSA

NOTAS DE PRENSA

"Die meisten Weinliebhaber würdigen den spanischen Wein inzwischen als einen der Weltbesten"

so der nordamerikanische Journalist Gerry Dawes, der bei der FENAVIN 2007 dabei ist

24.03.2007 | 

Der nordamerikanische Autor und Fotograf Gerry Dawes wird an der Diskussion am Runden Tisch "Gegenwart und Zukunft des spanischen Weins auf den herkömmlichen Absatzmärkten Deutschland, Vereinigtes Königreich und USA" teilnehmen, der im Rahmen der Spanischen Weinmesse FENAVIN-2007 stattfindet. Ebenfalls von der Partie sind der Brite John Radford und der Deutsche David Schwarzwälder.

Der nordamerikanische Journalist findet: "Heutzutage kann man beim Weinhändler spanische Weine degustieren, die diese auf ihren Websites und in ihren Werbebroschüren in den höchsten Tönen loben. Die meisten Weinliebhaber würdigen den spanischen Wein inzwischen als einen der Weltbesten. Sein allenthalben zu vernehmender Ruf ist womöglich noch nie so positiv gewesen wie heute, doch besteht die Gefahr, dass viele der für die neue spanische Welle verantwortlichen Weine, kein allzu langes Durchhaltevermögen beweisen werden."

"Man kann davon ausgehen, dass viele von ihnen maximal zehn Jahre durchhalten werden - wenn überhaupt. Aber sollte das der Fall sein, dann werden viele vermutlich bis dahin ihr Eichenaroma eingebüßt haben, und genau das gehört zu den jüngst besonders hervorgehobenen Merkmalen dieser Weine. Andere Weine, darunter auch die teuren, sind zu reif, haben einen zu hohem Alkoholgehalt und reifen nicht so wie sie sollten. Eine ausgeglichene Säure und eine profunde Erfahrung bei der Weinherstellung - nicht der Alkoholgehalt oder das Eichenaroma des Barrique - sind die Voraussetzungen für die Weinreifung", so Dawes weiter.

Der nordamerikanische Weinjournalist beobachtet auch, dass "das Interesse an spanischem Wein unter den neuen, gut situierten amerikanischen Weinliebhabern, die ich als 'neue Öno-Reiche' bezeichne, rasch zunimmt. Nur sind sie leider fast alle in 'Parker'-Weine verliebt, dunkle, fruchtige, dichte Weine mit hohem Alkoholgehalt und zuviel Barrique-Aroma. Aber der Verkauf von spanischem Wein wächst in den USA weiter."

STEIGENDE VERKAUFSZAHLEN VON SPANISCHEM WEIN IN DEN USA

"Im Jahr 2006 meldete die 'Los Angeles Times', dass der Verkauf von spanischem Wein in den USA zwischen 2004 und 2006 um 14,6% gestiegen seien, und zwar von 3,8 Millionen Kisten mit einem Gegenwert von 183 Millionen Dollar auf 4,3 Millionen Kisten mit einem Gegenwert von 209 Millionen Dollar", weiß Dawes zu berichten. "Der Verkauf von spanischem Wein hat 1999 in den USA angefangen zu boomen, nach einem Jahrzehnt, in dem der Gesamtverkauf stagnierte und nur rund 75 Millionen Dollar im Jahr betrug. Unter den neuen Weingenießern gibt es ein rasch wachsendes Interesse an spanischem Wein, damit sind Weine aus Regionen gemeint wie: Rías Baixas, Jumilla, Bierzo und Rueda. Und die Marken exklusiver und renommierter Weine sind bei den Liebhabern Dominio de Pingus und L'Ermita, von denen einige zu Verkaufsschlagern wurden. Sehr teure spanische Weine erhalten derzeit viel Aufmerksamkeit. Dabei macht dieser Weintyp gar nicht die höchsten Umsätze, und ich würde Spanien auch davon abraten, seine Promotion weiter darauf zu konzentrieren", unterstreicht er.

Neben den sehr teuren Kultweinen mit Auszeichnungen produziere Spanien viele andere Sorten verschiedenster Weine. Der Verkauf der prestigeträchtigen Weinsorten hebe zwar das Renommee und streichle das Ego des Landes, nur müssten sich die Spanier darüber im Klaren sein, dass dies nicht die Weine für die Masse der Verbraucher seien.

Gerry Dawes stellt fest: "Der Verbraucher hat bis vor kurzen bei spanischem Wein fast nur an Rioja, Torres, Sangre de Toro oder an Cavas und sehr ökonomische Weine gedacht, aber dank des wachsenden Ansehens der spanischen Küche, der Popularität spanischer Weine auf den Weinkarten amerikanischer Restaurants und im Sortiment von Weinhändlern, haben wir mit amerikanischen Weinmagazinen oder anderen Fachpublikationen erreicht, dass eine steigende Zahl von Verbrauchern mehr über die unterschiedlichen spanischen Weinsorten erfahren".

"Sobald Spanien begriffen hat, dass es sich von der Überbewertung der neuen Eichenfässer, der überreifen Früchte und der Hochprozentigkeit als besonderen Qualitätsmerkmalen seiner Weine verabschieden muss, dann können seine außergewöhnlichen Rotweine aus außergewöhnlichen Anbaugebieten mit ihren außergewöhnlichen Eigenschaften auf die Bildfläche treten und ihre Ausgewogenheit an Anmut, Eleganz, Stil und - nicht zu vergessen - ihren Charme unter Beweis stellen", betont er.

Die Zeit sei reif, um zu überdenken, ob man weiterhin Weine für Parkers Punktesystem herstellen wolle, insbesondere da Parker die spanischen Weine gar nicht mehr begutachte, und zumal zwei oder drei amerikanische Importeure bei Parker offenbar ein Stein im Brett haben. Gehöre man nicht dazu, habe man ohnehin keine Chance auf eine gute Bewertung der eigenen Weine. Gute, schmackhafte Weine herzustellen, die sich gut verkaufen und vor allem in Restaurants getrunken werden, und mit denen wiederholt sowohl im HORECA-Sektor als auch im Einzelhandel Geschäfte gemacht werden könnten, das sei das beste Rezept für die lange Erfolgslaufbahn eines spanischen Weins.

JOURNALIST FÜR SPANISCHE GASTRONOMIE, WEINE UND TOURISMUS

Gerry Dawes ist Autor und Fotograf in New York. Seine Arbeit kreist vor allem um die Gastronomie, den Wein und den Tourismus mit dem Schwerpunkt Spanien. Er hat acht Jahre lang in Spanien gelebt und bereist seit dreißig Jahren das gesamte spanische Territorium. Er ist häufig - bis zu achtmal im Jahr - in Spanien unterwegs. Im letzten Jahrzehnt hat er über sechzig Reisen zu Essen und Wein durchgeführt, außerdem organisiert er gastronomische und önologische Spanienreisen, was ihn zu einem der besten Kenner von spanischer Gastronomie und Wein in den USA gemacht hat.

Der Zeitschrift Food Arts zufolge ist Dawes "in den Kreisen von Weinwelt und Presse als Sr. España" bekannt. Das Gastronomieblatt The Rosengarten Report stellt fest, Gerry Dawes sei inzwischen ein durchaus anerkannter Berater und Autor für spanischen Wein. Somit haben auch The New York Times, die James Beard Foundation, das TV-Nachrichtenmagazin 60 Minutes und der Nachrichtensender CNN Gerry gebeten, ihnen sein Wissen über den spanischen Wein, das spanische Essen und die spanische Kultur zur Verfügung zu stellen.

Dawes hat in zahlreichen Medien um die hundert Artikel und Fotos zu spanischem Essen und Wein publiziert und hält häufig, sowohl in den USA als auch in Spanien, Vorträge zu Gastronomie, Wein und Kultur.

Gerry Dawes erhielt von der spanischen Gastronomieakademie 2003 den Premio Nacional de Gastronomía Marqués de Busianos (spanischer Gastronomiepreis Marqués de Busianos) für sein gesamtes fotografisches, journalistisches und Vortragswerk zu spanischer Gastronomie und spanischem Wein. Außerdem wurde er als einziger Ausländer mit dem Preis Cena de Los 11 Vinos (Das Abendessen der 11 Weine) geehrt, eine besondere Auszeichnung für alle, die einen bedeutenden Beitrag zur Aufwertung von Ansehen und Kultur des spanischen Weins geleistet haben.

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